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Kultur

BÜCHER: Ein Schiff wird kommen (Defend Europe)

Redaktion

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Bild: privat

Im vergangenen Jahr sorgte ein Schiff für großes Aufsehen im Mittelmeer. Die C‑Star war in allen Medien, ganz Europa sprach von der Mission „Defend Europe”. Die Crew wollte das Treiben der sogenannten Flüchtlings-NGOs überwachen. Alexander Schleyer war dritter Offizier an Bord und berichtet im Buch  DEFEND EUROPE – Eine Aktion an der Grenze“ von seinen Erlebnissen.

Rezension von Rainer Tusk

Navigare necesse est. Den Eindruck geben die Medien in schöner Einfalt. Schiffe, die zwischen Europa und Libyen pendeln, um Menschen zu „retten“ und sie über die Grenze zu bringen, nach Europa. Dorthin wollen die Menschen ja auch. Sie nehmen gerne den Schlepperdienst an und begeben sich in Lebensgefahr, um über 20 Kilometer ins Meer zu fahren, nur mit dem Nötigsten versorgt, wissend, dass die Schlauchboote dort geleert werden. Während die einen in den Transit nach Europa gehen, werden die unsicheren Boote teilweise von den Schleppern wieder eingesammelt und der Wiederverwertung zugeführt: mehr Migranten für Europa.

An den Grenzen Europas

Defend Europe“ lautete der Name der Mission der Identitären, die sich als aktionistische politische Bewegung immer dorthin begeben, wo es weh tut, weil die vermeintlich „guten Menschen“ meinen, dass sie da ganz ungestört und unter sich sind. Ein gechartertes Schiff, die C‑Star, eine internationale, professionelle Mannschaft und ein Team von politischen Aktivisten machte sich 2017 auf den Weg dorthin, wo europäische NGOs Migranten für Europa einsammeln. Aufgabe: persönlich überzeugen, was passiert, gleichzeitig natürlich auch ein Statement abgeben: NO WAY.

Medial wurde der identitäre Trip zu den Tatorten der Massenmigration von massiver Hetze begleitet und so doch abgefeiert. Nun ist ein Bericht in einem anderen Tonfall erschienen. Alexander Schleyer, dritter Offizier an Bord und eigentlich Teil der Mannschaft, hat sein Buch über die C‑Star und die Mission „Defend Europe“ veröffentlicht.

Kein Agitprop

Hier spricht der Seemann und er tut es in einem überraschenden Tonfall, der die Mission mitnimmt, aber er macht im Bericht keinen Agitprop daraus. Schleyer, selbst erfahrener Marinesoldat und dann an Bord von Handelsschiffen, berichtet vom Leben am Bord des 40-Meter Schiffes, das sich von Port Suez am 18. Juni 2017 auf den Weg macht. Und es ist ein Weg der Wirrungen. Das ägyptische Militär durchsucht das Schiff, weil von bösen Menschen gestreut worden war, es befänden sich bewaffnete Söldner an Bord.

Von 22. bis 26. Juli befindet sich die Crew auf Zypern im Gefängnis, man hat jetzt bewusst verbreitet, dass sie „illegal einwandern“ wolle. Die auf diese Reise gebuchten Aktivisten können erst am 27. Juli auf hoher See an Bord gehen. Wie eine Odyssee wird die Fahrt durch das Mittelmeer weiter gehen, bevor sie einen Monat später vor Malta endet. Mit Europäern, die „illegal“ in Europa an Land gehen, weil Malta sie nicht will, und einer Mannschaft, die kein Europa versorgen möchte, das sonst willig nimmt.

Das Bordtagebuch eines Seemanns

Der Rest: ein großartig zu lesender Report von Alexander Schleyer, der uns mitnimmt aufs Meer, in die Zone der Gefährdung und auch der Bewährung. Der in der Lektüre viel an maritimem Wissen teilt, stets klug, nie belehrend, berichtet von der Kameraderie der Identitären mit der multinationalen Mannschaft aus Asien, die gar nicht verstehen kann, was da zwischen Nordafrika und Südeuropa abläuft.

