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Gesellschaft

Kolumne: „Linke Journalistin teilt aus, kann aber nicht einstecken”

Tino Taffanek

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am

Die ehemalige Profil-Journalisten Ingrid Brodnig teilte kürzlich in sozialen Medien gleich mehrfach gegen patriotische Medienprojekte aus. Bild (Brodnig 2017): re:publica/Gregor Fischer via Flickr [CC BY-SA 2.0]

Ingrid Brodnig, ehemalige Journalistin beim Profil, teilt auf Social Media kräftig gegen alternative Medien aus. Auf Kritik reagiert sie jedoch mit Doppelmoral und Haarspalterei. Ein treffendes Beispiel für das Verhalten vieler Journalisten aus den sogenannten Mainstream-Medien.

Kommentar von Tino Taffanek

Letze Woche erschien beim Wochenblick ein Kommentar von Philipp Fehrerberger. Er beschäftigte sich mit den Äußerungen von Ingrid Brodnig, einer ehemaligen Profil-Journalistin. Brodnig argumentierte sinngemäß, dass im Journalismus nicht alle Meinungen vorkommen sollten. Ihrer Sicht nach könne dies dazu führen, dass Menschenrechte in Frage gestellt werden. Diese einseitige Ausrichtung wurde von Fehrerberger zurecht kritisiert.

Brodnig gegen Wochenblick

Soweit so richtig, aber noch nicht sonderlich spannend. Interessant wurde es, als Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) den Wochenblick-Artikel auf Facebook teilte. Das erfolgte zwar nicht mit dem offiziellen Profil des Vizekanzlers, sondern mit seinem Privatprofil, welches aber auch knapp 42.000 Follower aufweist. Brodnig reagierte umgehend mit einem Thread auf Twitter. Die Ausführungen von Brodnig strotzen dort nur von Doppelmoral und Hybris.

Bewertung voller Doppelmoral

Vom Wochenblick-Kommentar fühlt sie sich „an den Pranger gestellt“. Sie selbst hingegen „recherchierte“ über den Wochenblick und hat eine „große Geschichte gemacht“. Auch die Tatsache, dass der Artikel vom Wochenblick auf Facebook beworben wurde, stört Brodnig offenbar sehr. Dies ist bei Medien mit einer Facebookpräsenz jedoch gang und gäbe, worauf auch der Online-Chefredakteur des Wochenblickes, Johannes Schüller aufmerksam machte:

Brodnig erwähnte auch die Tatsache, dass der Beitrag bei Personen, die sich für die FPÖ interessieren, beworben wurde. Angesichts dessen, dass die FPÖ die größte dediziert patriotische Partei in Österreich ist, jedoch eine wenig aufschlussreiche Beobachtung. Wie, wenn nicht mit dieser Zielgruppe, sollte man politisch interessierte Patrioten für einen Werbealgorithmus definieren?

Quod licet Iovi…

Und das i‑Tüpfelchen: Der Vizekanzler teilte den Artikel. Insgesamt trieft das Wording der an sich renommierten Journalistin vor Doppelmoral – auch in ihrer Zusammenfassung. Sie selbst schreibt etwa „kritische Berichte“ über den Wochenblick, während derselbe ihre „negative Artikel“ widmet. Er wagt es „sogar“, den Beitrag auf Facebook zu bewerben, woraufhin ihn der Vizekanzler teilt.


Ein Medium ist um seine Reichweite bemüht – welch unglaubliche Freiheit. Auch das profil geizt bekanntlich nicht bei der  Bewerbung einiger seiner Kernbeiträge. Nicht selten geschieht dies sogar mit reißerischen Aufmachern als Schlagzeile. Als Mensch, an dem in Jahren klassischer Bildung auch ein paar Wortfetzen lateinischer Zunge hängenblieben, frage ich mich da wohl nicht alleine: Quod licet Iovi, non licet bovi? 

Brodnig gegen Unzensuriert.at

Während die Fehde von Brodnig gegen den Wochenblick noch nicht einmal wirklich abgekühlt war, holte sie bereits zum nächsten Schlag gegen ein patriotisches Medienprojekt aus. In einem weiteren – mittlerweile gelöschten – Thread auf Twitter versuchte sie Websites und Nutzer auf Social Media davon zu überzeugen, nicht auf die Website von Unzensuriert.at zu verlinken.

