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Kultur

Patriotische Erziehung”: Ungarn vermittelt Leitkultur an Kindergartenkinder

Julian Schernthaner

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Ungarn setzt künftig offenbar bereits im Kindergarten darauf, den Kindern ein Gefühl für sein Brauchtum und seine Leitkultur zu vermitteln. 

In Österreichs Nachbarland setzt die konservative Regierung nun offenbar voll auf die traditionellen ungarischen Werte. Wie ORF.at unter Berufung auf die oppositionelle Tageszeitung Nepszava berichtet, gab es am 25. Juli einen Erlass, in der vorschulischen Pädagogik eine „patriotische Erziehung” zu vermitteln. Es handelt sich dabei um einen weiteren Schritt in den Bildungsreformen unter Viktor Orbán,

Traditionelle ungarische Reime und Lieder

Im Zentrum der neuen Lerninhalte soll dabei die altersgerechte Aufarbeitung von Sprüchen und Reimen der ungarischen Volksfabeln sowie traditionelles ungarisches Liedgut stehen. Diese sollen demnach die Grundlage für das „nationale Identitätsbewusstein”, christliche kulturelle Wert sowie Heimatliebe und „Bindung an Vaterland und Familie” bilden.

Eine leitende Sprecherin der Ungarischen Pädagogischen Gesellschaft wies allerdings darauf hin, dass die Volksmärchen und Sagen bereits seit Längerem einen Teil der Kindergartenpädagogik bilden würden. Außerdem wunderte sie sich über die mangelnde Einbindung von Berufsvertretern in den Prozess, welcher zu diesem Gesetzeserlass führte.

In Schulen bereits im Lehrplan

Auch bei der offiziellen Verankerung im Lehrplan handelt es sich in Ungarn um kein wirkliches Neuland. Bereits seit Jahren sind entsprechende Lerninhalte in Volksschulen und Gymnasien verpflichtet. Auch die von Ministerpräsident Orbán maßgeblich betriebene Verfassungsnovelle von 2012 erklärt Christentum und Nation bereits in der Präambel zu Leitwerten der ungarischen Nation. Pläne, auch die Grundlagen der Landesverteidigung in den Schullehrplänen zu verankern, sorgten im vergangenen Jahr für einigen Unmut bei westlichen Beobachtern.

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1 Kommentar

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    6. August 2018 at 19:01

    Orban hat die Ungarn mental wieder auf Augenhöhe anderer Staaten gestellt, während anderer Staaten Bürger mit der besseren Ausgangsposition geduckmausert mit langen Stielaugen von unten nach oben empor schielen und nach der persönlichen Freiheit Luft schnappen.
    Sein Erziehungsprogramm: zurück in die Realität.
    Mutig. Wählen gehen hat den Ungarn doch was gebracht.

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Kultur

Kalifat”: Die neue Netflix-Serie über den IS-Terror in Europa

Stefan Juritz

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am

Die neue schwedische Serie „Kalifat”, die seit März auf Netflix läuft, handelt vom „Islamischen Staat” und wie sich sein Terror bis nach Europa zieht. „Eine Mutter steht vor einem großen Dilemma. Mit ihr werden eine Studentin und eine ehrgeizige Polizistin in einen bevorstehenden IS-Angriff gegen Schweden verwickelt”, so stellt Netflix die Serie vor.

Rezension von Stefan Juritz

Die erwähnte Mutter heißt Pervin. Sie wohnt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in der syrischen IS-Hauptstadt Raqqa. Früher lebte das Paar in Schweden, dann folgten sie dem Ruf des „Kalifats”. Doch die harte Wirklichkeit ließ Pervin aus dem Dschihadisten-Traum erwachen. Sie will jetzt schnell raus aus Syrien, um sich und ihr Baby in Sicherheit zu bringen. Davon darf ihr Mann Hasum allerdings nichts erfahren – er ist nämlich Teil einer Terror-Einheit des IS und unterstützt mit seinen Glaubensbrüdern die Planung eines Anschlags in Schweden. Über ein geheimes Mobiltelefon hält Pervin Kontakt mit der schwedischen Polizistin Fatima, die ihr einen Deal vorschlägt: Wenn die junge Mutter den schwedischen Behörden Informationen über den geplanten Anschlag und einen rätselhaften „Reisenden” liefert, dann werde man sie und ihr Kind zurück nach Schweden bringen. Die Polizistin verschweigt Pervin allerdings, dass sie ohne Erlaubnis ihrer Vorgesetzten handelt…

Wie sich junge Mädchen radikalisieren

Die Organisation für den geplanten Terroranschlag ist unterdessen bereits in vollem Gange. Der sogenannte „Reisende” entpuppt sich als gebildeter, gepflegter und freundlicher junger Mann namens Ibrahim, der an einer Schule als Aushilfslehrer arbeitet und sogar an Anti-Extremismus-Workshops teilnimmt. Er lebt sozusagen als „Vorzeigemigrant” im multikulturellen Schweden. Im Geheimen stehen ihm bei der Durchführung der Terrorpläne zwei gebürtige Schweden, die zum Islam konvertiert sind, zur Seite. Allerdings erfährt man nicht viel über sie und ihre Beweggründe. Der Fokus der Serie liegt nämlich mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich auf den Frauen. Neben Pervin und Fatima sind das die Schülerinnen Sulle und Kerima. Ibrahim kümmert sich neben den Anschlagsvorbereitungen auch um die beiden Mädchen und setzt bei ihnen einen folgenschweren Radikalisierungsprozess in Gang. Speziell Sulles Eltern sind davon überfordert, denn plötzlich sitzt ihre Tochter mit einem Kopftuch am Küchentisch und wirft ihnen vor, „Kuffar” („Ungläubige”) zu sein. Der Streit eskaliert und treibt Sulle letztlich noch weiter in die Arme des IS.

