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Gesellschaft

Instagram sperrt patriotisches Modelabel „Phalanx Europa”

Redaktion

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am

Symbolbild (CC0)

Patriotische Profile werden auf diversen Social‐Media‐Plattformen immer häufiger gesperrt oder gelöscht. Gestern traf es das Modelabel Phalanx Europa.

Die Social‐Media‐Plattform Instagram hat am Montag das Profil des patriotischen Modelabels Phalanx Europa gesperrt. „Ihr Konto wurde aufgrund eines Verstoßes gegen unsere Nutzungsbedingungen deaktiviert”, bekamen die Konto‐Betreiber als Benachrichtigung von Instagram mitgeteilt.

Instagram sperrt Identitären‐Profile

Bereits einige Wochen zuvor wurde Phalanx Europa von Facebook gelöscht. Nach Angaben von Phalanx Europa habe man daraufhin das Instagram-Profil deaktiviert und alle Beiträge mit Bezug zur Identitären Bewegung entfernt, um einer Sperre auf einer weiteren Social‐Media‐Plattform zu entgehen. Seit geraumer Zeit löscht Instagram nämlich Beiträge und Profile, auf denen das Symbol der Identitären – das Lambda – zu sehen ist. Die Vorkehrungsmaßnahmen haben dem Modelabel allerdings offensichtlich nichts genutzt: Instagram sperrte das Profil mit über 3.500 Followern trotzdem.

Phalanx Europa wird betrieben von den beiden Leitern der Identitären Bewegung Österreich, Martin Sellner und Patrick Lenart, und versteht sich selbst als „Anlaufstelle für die patriotische Gegenkultur. Von Aktivisten für Aktivisten.” Auf der Homepage können Patrioten unter anderem T‐Shirts, Pullover, Aufkleber, Poster und Bücher bestellen.

Sperren und Löschungen im Wochentakt

Die Sperre des patriotischen Modelabels reiht sich in eine mittlerweile fast wöchentliche Sperr‐/Löschwelle in den sozialen Medien ein. Vergangene Woche wurde beispielsweise der Radiomoderator Alex Jones und die von ihm betriebene alternative Nachrichtenseite Infowars von mehreren Plattformen (Facebook, YouTube, Spotify) gelöscht. Kurz darauf traf es auf Twitter den konservativ‐libertären Moderator und Komiker Gavin McInnes und die von ihm gründete Männergruppe Proud Boys.


Weiterlesen:

Weitere Social‐Media‐Sperren: Diesmal traf es Gavin McInnes und die „Proud Boys”

Facebook, Apple und YouTube verbannen Alex Jones und „Infowars”

Wegen Hassrede: Facebook löschte Unterstützungsaufruf für „Erklärung 2018”

Facebook und Instagram löschen dutzende patriotische Seiten

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    17. August 2018 at 13:40

    Es gibt immer einen zweiten Weg.
    Not macht erfinderisch.
    Mit jeder solcher Aktionen, bekommen Bürger unter die Nase gerieben, wolhin die politische Weltagenda unterwegs ist.
    Nur, hinterher hilft kein Weinen mehr.
    Es gilt dann auch keine Ausrede mehr: hab ich mir nicht vorstellen können, nein.
    Die Antwort wird lauten: du hast es nicht anders gewollt und nicht besser verdient.

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Gesellschaft

Theaterverband erfand Meuthen‐Zitat

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Meuthen beim Bundesparteitag der AfD im Jahr 2017): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

In einem Interview mit der „dpa“ führte der Bühnenvereinspräsident ein Zitat an, welches angeblich von Jörg Meuthen (AfD) getätigt wurde. Nun stellte sich heraus, dass die Worte so nie benutzt wurden.

Berlin. – Trotz des falschen Zitats wurden die Leser zum Großteil nicht auf den Fehler hingewiesen.

Linksversiffter Kunstkadaver“

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon gegenüber der „dpa“, dass die „Neue Rechte“ lediglich ein „Gesinnungstheater“ wünsche, welches ihren Idealen entspräche. So habe Jörg Meuthen beispielsweise die Worte „linksversiffter Kunstkadaver“ benutzt. Diese Wortwahl gleiche der der Nationalsozialisten und ähnele dem Propagandabegriff der „entarteten Kunst“.

Ein Pressesprecher der Alternative für Deutschland intervenierte damals und erklärte, dass das Zitat so nie getätigt wurde. 

Der Bühnenverein sagte daraufhin aus, Khuon habe sich „geirrt“.

Keine weitreichenden Richtigstellungen

Obwohl der Bühnenverein dem AfD‐Politiker mit dem falschen Zitat und dem daraus resultierenden Vorwurf, Meuthen würde dem Nationalsozialismus nahestehen, erheblich hätte schaden können, fand keine umfassende Richtigstellung statt.

Die Nachrichtenagentur „dpa“ schickte zwar eine neue Fassung inklusive eines Korrekturhinweises an die Abonnenten und Kunden. 

Da allerdings nicht erwähnt wurde, dass ein inkorrektes Zitat gestrichen worden war, wurde zwar von den gängigen Medien die korrigierte Fassung übernommen, jedoch ohne den Hinweis, um welchen Fehler es sich handelte. 