Das sei zu vermeiden, weil es das Google-Ranking der Website verbessere und User dorthin führe. Und mit diesen Usern werde dann auch noch mittels Onlinewerbung Geld verdient. Ob es auf der Homepage etwa interessante und relevante Informationen gibt, kümmert Brodnig wenig. Wenn ihr die Gesinnung der Betreiber nicht passt, rät sie einfach dazu, diesen bloß nicht die Möglichkeit einer eigenen Darstellung einzuräumen.

Nach einem Bericht von Unzensuriert führte ein von Brodnig aus diesen Gründen veröffentlichter Screenshot nun bereits zu juristischen Schritten gegen sie. Irgendwas mit einem Zauberlehrling und Geistern…

Fragwürdige Ansichten einer EU-Beraterin

Freilich könnte man auch an obigen Ausführungen zweierlei Kritikpunkte anbringen. Einerseits könnte man in den Verdacht geraten, ebenso zu reagieren und bloß keine eigene Darstellung der Betroffenen zuzulassen. Auch aus diesem Grund habe ich ihren Twitter-Beitrag eingebettet – jeder Leser soll sich sein eigenes Bild machen können. Der zweite Einwand wäre jener, dass es sich bei Brodnigs Ausführungen ja um private Denkanstöße mangelnder Relevanz handle.

Das mag zwar sein – aber man sollte nicht vergessen, dass Brodnig im Jahr 2017 von der damaligen SPÖ/ÖVP-Regierung zum sogenannten „Digital Champion“ ernannt wurde. Diesen Titel trägt sie auf ihrem Twitter-Profil mit einigem Stolz umher – und wird somit auch daran gemessen. In dieser Funktion soll sie die Europäische Kommission beraten und als Botschafter für den „Digitalen Binnenmarkt“ der EU fungieren. Eine durchaus relevante Position, wo Brodnigs einseitige Ansichten Schaden an der Meinungsfreiheit im Internet anrichten könnten.

Bröckelnde Position linker Journalistin

Die gute Nachricht ist aber, dass hier eine bröckelnde Position vertreten wird. Denn sonst könnte Brodnig nicht nur austeilen, sondern auch einstecken. Dann müsste sie sich in ihrer Kritik am Wochenblick nicht auf Doppelmoral und Wortklaubereien mit derselben faktischen Bedeutung verlassen. Abgesehen davon haben viele linke Journalisten wie Brodnig in ihrem Handwerk ohnehin meist wenig Substanz zu bieten.

Auch deshalb sieht sie vermutlich ihre sprichwörtlichen Felle davon schwimmen. Aber anstatt sich zu überlegen, wie man diese zurückerlangen kann, ohne dabei aussehen zu müssen wie ein begossener Pudel, baut sie lieber einen Damm in den Argumentationsfluss Anderer. Denn welch’ Schimpf und Schand’ wäre es, schwömmen die Felle weiter flussabwärts an den Badegästen in der großen Stadt vorbei.

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Gesellschaft

Erster Fall bestätigt: Coronavirus erreicht Wien

Stefan Juritz

Veröffentlicht

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Ein älterer Mann wurde positiv auf das Virus getestet und befindet sich nun auf der Isolierstation der Rudolfstiftung.

Wien. – In der österreichischen Bundeshauptstadt gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Das gab laut übereinstimmenden Medienberichten das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstagvormittag bekannt.

Neue Details zu Mittag

Laut ersten Angaben sei ein 72-jähriger Mann positiv auf die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet worden. Demnach soll sich der Mann aktuell auf der Isolierstation der Rudolfstiftung in Wien-Landstraße befinden. Es werde daran gearbeitet, ihn ins Kaiser-Franz-Josef-Spital zu verlegen, berichtete der ORF.

Weitere Informationen sollen zu Mittag in einem Pressegespräch im Wiener Rathaus bekanntgegeben werden.

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Coronavirus: Heereskommandant befiehlt Urlaub in der Heimat

Julian Schernthaner

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Mit einem Befehl sorgt derzeit der Generalleutnant Franz Reißner für Aufsehen: Heimische Soldaten im Auslandseinsatz müssen wegen des Coronavirus ihren Sonderurlaub in Österreich verbringen. 

Wien. – Wie Vorarlberg Online unter Berufung auf ein der APA vorliegendes Papier berichtet, ist die Anordnung eine „präventive Maßnahme zum Schutz der österreichischen Soldaten”. Das Ansteckungsrisiko solle so jedenfalls auf einem „möglichst niedrigen Niveau” gehalten werden.

