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Gesellschaft

Die Generation Schneeflöckchen hat auszensiert

Redaktion

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am

Symbolbilder: CC0 / Collage: Die Tagesstimme.

An vielen Universitäten des Westens haben sensible Studenten schon vor einiger Zeit sogenannte „Trigger Warnings“ für den Fall bewirkt, dass in Werken der klassischen Literatur Passagen vorkommen, die an ihren zarten Seelen anstreifen könnten. Nichts ist bezeichnender für die Generation Schneeflöckchen, die keinen schiefen Blick auslässt, um den sterbenden Schwan zu geben und die Gesellschaft in Geiselhaft der politischen Korrektheit zu nehmen. Doch dieses Schmierentheater, das unser gesellschaftliches Klima vergiftet hat, neigt sich dem Ende zu.

Kolumne von Patrick Lenart

Es geht dabei etwa um Gewaltszenen in William Shakespeares Titus Andronicus, sexuelle Inhalte in Ovids Metamorphosen oder politisch unkorrekte Wörter in Mark Twains Die Abenteuer des Huckleberry Finn, die eine ganze Generation zu traumatisieren scheinen. Sie gelten auf einigen Universitäten bereits als gefährlich und haben ernsthaft zu einer Debatte geführt, ob sie überhaupt noch behandelt werden sollen. Immerhin: Die Warnung vor den „verstörenden Inhalten, die Angstzustände auslösen können“, schützt die armen Studenten. Es ist bezeichnend für eine Generation von Schneeflöckchen, einer Generation von dauerempörten Mimosen mit Opferfetisch.

Allumfassende Betroffenheit

Ihr Wahlspruch: Unter keinen Umständen darf irgendwer (gemeint sind natürlich ausschließlich weiße Männer) irgendwo (nicht einmal im hintersten Raucherkammerl!) etwas sagen, durch das sich irgendjemand auf irgendeine Weise angegriffen fühlen könnte. Jede Geste und jeder Kommentar müssen analysiert und im Verdachtsfalle ausgemerzt werden.

Wenn Sie, lieber Leser, ein Mann sind und tagträumend in anmaßender Gemütlichkeit die Beine spreizen, zucken die Schneeflöckchen im Angesicht dieser patriarchalischen Unterdrückung („Manspreading“) furchtsam zusammen. Ein direktes Wort zur Schönheit einer jungen Dame und die sexuelle Anmaßung rührt sie zu Tränen. Ein raues Wort über die importierte Bandenkriminalität in unseren Großstädten und sie fallen in Schockstarre.

Verletzt in Stellvertretung

Natürlich: Es geht meist nicht darum, dass die Schneeflöckchen selbst die Adressaten sind. Das wäre zu trivial – und zu selten. Um der manischen Selbststilisierung dennoch gerecht zu werden, müssen sie sich also qua Stellvertretung verletzt fühlen. Das kann bizarrste Formen annehmen. Fühlen sie sich in Stellvertretung für Schwarze angegriffen, kann es schon einmal passieren, dass sie im Namen von Antirassismus schwarze Trump‐Anhänger aus einem Lokal buhen.

Das Paradebeispiel schlechthin ist ein Vortrag von Prof. Norman Finkelstein mit einer Kritik an der Rezeption des Holocaust, bei der eine junge Dame einen Weinkrampf bekommt, weil die Kritik respektlos gegenüber den Opfern wäre. Weil die Dame die Folgen nur aus Büchern kennt, während Finkelsteins eigene Familie in Auschwitz und Majdanek ausgerottet wurde, liest er ihr nicht nur gehörig die Leviten, sondern die Pointe wird auf eindrucksvolle Weise vollendet.

Opferrolle im kämpferischen Umhang

Längst hat diese mimosenhafte Form der politische Korrektheit ihren Wendepunkt erreicht und wendet sich nun gegen das eigene Ideal, vor plumper Diffamierung zu schützen. Vielleicht ist das auch die Erklärung für einen Widerspruch an anderer Stelle. Während die Schneeflöckchen nämlich unter Tränen ihre ständige Opferrolle zelebrieren, wollen sie gleichzeitig im kämpferischen Umhang die mutige Heldenpose proben.

Doch solche Figuren taugen höchstens in schlechten Marvel‐Verfilmungen zum Schmunzeln, in der Wirklichkeit können normale Menschen aber nicht anders, als die Bilder völlig gestörter „Social Justice Warriors“ irgendwo zwischen belustigend, bemitleidenswert und psychopathisch einzuordnen.