Schleyer, der selbst die Folgen dieses Ausflugs über die Grenzen professionell zu spüren bekommt, muss miterleben, wie das Europa des Imports sich weigert, das Schiff zu versorgen, die Menschen an Bord heimreisen zu lassen. Zu ungewünscht war der Besuch der C‑Star an den Tatorten der großen Schlepperei: ein Schiff, das notwendigerweise dorthin gekommen ist, wo ein Brennpunkt der Gegenwart liegt. Diese Seefahrt tat wahrlich Not. Und sie hat deklariert, was die noch schweigende Mehrheit denkt. Nämlich: NEIN.

DEFEND EUROPE – Eine Aktion an der Grenze“ von Alexander Schleyer ist 2018 beim Verlag Antaios erschienen und kann dort um 16 Euro erworben werden: Bestellen.

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Kultur

Kalifat”: Die neue Netflix-Serie über den IS-Terror in Europa

Stefan Juritz

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Die neue schwedische Serie „Kalifat”, die seit März auf Netflix läuft, handelt vom „Islamischen Staat” und wie sich sein Terror bis nach Europa zieht. „Eine Mutter steht vor einem großen Dilemma. Mit ihr werden eine Studentin und eine ehrgeizige Polizistin in einen bevorstehenden IS-Angriff gegen Schweden verwickelt”, so stellt Netflix die Serie vor.

Rezension von Stefan Juritz

Die erwähnte Mutter heißt Pervin. Sie wohnt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in der syrischen IS-Hauptstadt Raqqa. Früher lebte das Paar in Schweden, dann folgten sie dem Ruf des „Kalifats”. Doch die harte Wirklichkeit ließ Pervin aus dem Dschihadisten-Traum erwachen. Sie will jetzt schnell raus aus Syrien, um sich und ihr Baby in Sicherheit zu bringen. Davon darf ihr Mann Hasum allerdings nichts erfahren – er ist nämlich Teil einer Terror-Einheit des IS und unterstützt mit seinen Glaubensbrüdern die Planung eines Anschlags in Schweden. Über ein geheimes Mobiltelefon hält Pervin Kontakt mit der schwedischen Polizistin Fatima, die ihr einen Deal vorschlägt: Wenn die junge Mutter den schwedischen Behörden Informationen über den geplanten Anschlag und einen rätselhaften „Reisenden” liefert, dann werde man sie und ihr Kind zurück nach Schweden bringen. Die Polizistin verschweigt Pervin allerdings, dass sie ohne Erlaubnis ihrer Vorgesetzten handelt…

Wie sich junge Mädchen radikalisieren

Die Organisation für den geplanten Terroranschlag ist unterdessen bereits in vollem Gange. Der sogenannte „Reisende” entpuppt sich als gebildeter, gepflegter und freundlicher junger Mann namens Ibrahim, der an einer Schule als Aushilfslehrer arbeitet und sogar an Anti-Extremismus-Workshops teilnimmt. Er lebt sozusagen als „Vorzeigemigrant” im multikulturellen Schweden. Im Geheimen stehen ihm bei der Durchführung der Terrorpläne zwei gebürtige Schweden, die zum Islam konvertiert sind, zur Seite. Allerdings erfährt man nicht viel über sie und ihre Beweggründe. Der Fokus der Serie liegt nämlich mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich auf den Frauen. Neben Pervin und Fatima sind das die Schülerinnen Sulle und Kerima. Ibrahim kümmert sich neben den Anschlagsvorbereitungen auch um die beiden Mädchen und setzt bei ihnen einen folgenschweren Radikalisierungsprozess in Gang. Speziell Sulles Eltern sind davon überfordert, denn plötzlich sitzt ihre Tochter mit einem Kopftuch am Küchentisch und wirft ihnen vor, „Kuffar” („Ungläubige”) zu sein. Der Streit eskaliert und treibt Sulle letztlich noch weiter in die Arme des IS.

Spannung garantiert

Die Serie pendelt ständig zwischen Syrien und Schweden hin und her und eröffnet mehrere Erzählstränge, wodurch sich langsam ein durchaus komplexes Bild der Geschichte entwickelt. Jedoch fehlt es gerade bei den Charakteren oftmals an Hintergrundinformationen zu Motiven und Vorgeschichten. Auch das Ende hinterlässt den Eindruck, dass man zu viel Handlung in zu wenig Sendezeit packen musste. Die Spannung geht dadurch aber nicht verloren. Es warten auf die Zuseher acht sehr interessante Folgen zu einem Thema, das Europa in den letzten Jahren in Atem hielt – und wahrscheinlich auch weiter tun wird.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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Gesellschaft

Wegen COVID-19: Gruppe Lindemann muss drei Konzerte absagen

Monika Šimić

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Heute gab die Gruppe Lindemann bekannt, dass sie ihre Tour vorzeitig beenden müsse. Grund seien die neuen Regelungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.