Spannung garantiert

Die Serie pendelt ständig zwischen Syrien und Schweden hin und her und eröffnet mehrere Erzählstränge, wodurch sich langsam ein durchaus komplexes Bild der Geschichte entwickelt. Jedoch fehlt es gerade bei den Charakteren oftmals an Hintergrundinformationen zu Motiven und Vorgeschichten. Auch das Ende hinterlässt den Eindruck, dass man zu viel Handlung in zu wenig Sendezeit packen musste. Die Spannung geht dadurch aber nicht verloren. Es warten auf die Zuseher acht sehr interessante Folgen zu einem Thema, das Europa in den letzten Jahren in Atem hielt – und wahrscheinlich auch weiter tun wird.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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am

Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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Gesellschaft

Wegen COVID-19: Gruppe Lindemann muss drei Konzerte absagen

Monika Šimić

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Heute gab die Gruppe Lindemann bekannt, dass sie ihre Tour vorzeitig beenden müsse. Grund seien die neuen Regelungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.

Novosibirsk/Moskau. – Ende März wäre die Tournee von Lindemann, dem Projekt rund um Rammstein-Frontmann Till Lindemann und den schwedischen Musiker Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain), in Voronezh (Russland) zu Ende gegangen. Am Nachmittag gab die Band auf ihrer offiziellen Facebook-Seite allerdings bekannt, dass sie die letzten drei Konzerte aufgrund der Corona-Krise absagen müsse.

Konzerte sollen nachgeholt werden

Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus und der gesetzlichen Regelungen diesbezüglich seitens der russischen und tatarischen Behörden müssen die Organisatoren die letzten drei Konzerte der Lindemann-Tour absagen”, heißt es in dem Beitrag auf Facebook. Die Band werde aber versuchen, die Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Due to the COVID-19 outbreak and prohibitions by the Russian and Tatar authorities, organisers have to cancel the last…

Gepostet von Lindemann am Dienstag, 17. März 2020

Erst am Sonntag waren Lindemann noch in der russischen Hauptstadt Moskau aufgetreten. Ursprünglich war das Konzert für Sonntagabend angesetzt gewesen, wurde aufgrund der neuen Bestimmungen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aber auf zwei Konzerte aufgesplittet. Denn am 10. März 2020 trat eine Stadtverordnung in Kraft, die Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen in Moskau bis zum 10. April verbietet. Um dennoch alle Konzertbesucher zufrieden zu stimmen, trat die Band kurzerhand einmal am Nachmittag und einmal am Abend auf. Inwieweit diese Aktion im Anbetracht der derzeitigen Situation sinnvoll war, sei dahingestellt. Die Fans dürfte es jedenfalls gefreut haben.

Tour endet frühzeitig

Die Gruppe, die seit Anfang Februar 2020 auf Promo-Tour ist und heute in Novosibirsk wohl ihr vorerst letztes Konzert spielen wird, bewarb in diesem Rahmen ihr neues Album „F & M” (Frau & Mann), das Ende November 2019 veröffentlicht worden war. Die darauf enthaltenen Titel wie „Steh Auf”, „Blut”, „Allesfresser”, „Platz Eins” gaben Lindemann und Tägtgren gemeinsam mit Sebastian Svalland (Gitarre), Jonathan Olssen (E‑Bass) und Sebastian Tägtgren (Schlagzeug), die das Duo bei ihren Live-Auftritten unterstützen, zum Besten. Anders als beim ersten Album, das ausschließlich englischsprachige Lieder enthält, durften sich Lindemann-Fans beim zweiten Album auf eine rein deutschsprachige Liederliste freuen. In teils ausverkauften Konzerthallen präsentierten sie den Besuchern schließlich einen Mix aus Liedern beider Alben.

Tote Fische und Torten flogen durch die Luft

Dass Provokation nicht nur bei Rammstein, sondern auch bei Lindemann ein bewährtes Mittel ist, um die Gemüter sowohl von Fans als auch von Kritikern zu erregen, bewies die Gruppe teilweise schon vor dem Tourneestart, spätestens aber bei den Konzerten. So flogen etwa beim Lied „Fish On” tote Fische kreuz und quer durch die Luft, wobei einige Konzertbesucher auch Fischinnereien abbekamen. Süßes gab es schon davor. Denn beim Lied „Allesfresser” warf jeder Musiker eine Torte ins Publikum. Manche freuten sich sichtlich über den gratis Nachtisch, andere eher weniger.

Nach der aktuellen Tour will Till Lindemann wieder gemeinsam mit Rammstein auf Tour gehen. Ende Mai soll das erste Konzert der Fortsetzung der  Stadiontour, die die Gruppe durch ganz Europa führt, stattfinden. Ob der Auftakt am 25. Mai in Klagenfurt aber planmäßig über die Bühne gehen kann, ist bisher noch unklar.

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