Öffentlich‐wirksame Berufswahl

Doch so einfach kann man sie nicht beiseite wischen. Denn zwei Berufsfelder haben es den Schneeflöckchen besonders angetan: Journalismus und linke Politik, was beim ganzen Missionierungspathos von „Aufklärung“ und Weltverbesserung auch nicht sonderlich verwundert. Jetzt ist es so, dass beide Gruppe seit vielen Jahren an Macht und Geld verlieren.

Wer tief in die Augen ihrer Funktionäre blickt, kann hinter einer Maske der Humanität die Dollarzeichen aufblitzen sehen. Weshalb sie zwar internationale Konzerne bei ihren zur Normalität gewordenen, echten Schweinereien in Ruhe lassen, aber aufheulen wenn sich dort Meinungen und Informationen finden, die ganz und gar nicht ins eigene Schema passen.

Gesellschaftliche Geiselhaft

Nicht zuletzt deshalb spielen Politaktivisten und Journalisten ein Schmierentheater, das seinesgleichen sucht. Wer unangenehme Wahrheiten und konkrete Verantwortliche ausspricht, wird darin zum großen Schuft. Wer Probleme hingegen verschleiert, herunterspielt und bis zur Unkenntlichkeit in ganz viel Watte verpackt, gilt als besonders mutig und menschlich. Ahja, bevor ich es vergesse: die alten, weißen Männer dürfen natürlich stets zum Sündenbock gemacht werden. Sie sind ja auch keine richtigen Menschen und ganz prinzipiell auf der falschen Seite.

Dass die Probleme dadurch nur noch viel größer werden, kümmert die Schneeflöckchen nicht, solange über niemanden (und insbesondere nicht über sie selbst) ein böses Wort verloren wird. Allzu lange waren die westlichen Gesellschaft in Geiselhaft dieser „politischen Korrektheit” und die Schlinge des Sagbaren zog sich immer enger. Kein Wunder, dass heute jedes konkrete Ansprechen von Verantwortlichen so unfassbar brutal wirkt.

Festklammern an Deutungshoheit

Doch nun neigt sich das Theater dem Ende zu. Denn die Wirklichkeit schert sich einen Teufel darum, ob die Tatsachen den Schneeflöckchen bekommen oder nicht. Und weil die Wirklichkeit mit jeder Minute der Verleugnung bitterer wird, schmeckt sie auch dem geschundenen Wähler nicht mehr. An den Wahlurnen wurden den linken Politikern massenhaft die Quittungen ausgeteilt, alternative Medien feiern Leserrekorde.

Eine Folge war die Anordnung zum Zensur‐Rundumschlag und die sozialen Plattformen sprangen brav dressiert übers Stöckchen von Journalisten und Politaktivisten. Nicht nur wir haben uns an die Zensur gewöhnt und sie als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren gelernt, auch die Konzerne finden gar nichts mehr dabei. Es geht ja schließlich um die gute Sache und es muss sich doch JEDER wohlfühlen können, damit alles gut wird. Störer unerwünscht!

Es hat sich auszensiert

Doch nun passierte das Unvorstellbare: Während sich Facebook, Apple und YouTube brav ein neues Leckerli abholten, blieb Twitter einfach stehen und weigerte sich, auf Zuruf einen berühmt‐berüchtigten Nutzer zu sperren. „Wir wissen, dass das für einige schwer zu verstehen ist, aber der Grund ist simpel: Er hat nicht gegen unsere Regeln verstoßen”, äußerte Twitter-Chef Jack Dorsey das Ungeheuerliche.

Es ist wie bei Des Kaisers neue Kleider, als die Kinder ebenfalls das Ungeheuerliche, aber Offenkundige aussprechen. Was ihr macht ist Zensur – und das ist nicht normal. Der hinter wohlklingenden Begriffen wie „Hatespeech“ und „Fakenews“ verschleierte Konsens steht nun nackt da. Die gefühlsduselige Rechtfertigung, „niemand dürfe sich angegriffen fühlen”, will nicht mehr so recht überzeugen. Auch wenn Twitter bei anderen Profilen wie Gavin McInnes munter weiter sperrt, der Vorhang geht zu, der letzte Akt beginnt.


Patrick Lenart ist politischer Aktivist und Blogger. Auf seiner Website www.patrick-lenart.eu berichtet er über Politik, Kultur und Aktivismus.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    11. August 2018 at 15:02

    Jedes dieser Worte spricht auch aus meiner Seele.

