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Kultur

Random House räumt Falschaussage über Sarrazin ein

Redaktion

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am

von Nina Gerlach Nina [CC BY-SA 3.0 ], vom Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Der Random-House-Verlag will das neue Islam-Buch von Thilo Sarrazin trotz Vertrags nicht veröffentlichen. Das führte nun zu einem Streit vor Gericht.

Im Rechtsstreit um das neue Buch des Bestseller-Autors Thilo Sarrazin hat der Verlag Random House eine Falschbehauptung über den Autor zugegeben. Verlagsjustiziar Rainer Dresen hatte zuvor öffentlich behauptet, der ehemalige SPD-Politiker habe es abgelehnt, vor Veröffentlichung des Buches ein wissenschaftliches Gutachten über die Richtigkeit seiner Islam-Interpretation einzuholen.

Sarrazin stimmte Gutachten zu

In einer Mail, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vorliegt, räumte Dresen nun ein, seine Aussage sei „in der Tat nicht vollständig und damit nicht korrekt”. Sarrazin konnte anhand einer E‑Mail nachweisen, dass er einer Begutachtung sehr wohl zugestimmt hatte.

Der Verlag hatte sich trotz gültigen Vertrags mit dem Autor geweigert, das Buch „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht” zu veröffentlichen. Sarrazin zufolge hatte die Verlagsspitze Bedenken, das Buch könne islamkritische Stimmungen aufgreifen und verstärken.

800.000 Euro Schadenersatz

Laut Medienberichten fordert das ehemalige Vorstandsmitglied der Bundesbank deshalb mehr als 800.000 Euro Schadenersatz. Random House will dem Autor hingegen nur die Hälfte des bereits bezahlten Vorschusses von 100.000 Euro geben.

Einen neuen Verlag hat der Bestseller-Autor bereits gefunden: Der Münchner FinanzBuch Verlag will das Buch Ende August veröffentlichen.


Weiterlesen:

Verlag will neues Islam-Buch von Thilo Sarrazin nicht veröffentlichen

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    DieParty

    31. Juli 2018 at 15:37

    Was genau ist schlecht daran, islamkritische Stimmungen zu verstärken? Wir haben viel zu wenig Islamkritik.

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Kultur

Peter Handke gewinnt Literaturnobelpreis

Julian Schernthaner

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am

ASDF Symbolbild (Schwedische Akademie in Stockholm): Mastad via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Fünfzehn Jahre nach der Kür der umstrittenen Autorin Elfriede Jelinek hat Österreich mit Peter Handke zum zweiten Mal einen Literaturnobelpreisträger.

Stockholm. – Die mit Spannung erwartete Doppelverleihung für die Jahre 2018 und 2019 endet dem ORF zufolge mit einem österreichischen Preisträger für das aktuelle Jahr: Peter Handke. Für das Vorjahr – damals wurde die Verleihung nach Skandalen im dafür zuständigen Komitee ausgesetzt – geht die Auszeichnung an die Polin Olga Tokarczuk.

Einflussreiches Werk” mit „sprachlicher Genialität”

Die Schwedische Akademie verlieh Handke den mit neun Millionen schwedischen Kronen (830.000 Euro) dotierten Preis „für ein einflussreiches Werk, das mit sprachlicher Genialität die Peripherie und die Spezifizität der menschlichen Erfahrung untersucht“. Zur Überreichung kommt es allerdings erst am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters, Alfred Nobel.

Handke wurde 1942 in Griffen geboren und begann 1964 während eines später abgebrochen Jusstudiums in Graz mit der Schriftstellerei, sein Erstlingswerk „Die Hornissen” erschien 1966. Mit einem Schlag berühmt wurde der Querdenker, als er noch vor dessen Auslieferung in Princeton bei der „Gruppe 47” eine angriffige Schmährede gegen den damaligen Zustand der Literatur und Literaturkritik hielt. Im selben Jahr begeisterte sein neues Sprechstück „Publikumsbeschimpfung” die Theaterkritiker.

Handke: Vielfach preisgekrönter Querdenker

Seitdem ist Handke aus der Literaturwelt nicht mehr wegzudenken. Obwohl er sich niemals an den Protesten der 68er beteiligte und einigen ihrer Akteure sogar abwartend gegenüber stand, schwang seine fundamentale Kritik am etablierten Literaturbetrieb und seine neuartige Weise, per ‚Sprachkritik verschiedene Literaturformen zu bespielen, in deren einstiger gegenkultureller Aufbruchstimmung mit. Seine Kritik an der Studentenbewegung verschaffte ihm dabei gleichzeitig den Ruf eines Konservativen.

Seine Charaktere sind unterdessen oftmals Verlorene, die sich in den zeitpolitischen Wirren ihrer Zeit wiederfinden – Außenseiter und Verkannte mit einem gewissen zeitgemäßen ‚Verve’. Auch als Mensch war ihm die öffentliche Meinung oft egal – seine mehrfache Parteinahme für Serbien gegen die Mainstream-Ansicht der 90er-Jahre sowie seine Sympathien für serbische Rechtsparteien sorgten im Kulturbereich für Kontroversen, ohne aber seine Beliebtheit zu schmälern.

Über 20 heimische Preisträger – nur zwei in Literatur

Der vielfache preisgekrönte Handke ist der zweiundzwanzigste im weiteren Sinn österreichische Nobelpreisträger in sämtlichen sechs Kategorien – aber erst der zweite in der Literatursparte nach Elfriede Jelinek im Jahr 2004. Die Mehrheit der Preisträger erhielt ihre Ehrung in einem der drei naturwissenschaftlichen Felder (Medizin, Physik, Chemie).

