Deutschland Politik

Wagenknecht startet neue linke Sammlungsbewegung „Aufstehen”

Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 [CC BY-SA 4.0 or CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Für ihre neue linke Sammlungsbewegung „Aufstehen” hat Sahra Wagenknecht (Die Linke) bereits erste Unterstützer aus Politik, Wissenschaft und Kultur gefunden. Offiziell losgehen soll es am 4. September.

Am heutigen Samstag startet Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ihre neue linke Sammlungsbewegung namens „Aufstehen”. Mittlerweile ist auch eine eigene Homepage www.aufstehen.de online. „Unser Ziel sind natürlich andere politische Mehrheiten und eine neue Regierung mit sozialer Agenda”, sagte Wagenknecht dem Nachrichtenmagazin Spiegel: „Ein Schlüssel dafür ist die SPD.” Wenn der Druck „groß genug” ist, würden die Parteien ihre Listen „für unsere Ideen und Mitstreiter öffnen”, zeigte sich die Linken-Politikerin zuversichtlich.

Das Bedürfnis nach tiefgreifender Veränderung ist riesig”

Dem Bericht zufolge unterstützen schon mehrere Personen aus dem Kultur- und Wissenschaftsbereich wie der Theatermacher Bernd Stegemann und der Politikwissenschaftler Wolfgang Streeck sowie erste aktive Politiker die Sammlungsbewegung. Beispielsweise sprachen sich bereits der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow, die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen und die Grünen-Politikerin Antja Vollmer für die neue linke Bewegung aus.

Die Idee ist gut. Der Zeitpunkt ist richtig gewählt. Das Bedürfnis nach tief greifender Veränderung ist riesig”,

schrieben die drei in einem Gastbeitrag im Spiegel.

Linken-Führung lehnt Sammlungsbewegung ab

Innerhalb der Linkspartei ist Wagenknecht samt ihrer Sammlungsbewegung nichtsdestotrotz weiter umstreiten. So lehnt etwa die Parteispitze um Katja Kipping und Bernd Riexinger die Sammlungsbewegung ab. Sie befürchten dadurch eine Schwächung der Linkspartei.

Nach anfänglich deutlicher Skepsis äußerte sich nun aber Dietmar Bartsch, Co-Fraktionschef der Linken, weitaus positiver: „Es gibt einen Kulturkampf von rechts. Wir sollten jede Idee ernst nehmen, die sich dem entgegenstellt.” Vielleicht gebe es eine Chance, so die politische Linke insgesamt zu stärken und wieder zu anderen parlamentarischen Mehrheiten zu finden, sagte Bartsch dem Spiegel.


Weiterlesen:

Die Linke: Sahra Wagenknecht will Zuwanderung begrenzen

Wagenknecht wirft Merkel „Beihilfe zum türkischen Angriffskrieg” vor

Scheinheilig”: Wagenknecht attackiert Kritiker der Essener Tafel

1 Kommentar

Hier Klicken, um zu kommentieren

  • Für über 50 Jahre eingewebte Langschläfer gibt es kein freiwilliges „Morgenstund hat Gold im Munde”.
    Wir können ihnen bestenfalls noch ein „Herr verleih ihnen die ewige Ruhe” nachsenden.

    Wenn das so einfach wäre, wäre die ganze Welt in nullkommanix in Liebe und Güte.
    Das unterlegte Eingangs Bild zum Clip paßt dazu treffend und sagt mehr als tausend Worte.
    Der Rest, zwei Generationen politischer Klugsch.…… brauchen eine neue Erfahrung.

    Es gibt einen Kulturkampf von rechts.” – Lächerlich, herbeigeredet.
    Es gab ihn und gibt ihn seit 73 Jahrhen nicht.
    Nein, den gibt es nicht von der flächendeckenden Seite des Volkes aus.
    Nicht von den rechtschaffenden, sich jeden Tag mit tausenden Sorgen herumplagenden Leuten.

    Außer V Leute treten auf den Plan und infiltrieren national orientierte Parteien.
    Dieses bedeutgslos, mikrig gebliebene Häuflein nützlicher „Menschen” wird dann für ein
    in den Raum gestelltes „Neonazi” mißbraucht, das die Begründungen für allerlei Vorwände und Aktionen, die aus dem erhabenen Establishment delegiert werden, liefern.

    Was aber im Raume, bzw. vor jedermanns Haustüre steht, ist ein ULTRA RECHTS mit dem Islam,
    und dem breiten Grüne, Linke und die sich selbst betitelnden „Volksparteien” den roten Teppich aus.
    Grüne Möhren, Rote Beete, Regebogenfreude werden sich noch wundern wer ihnen bereits morgen das Wasser rationiert.
    So geht das, wenn Leute am Ruder sind, die einen Hau weg haben, oder die sich kaufen lassen.

Newsletter

Jetzt in den Newsletter eintragen und wöchentlich die Top-Nachrichten erhalten!
Newsletter

Neues von Anbruch

Merseburg/privat

Ursprungserkundungen

Eine Reise zu dem Ursprung unserer Geschichte und Kultur: Merseburg, Memleben, Naumburg, Kyffhäuser und Questenberg – mit der Hoffnung, dass die Raben einmal nicht mehr fliegen müssen.

… weiterlesen