    Wie wollen sich denn diese Mimöschen einmal im wahren Leben zurecht finden? Sicher, in den bekannten politischen Parteien wird man solche Leute mit Kusshand aufnehmen, vermutlich geradezu nach ihnen lechzen. Weiterer Nachwuchs für Mehrheiten gängelnde, verdummende Forderungen wird dort noch immer als nützlich und nötig befunden. Den am besten und am überzeugendsten Wirkenden aus ihren Reihen dürfte also schon eine einträgliche politische Karriere sicher sein. Aktuelle Beispiele kennen wir zur Genüge. Keinesfalls muss über Dinge, die dem Volk aufgezwungen werden sollen auch Wissen vorhanden sein. Ach so, ein Volk gibt es ja nach Herrn Habecks Worten (oder schreibt man hier besser „Wörtern”?) gar nicht und Strom sollte so grün aus der Steckdose kommen, dass Kapazitäten im Netz gespeichert werden können. Welch schön gemachte eigene kleine Welt.

    Dass 1904 bei einer vergleichbaren Hitzewelle noch ein paar weniger Autos, Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe unterwegs waren, muss dann auch nicht weiter interssieren. Klimawandel? Klar, den erleben wir, aber weitgehend von der Natur bestimmt. Wen interssiert denn heute noch, dass man uns in den 60er bis 70er Jahren eine kommende kleine Eiszeit zu prognostizieren versuchte?

    Der Schuft ist und bleibt in diesen Kreisen auch nicht der Täter, sondern derjenige, der schlimme Taten publik macht. Für die Täter finden sich allemal genügend Gründe und Entschuldigungen. Kann nicht das Opfer selber verantwortlich gemacht werden für das von ihm Erlittene, dann ist es natürlich die Gesellschaft in Gestalt dieser bösen Rechten Wenigstens werden die Überbringer heutzutage nicht mehr geköpft. Außer verbal natürlich.

  2. Avatar

    DAVID K ELKINS

    11. August 2018 at 17:24

    Such an excellent, insightful piece on today’s world of snowflakes, political correctness, safe spaces, and micro‐aggressions. Let’s hope that the tailors of The Emperor’s New Clothes are finally held to account for their deceptions. Great writing, Patrick Lenart!

  3. Avatar

    focus

    18. August 2018 at 0:16

    Die Wochenzeitung „Die Furche” hat schon im Jänner darüber berichtet. Sogar mit Titelstory.

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Gesellschaft

Deutscher Bischof verurteilt „Kriminalisierung” von Mittelmeer‐NGOs

Monika Šimić

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ASDF Bild: In Hannover befindet sich der Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland / Kl Aas [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Dass „Menschen, die Ertrinkende aus dem Mittelmeer retten, dafür auch noch kriminalisiert werden”, sei „eine Schande” für ganz Europa, so Bedford‐Strohm.

München. Der Münchner Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford‐Strohm, hat die „Kriminalisierung” von privaten Mittelmeer‐NGOs verurteilt. „Menschen ertrinken zu lassen, kann keine migrationspolitische Lösung sein”, so der Bischof zur Bild-Zeitung. Es käme auch „niemand auf die Idee, einen Unfallfahrer, der unangeschnallt an einen Baum gefahren ist, zur allgemeinen Verkehrserziehung verbluten zu lassen.”

Beford‐Strohm fürchtet keinen „Sog‐Effekt”

Bedford‐Strohm bezeichnet die Tatsache, dass „Menschen, die Ertrinkende aus dem Mittelmeer retten, dafür auch noch kriminalisiert werden”, als „eine Schande” für ganz Europa. Er wies die Argumente, es könne dadurch einen „Sog‐Effekt” geben, zurück. Es gebe schon lange kaum noch Retter in den Gewässern vor Libyen und „dennoch haben fast 3.000 Menschen in den letzten 18 Monaten ihr Leben im Mittelmeer verloren”. Bedford‐Strohm lehnte auch eine Rückführung von aufgenommenen Migranten an die nordafrikanische Küste ab. Die Menschen auf den Booten kämen aus Lagern in Libyen, in denen „grausamste Zustände” herrschen. Sie seien „Zwangsprostitution, Folter und Sklavenarbeit ausgesetzt, um sich das Geld für die Überfahrt zu verdienen”, so der Bischof.