Novosibirsk/Moskau. – Ende März wäre die Tournee von Lindemann, dem Projekt rund um Rammstein-Frontmann Till Lindemann und den schwedischen Musiker Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain), in Voronezh (Russland) zu Ende gegangen. Am Nachmittag gab die Band auf ihrer offiziellen Facebook-Seite allerdings bekannt, dass sie die letzten drei Konzerte aufgrund der Corona-Krise absagen müsse.

Konzerte sollen nachgeholt werden

Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus und der gesetzlichen Regelungen diesbezüglich seitens der russischen und tatarischen Behörden müssen die Organisatoren die letzten drei Konzerte der Lindemann-Tour absagen”, heißt es in dem Beitrag auf Facebook. Die Band werde aber versuchen, die Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Due to the COVID-19 outbreak and prohibitions by the Russian and Tatar authorities, organisers have to cancel the last…

Gepostet von Lindemann am Dienstag, 17. März 2020

Erst am Sonntag waren Lindemann noch in der russischen Hauptstadt Moskau aufgetreten. Ursprünglich war das Konzert für Sonntagabend angesetzt gewesen, wurde aufgrund der neuen Bestimmungen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aber auf zwei Konzerte aufgesplittet. Denn am 10. März 2020 trat eine Stadtverordnung in Kraft, die Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen in Moskau bis zum 10. April verbietet. Um dennoch alle Konzertbesucher zufrieden zu stimmen, trat die Band kurzerhand einmal am Nachmittag und einmal am Abend auf. Inwieweit diese Aktion im Anbetracht der derzeitigen Situation sinnvoll war, sei dahingestellt. Die Fans dürfte es jedenfalls gefreut haben.

Tour endet frühzeitig

Die Gruppe, die seit Anfang Februar 2020 auf Promo-Tour ist und heute in Novosibirsk wohl ihr vorerst letztes Konzert spielen wird, bewarb in diesem Rahmen ihr neues Album „F & M” (Frau & Mann), das Ende November 2019 veröffentlicht worden war. Die darauf enthaltenen Titel wie „Steh Auf”, „Blut”, „Allesfresser”, „Platz Eins” gaben Lindemann und Tägtgren gemeinsam mit Sebastian Svalland (Gitarre), Jonathan Olssen (E‑Bass) und Sebastian Tägtgren (Schlagzeug), die das Duo bei ihren Live-Auftritten unterstützen, zum Besten. Anders als beim ersten Album, das ausschließlich englischsprachige Lieder enthält, durften sich Lindemann-Fans beim zweiten Album auf eine rein deutschsprachige Liederliste freuen. In teils ausverkauften Konzerthallen präsentierten sie den Besuchern schließlich einen Mix aus Liedern beider Alben.

Tote Fische und Torten flogen durch die Luft

Dass Provokation nicht nur bei Rammstein, sondern auch bei Lindemann ein bewährtes Mittel ist, um die Gemüter sowohl von Fans als auch von Kritikern zu erregen, bewies die Gruppe teilweise schon vor dem Tourneestart, spätestens aber bei den Konzerten. So flogen etwa beim Lied „Fish On” tote Fische kreuz und quer durch die Luft, wobei einige Konzertbesucher auch Fischinnereien abbekamen. Süßes gab es schon davor. Denn beim Lied „Allesfresser” warf jeder Musiker eine Torte ins Publikum. Manche freuten sich sichtlich über den gratis Nachtisch, andere eher weniger.

Nach der aktuellen Tour will Till Lindemann wieder gemeinsam mit Rammstein auf Tour gehen. Ende Mai soll das erste Konzert der Fortsetzung der  Stadiontour, die die Gruppe durch ganz Europa führt, stattfinden. Ob der Auftakt am 25. Mai in Klagenfurt aber planmäßig über die Bühne gehen kann, ist bisher noch unklar.

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