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BKA befreit IS-Frauen im Irak und bringt sie nach Deutschland

In einer geheimen Rückholaktion brachten die deutschen Behörden zwei islamistische Gefährderinnen nach Deutschland zurück. Die irakische Regierung regierte mit einer „scharfen Protestnote“ an das Auswärtige Amt in Berlin.

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Symbolbild (CC0)

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat Ende April zwei verdächtige deutsche IS-Frauen aus einem Gefängnis im Nordirak befreit und anschließend nach Deutschland gebracht – und das obwohl kein deutscher Haftbefehl vorgelegen habe. Das berichtete das Nachrichtenmagazin Focus am Freitag,

Selbstmordattentat angekündigt

Weil die beiden Frauen dem Bericht zufolge als Top-Gefährderinnen gelten, mussten sie nach ihrer Ankunft in Deutschland rund um die Uhr überwacht werden. Erst drei Monate später sei ein Haftbefehl wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ an eine der beiden Frauen ergangen. Zudem soll die 31-Jährige aus Baden-Württemberg in sozialen Netzwerken ein Selbstmordattentat angekündigt und Bilder von gekreuzigten Menschen veröffentlicht haben.

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Kein Visum für BKA-Beamte

Die geheime Rückholaktion sorgte nach Angaben des Focus für Ärger mit der irakischen Zentralregierung. Dem Bericht zufolge seien die irakischen Behörden darüber nicht informiert worden. Als Reaktion auf die Vorkommnisse verweigere der Irak seither BKA-Beamten die Einreise. Die irakischen Behörden sollen in einer „scharfen Protestnote“ an das Auswärtige Amt in Berlin darauf hingewiesen haben, dass gegen eine der beiden Frauen strafrechtliche Ermittlungen laufen würden. Weiters kritisierte die irakische Regierung, dass die BKA-Beamten falsche Angaben in ihren Visa-Anträgen gemacht hätten, um ihren eigentlichen Plan zu verheimlichen.

„Die ganze BKA-Aktion war dumm und dreist“, soll ein hoher Beamter des Auswärtigen Amts dem Focus gesagt haben. „Und dann haben sie sich auch noch erwischen lassen…“

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