Neuer „Verteilmechanismus” notwendig

Verbrecherische Schlepperbanden” würden diese Migranten dann in Boote setzen. „Wenn man diese Menschen wieder der sogenannten libyschen Küstenwache übergibt, beginnt dieses Martyrium von neuem. Das kann keine Lösung sein”, argumentiert Bedford‐Strohm. Stattdessen fordert er eine neue Debatte über legale Flucht‐und Asylwege. „Es kann nicht sein, dass man ein Asylverfahren nur bekommt, wenn man sich zuvor auf dem Weg nach Europa in Lebensgefahr gebracht hat”, so der Bischof. Es sei ein „Verteilmechanismus, der gerettete Menschen in verschiedene Länder Europas in Sicherheit bringt”, notwendig. Er verwies auf die Bereitschaft vieler Städte, diese Migranten aufzunehmen (Die Tagesstimme berichtete).

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Gesellschaft

Neues von rechts: Sachsen, Hausdurchsuchungen und Gedenkzug 2019

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild Arbeitssachen: Pixnio [CC0] / Banner 'Die Tagesstimme' & Komposition: Die Tagesstimme.

Die aktuelle Ausgabe der Sezession widmet sich den widerständigen Sachsen. Bei zwei identitären Aktivisten kam es zu Hausdurchsuchungen. Michael Klonovsky sprach am Wochenende bei der Deutschen Burschenschaft über Meinungsfreiheit. Und im September wird die Plattform Gedenken 1683 wieder an die Schlacht am Kahlenberg und die Befreiung Wiens erinnern.

Nichts wurde es mit dem ersten AfD‐Oberbürgermeister in Deutschland: Im zweiten Wahldurchgang der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz (Sachsen) musste sich der AfD‐Kandidat Sebastian Wippel dem CDU‐Kandidaten Octavian Ursu mit 44,8 zu 55,2 Prozent der Stimmen geschlagen geben. Wippel hatte den ersten Durchgang noch gewonnen. Vor der Stichwahl zogen dann jedoch Grüne und Linkspartei ihre Kandidaten zurück, um den Christdemokraten Ursu indirekt zu unterstützen und somit den ersten Oberbürgermeister aus den Reihen der AfD zu verhindern. Die Welt betitelt einen Beitrag treffend: „Leider keine rundum schöne Geschichte.”

Themenheft „Sachsen”: 90. Ausgabe der Sezession

Erst kürzlich erschien die mittlerweile 90. Ausgabe der führenden rechtsintellektuellen Zeitschrift Sezession. Das Heft widmet sich diesmal dem Thema „Sachsen”. Vertreten sind u.a.: Jörg Seidel, Maximilian Krah, Martin Lichtmesz, Uwe Tellkamp, Sebastian Hennig und Erik Lehnert. Auf dem kanal schnellroda stellen Götz Kubitschek und Benedikt Kaiser die aktuelle Ausgabe vor:

Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz?”

Ebenfalls auf dem kanal schnellroda findet sich seit wenigen Tagen Dr. Roland Hartwigs Vortrag „Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz?”, den der AfD‐Bundestagsabgeordnete am 1. Juni im Rahmen des „Staatspolitischen Kongresses” des konservativen Instituts für Staatspolitik gehalten hat. Die Textfassung des Vortrags gibt es hier.

Hausdurchsuchungen bei identitären Aktivisten

Apropos Verfassungsschutz: Am 13. Juni kam es zu Hausdurchsuchungen bei zwei Aktivisten der Identitären Bewegung Schwaben. Nach Angaben der Identitären seien Notizbücher, Computer, Festplatten und Handys beschlagnahmt worden. Hintergrund ist eine Protestaktion vor der Augsburger Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth im Dezember 2018. Den Identitären zufolge hatten Aktivisten damals „nach Vorfällen von Migrantenkriminalität in Augsburg” symbolisch einen Tatort markiert und Schilder mit dem Slogan „Opfer von Multikulti” aufgestellt. Die Staatsanwaltschaft Augsburg wirft den Aktivisten deshalb Volksverhetzung vor.

Österreichs Identitären‐Chef Martin Sellner sprach nach den Hausdurchsuchungen in einem Livestream auf YouTube mit einer der betroffenen Aktivisten, einer 19‐jährigen Schülerin:

Martin Lichtmesz in Graz

Am vergangenen Mittwoch hielt der Publizist und Übersetzer Martin Lichtmesz am Haus der Grazer akademischen Burschenschaft Arminia vor gut 30 Gästen einen Vortrag zum Thema „Mit Linken leben”.

In seinen Ausführungen ging Lichtmesz auf Bruchlinien und Unterschiede zwischen den sogenannten „Rechten” und „Linken” ein und zeigte Voraussetzungen und Grenzen für Diskussionen zwischen den beiden Lagern auf. Dabei betonte er jedoch, dass niemand nur „rechts” oder „links”, sondern jeder eine Art „mixed economy” sei.

