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Tempo 140

Heute Startschuss für Testlauf zu höherem Geschwindigkeitslimit

Ab dem heutigen Mittwoch gilt auf zwei Abschnitten der Westautobahn (A1) eine erhöhte zulässige Maximalgeschwindigkeit von 140 km/h.

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<p>Bild Westautobahn: User &#8218;My Friend&#8216; via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:A1_Kn._St._Pölten_2.JPG">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] / Bild &#8222;140 km/h&#8220;: Wikimedia Commons [CC0] / Collage: Die Tagesstimme (Symbolbild)</p>

Bild Westautobahn: User ‚My Friend‘ via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] / Bild „140 km/h“: Wikimedia Commons [CC0] / Collage: Die Tagesstimme (Symbolbild)

Die Strecken befinden sich in Oberösterreich zwischen Sattledt und Haid, sowie in Niederösterreich zwischen Melk und Oed. Das neue Tempolimit gilt für beide Fahrtrichtungen, insgesamt erstreckt sich der Probelauf also auf 120 Streckenkilometer. Sollte eine abschließende Evaluierung vergleichbare Schadstoffwerte sowie keine Nachteile für die Verkehrssicherheit ergeben, könnte Tempo 140 auch auf weiteren Autobahnabschnitt zum Einsatz kommen.

Viel Kritik an Tempo 140

Das Projekt sorgte bereits im Vorfeld für reichlich Diskussionsstoff – Die Tagesstimme berichtete. Mehrere Oppositionspolitiker sahen darin eine Gefährdung für Umwelt und Anrainer beziehungsweise ein „populistisches Ablenkungsmanöver“. Der größte Automobilclub ÖAMTC bewertete den Vorstoß hingegen mit Interesse und könnte sich höhere Geschwindigkeitsbegrenzungen durchaus vorstellen, insofern die Verkehrssicherheit nicht darunter leidet.

In den vergangenen Tagen mehrten sich kritische Stimmen. Ins Feld wurde führte man etwa, dass sich bei größerem Unfallrisiko und höherer Umweltbelastung die Zeitersparnis in Grenzen halte. Währenddessen verlängere sich der Bremsweg erheblich. Auch die Ankündigung, dass aufgrund von Toleranzgrenzen sowie Eich- und Messfehlern im oberösterreichischen Testabschnitt möglicherweise erst ab 159 km/h gestraft werde, sorgte für einigen Unmut bei Projektgegnern.

Wenige EU-Staaten erlauben 140 km/h

Bereits unter dem früheren Verkehrsminister Hubert Gorbach gab es eine Testphase für höhere Geschwindigkeiten. Dessen auf der Tauernautobahn (A10) erprobtes Tempolimit von 160 km/h setzte sich nach der Testphase nicht durch. Bei einer generellen Erhöhung auf maximal 140 km/h – allerdings kämen dafür weniger als die Hälfte der heimischen Autobahnkilometer infrage – befände sich Österreich im europäischen Spitzenfeld.

Nur in Polen und Bulgarien sind derzeit ebenfalls 140 km/h erlaubt. In Deutschland gibt es lediglich eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, aber kein tatsächliches Tempolimit. Die meisten EU-Länder haben Begrenzungen von 112 bis 130 km/h, die Ausnahme bildet Zypern mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.

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