Für den Leser war der Fehler also nicht ersichtlich. 

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Gesellschaft

Joachim Gauck fordert „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Ex-Bundespräsident Joachim Gauck):Tohma (Diskussion) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Ex‐Bundespräsident Joachim Gauck warnte in einem Interview mit dem „Spiegel“ vor dem Erstarken des Nationalismus. Trotzdem plädierte er für eine „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“.

Berlin. – Gauck sprach sich außerdem gegen den laut ihm vorherrschenden „Antipluralismus“ aus.

Wir verlieren uns selbst“

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, sagte Gauck bereits in der Vergangenheit mehrmals, dass der Umgang mit der AfD nicht optimal gewesen sei. Es habe eine mediale Tendenz gegeben, „zu früh Stoppschilder zu setzen“. 

Zwar lehne er selbst die Positionen der Alternative vehement ab, trotzdem sei es ein Fehler, permanent „das Höllentor von Auschwitz“ ins Spiel zu bringen. 

In einem Interview kritisierte er nun erneut den Umgang mit dem rechts‐konservativen Lager. Wörtlich sagte er: „Wir verlieren uns selbst, wenn wir so tun, als wäre es zu gefährlich, in großer Offenheit zu debattieren, weil das Volk sofort wieder umkippen könnte und eine Diktatur wählen würde“.

Regierung hat Themen nicht ausreichend versorgt“

Man müsse einräumen, dass die Regierung durchaus Versäumnisse bei bestimmten Themen zu verzeichnen habe. 

Gauck plädierte dafür, nicht jeden, der konservativ ist, „für eine Gefahr für die Demokratie zu halten und aus dem demokratischen Spiel am liebsten hinauszudrängen“. Generell solle es mehr Toleranz gegenüber dem rechten Lager geben.

Wie die „Zeit“ berichtet, erklärte Gauck jedoch im gleichen Interview, dass man ebenfalls lernen müsse, „mutiger intolerant zu sein“. Gegenüber Personen, welche das Gesetz missachten, dürfe keine falsche Toleranz gezeigt werden – egal, „ob sich diese politisch links oder rechts verorten oder dem islamischen Fundamentalismus angehören“.

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Gesellschaft

Abdullah‐Zentrum: Vertreter wirft Österreich „Heuchelei” vor

Monika Šimić

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ASDF Bild: Das umstrittene König-Abdullah-Zentrum am Wiener Schottenring / Thomas Ledl [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Rabbiner David Rosen kritisiert, dass sich ÖVP und SPÖ, die das Zentrum vor sieben Jahren in Wien ansiedelten, nun dagegenstellen.

Wien. Erst vor wenigen Tagen stimmten im Angesicht der Menschenrechtslage in Saudi‐Arabien alle Parteien außer der ÖVP für einen Entschließungsantrag, das maßgeblich vom arabischen Staat finanzierte und umstrittene Internationale König Abdullah bin Abdulahziz Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID) in Wien sperren zu lassen (Die Tagesstimme berichtete). Nun wirft der britische Rabbiner David Rosen Österreich „unglaubliche Heuchelei” vor.

Kontroversen rund um das Zentrum

Das KAICIID‐Direktoriumsmitglied kritisiert, dass sich ÖVP und SPÖ, die das Zentrum vor sieben Jahren in Wien ansiedelten, nun dagegenstellen. Doch das KAICIID sorgt seit Jahren für innenpolitische Kontroversen. FPÖ‐Chef Norbert Hofer verwies darauf, dass die Freiheitlichen dem saudischen Zentrum stets „mit großer Skepsis” begegnet seien.

Das im Herbst 2012 von Saudi‐Arabien, Österreich und Spanien eröffnete Zentrum wird größtenteils von Riad mit rund 15 Millonen Euro pro Jahr finanziert.

Zentrum hat zur „Öffnung der Gesellschaft” beigetragen

Seit Jahren steht die Menschenrechtslage in Saudi‐Arabien in der Kritik – und diente bereits in der Vergangenheit als Katapult für Diskussionen über das König‐Abdullah‐Zentrum. Vorwürfe, wonach das KAICIID sich nicht zu Menschenrechtsverletzungen in Saudi‐Arabien äußere und von saudischem Geld abhängig sei, wies der britische Rabbiner zurück. Man habe von den Gründungsstaaten nicht den Auftrag bekommen, sich zu politischen Fragen zu äußern, verteidigte sich Rosen. Das KAICIID habe seiner Ansicht nach zur Öffnung der Gesellschaft in Saudi‐Arabien beigetragen.

Österreich keinen „Gefallen” tun

Mittlerweile zweifelt Rosen die Entscheidung, die internationale Organisation in Wien anzusiedeln, an. Er sprach sich für eine Umsiedelung etwa nach Spanien oder Saudi‐Arabien aus: „Wenn Österreich den Wert des Zentrums nicht erkennt, sollten wir dem Land nicht auch noch den Gefallen tun, zu bleiben”, so Rosen. Diese Entscheidung obliegt jedoch den Gründungsstaaten.

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