Die Bruchlinien zeigen sich Lichtmesz zufolge beispielsweise zwischen „Realisten” und „Utopisten” sowie in der Haltung zu den „Mainstreammedien” – ob man ihnen blind glaubt oder ihnen misstraut. Schließlich nannte Lichtmesz auch den Bruch zwischen „Globalismus” und seinen Gegenbewegungen wie „Identitarismus”, Nationalismus, Populismus, Separatismus usw. „Rechte und „Linke” würden weiters die Wirklichkeit unterschiedlich wahrnehmen („Ich-seh-etwas-das-du-nicht-siehst”-Spiel) und auch im Bereich der Moral unterschiedliche Wertvorstellungen besitzen.

Das Buch „Mit Linken leben” kann man hier bestellen.

Martin Lichtmesz am Haus der B! Arminia. Foto: privat

DB‐Burschentag in Eisenach

Am vergangenen Wochenende fand darüber hinaus der „Burschentag” der Deutschen Burschenschaft in Eisenach statt. Neben den Sitzungen veranstalteten die Burschenschaften wie jedes Jahr auch einen Kommers. Als Festredner trat in diesem Jahr der Schriftsteller und Journalist Michael Klonovsky ans Rednerpult. Der 56‐Jährige, der auch persönlicher Referent von AfD‐Chef Alexander Gauland ist, gilt als „konservative Edelfeder” und sprach über den Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland. Die Rede hat Klonovsky zum Nachlesen auf seinem Blog veröffentlicht.

Gedenkzug am Kahlenberg

Auch in diesem Jahr wird die Plattform Gedenken 1683 – „ein Zusammenschluss junger patriotischer Aktivisten” – der Schlacht am Kahlenberg und der Befreiung Wiens von den Osmanen gedenken. „Trage mit uns am 7. September die Fackel der Erinnerung weiter und setze ein Zeichen für unsere Geschichte, Tradition und Identität!”, heißt es in einer ersten Ankündigung der Plattform.

Neues Weißmann‐Buch

Bereits am kommenden Freitag, den 21. Juni 2019, wird der konservative Publizist Karlheinz Weißmann sein neues Buch „1919 – Von der Revolution zum Friedensdiktat” in der Berliner Bibliothek des Konservatismus präsentieren. Die Buchvorstellung beginnt um 18 Uhr, anmelden kann man sich unter:  veranstaltungen(at)bdk-berlin.org.

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Gesellschaft

Theaterverband erfand Meuthen‐Zitat

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Meuthen beim Bundesparteitag der AfD im Jahr 2017): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

In einem Interview mit der „dpa“ führte der Bühnenvereinspräsident ein Zitat an, welches angeblich von Jörg Meuthen (AfD) getätigt wurde. Nun stellte sich heraus, dass die Worte so nie benutzt wurden.

Berlin. – Trotz des falschen Zitats wurden die Leser zum Großteil nicht auf den Fehler hingewiesen.

Linksversiffter Kunstkadaver“

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon gegenüber der „dpa“, dass die „Neue Rechte“ lediglich ein „Gesinnungstheater“ wünsche, welches ihren Idealen entspräche. So habe Jörg Meuthen beispielsweise die Worte „linksversiffter Kunstkadaver“ benutzt. Diese Wortwahl gleiche der der Nationalsozialisten und ähnele dem Propagandabegriff der „entarteten Kunst“.

Ein Pressesprecher der Alternative für Deutschland intervenierte damals und erklärte, dass das Zitat so nie getätigt wurde. 

Der Bühnenverein sagte daraufhin aus, Khuon habe sich „geirrt“.

Keine weitreichenden Richtigstellungen

Obwohl der Bühnenverein dem AfD‐Politiker mit dem falschen Zitat und dem daraus resultierenden Vorwurf, Meuthen würde dem Nationalsozialismus nahestehen, erheblich hätte schaden können, fand keine umfassende Richtigstellung statt.

Die Nachrichtenagentur „dpa“ schickte zwar eine neue Fassung inklusive eines Korrekturhinweises an die Abonnenten und Kunden. 

Da allerdings nicht erwähnt wurde, dass ein inkorrektes Zitat gestrichen worden war, wurde zwar von den gängigen Medien die korrigierte Fassung übernommen, jedoch ohne den Hinweis, um welchen Fehler es sich handelte. 

Für den Leser war der Fehler also nicht ersichtlich. 

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