Direktflüge und Urlaub nur in Österreich

Dem Befehl zufolge ist „die Konsumation des Sonderurlaubes während des Auslandseinsatzes […] bis auf weiteres auf das österreichische Staatsgebiet beschränkt”. Außerdem sollen Soldaten, wenn sie nach Hause reisen „nach Möglichkeit nur Direktflüge” nützen.

Die Anordnung ist wohl auch eine Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus auf immer mehr Länder. Denn Italien als beliebtes Reiseland der Österreicher ist nämlich sogar jenes Land in Europa mit den meisten Infizierten (über 400) und Toten (elf).

Knapp 800 Soldaten im Auslandseinsatz

Insgesamt betrifft die Anordnung keinen besonders großen Personenkreis. Nach Informationen auf der Homepage des Bundesheeres befanden sich im Jänner 774 Soldaten im Auslandseinsatz in 13 verschiedenen Missionen. Die weitaus größten Kontingente befinden sich demnach im Kosovo (342), in Bosnien-Herzegowina (193) und im Libanon (184). Ihre Zuständigkeit ist in der Regel die Sicherung des Friedens in der jeweiligen Region, die Beteiligung an offensiven Einsätzen stünde im Widerspruch zur Neutralität.

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Deutschland: Menschen gegenüber Medien immer misstrauischer

Julian Schernthaner

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Eine Langzeitstudie der Johannes-Guttenberg-Universität in Mainz fand heraus, dass die Deutschen immer unzufriedener mit der Berichterstattung etablierter Medien sind.

Mainz. – Wie die Junge Freiheit berichtet, gaben 28 Prozent der Befragten an, den Medien zu misstrauen. Das ist ein weiterer Anstieg gegenüber der letzten Jahre, 2016 und 2018 waren es noch 22 Prozent, dazwischen 2017 immerhin auch 17 Prozent. Die Tendenz ist auch über einen längeren Zeitraum ansteigend: Noch vor zwölf Jahren waren nur neun Prozent dieser Ansicht.

Polarisierung bei Vertrauen in Medien

Gleichzeitig fanden die Forscher heraus, dass beim Vertrauen in die Medien eine Zuspitzung in beide Richtungen stattfindet. Denn die Gruppe derjenigen, welche eine Zwischenposition einnehmen, schrumpfte gegenüber allen sechs früheren Umfragen. Die Studienautoren schließen, dass sich „immer Menschen angesichts einer sich immer weiter polarisierenden Debattenkultur” veranlasst sähen, eigene Positionen zu beziehen.

Wirklich gebrochen ist die Deutungsmacht vieler Mainstream-Medien dennoch nicht. Denn mehr als zwei Drittel gaben an, den Informationen aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu vertrauen. Weitaus weniger Menschen glauben demgegenüber, was sie in Boulevardzeitungen lesen. Immerhin fast jeder fünfte Bürger (18 Prozent)  wirft den etablierten Medien vor, die Bevölkerung „systematisch zu belügen. 58 Prozent weisen diesen Vorwurf aber zurück.

Zweifel an Berichterstattung über AfD und Islam

Interessant sind hier aber vor allem die Detailergebnisse – und zwar darüber, welche Art von Berichterstattung in Zweifel steht. Denn etwa ein Drittel der Menschen vertraut der Berichterstattung über die AfD nicht. In ähnlicher Höhe (30 Prozent) glauben die Menschen, dass die Leitmedien zum Thema Islam nicht ganz die Wahrheit sagen.

Die Studienautoren sprechen davon, dass es einen durchaus relevanten Kern an Kritikern gebe, der „etabliert Medien pauschal verurteilt”, dieser wachse weiter an. Der Großteil der mit dem medialen Status quo unzufriedenen personen sehe sich politisch vor allem im patriotischen Spektrum.

Es sind diese Feststellungen, welche die wichtige Rolle unabhängiger, kritischer, patriotischer Medien belegen. Es ist unser Anspruch, jene Lücken zu schließen, welche die herkömmliche Berichterstattung offen lässt. Nur wenn mündige Bürger alle Informationen und Standpunkte einholen können, ist eine Zukunft möglich, in der Patrioten wieder mediales Vertrauen schöpfen können. Wer uns bei dieser wichtigen Arbeit unter die Arme greifen will, kann »hier Unterstützer werden«

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