Dazu kommen zwei heimische Friedensnobelpreisträger – beide allerdings über hundert Jahre her (Bertha von Suttner 1905, Alfred Fried 1911). Einmal (Friedrich von Hayek 1974) konnte ein Österreicher den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erringen. Zuletzt war im Jahr 2013 ein Forscher mit einem Österreichbezug – der 1938 emigrierte, gebürtige Wiener Martin Karplus für Chemie – unter den Prämierten.

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Kultur

Lange Nacht der Museen: Fast 390.000 Besucher beim 20. Jubiläum

Stefan Juritz

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am

ASDF Symbolbild: Hannes Sallmutter [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Die „Lange Nacht der Museen” zog auch in diesem Jahr wieder Hunderttausende Kulturliebhaber an.

Von Samstag auf Sonntag fand bereits zum 20. Mal die vom ORF initiierte „Lange Nacht der Museen” statt. In ganz Österreich und in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland präsentierten rund 730 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen ihre Sammlungen und Ausstellungen, wie der ORF in einer Aussendung mitteilte.

Der größte Besuchermagnet war wenig überraschend Wien (189.032), gefolgt von der Steiermark (42.368) und Kärnten (39.362).

Albertina war größter Besuchermagnet

Die meistbesuchten Museen in den österreichischen Bundesländern im Überblick:

  • Burgenland: Schloss Esterházy (1.075)
  • Kärnten: Stadtgalerie Klagenfurt (4.535)
  • Niederösterreich: Nostalgiewelt Eggenburg (903)
  • Oberösterreich: Ars Electronica Center (1.479)
  • Salzburg: DomQuartier Salzburg (3.947)
  • Steiermark: Schloss Eggenberg, Prunkräume, Universalmuseum Joanneum (6.468)
  • Tirol: Kaiserliche Hofburg (3.358)
  • Vorarlberg: Kunsthaus Bregenz (1.346)
  • Wien: Albertina (16.575)

Wrabetz: „Publikumserfolg, auf den wir stolz sein können”

Zum Jubiläum sprach ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz von einem „Publikumserfolg, auf den wir stolz sein können”. Darüber hinaus bedankte sich Wrabetz bei allen Kultureinrichtungen, Sponsoren und Partnern, „die jedes Jahr einen großen Beitrag zum Erfolg dieser Initiative leisten”.

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Kultur

Lange Nacht der Museen in ganz Österreich

Monika Šimić

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am

ASDF Bild: Das Museum für moderne Kunst (Mumok) in Wien ist eine der teilnehmenden Einrichtungen der heutigen Langen Nacht der Museen / Bild: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / “Wien, MuseumsQuartier, mumok -- 2018 -- 3081” / CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Zum 20. Mal können Besucher heute zwischen 18.00 und 1.00 Uhr ausgewiesene Kulturinstitutionen in ganz Österreich besuchen.

Wien. Die Lange Nacht der Museen findet heuer bereits zum 20. Mal statt. Es wird also feierlich, wenn wieder rund 730 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen zwischen 18.00 und 1.00 Uhr ihre Türen und Tore öffnen. Interessierte erhalten mit nur einem Ticket Zugang zu vielen Einrichtungen. Es nehmen jedoch nicht nur Einrichtungen in ganz Österreich, sondern auch in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland teil.

Eine der wichtigsten Kulturinitiativen”

Anlässlich des Jubiläums zog ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz Bilanz: „Im Jahr 2000 ins Leben gerufen, ist die Lange Nacht der Museen heute eine der wichtigsten Kulturinitiativen des Landes. Rund 6,5 Millionen Kulturbegeisterte konnten in dieser Zeit begrüßt werden. Ein Erfolg, der durch das Zusammenwirken von ORF als größtem Kulturproduzenten und ‑veranstalter des Landes und den teilnehmenden Museen, Galerien und Kultureinrichtungen gemeinsam erreicht wurde.”

Auch kirchliche Einrichtungen haben geöffnet

Unter den Programmangeboten der Veranstaltung finden sich aber nicht nur Kunstgalerien, sondern auch kirchliche Highlights. So können Interessierte auch Diözesanmuseen und die Schauräume einiger Klöster besichtigen. Wie kathpress berichtet, lädt etwa das Dom Museum in Wien mit Rundgängen durch die neue, erst zwei Tage davor eröffnete Themenausstellung „Family Matters”. Auch die Diözesanmuseen in Graz, St. Pölten und Eisenstadt zeigen ihre Dauer- und aktuellen Sonderausstellungen.

Tickets auch als Fahrscheine gültig

Die Kosten für die regulären Tickets belaufen sich auf 15 Euro und gelten am 5. Oktober 2018 von 18.00 bis 1.00 Uhr als Eintrittskarte für alle beteiligten Institutionen, als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien und auf allen Linien des Vorarlberger Verkehrsverbunds. Für Schüler, Studenten, Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-Club-Mitglieder sind ermäßtigte Tickets (12 Euro) erhältlich. Regionale Tickets kosten sechs Euro und ermöglichen den Eintritt in regionale Museen eines Bundeslandes ohne Shuttlebus-Service. Tickets sind bei allen teilnehmenden Museen und Kulturinstitutionen und an den zentralen Sammelplätzen („Treffpunkt Museum”) in den jeweiligen Städten erhältlich.

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