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Gablitz

Grüner Gemeinderat wettert gegen vermeintliches ‚Burkiniverbot‘

Aufgrund eines Erlasses zur Kleiderordnung für das örtliche Schwimmbad gehen im niederösterreichischen Gablitz (Bezirk St. Pölten-Land) die Wogen hoch. 

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<p>Ganzkörperbadeanzüge bei muslimischen Frauen &#8211; sogenannte &#8218;Burkinis&#8216; &#8211; sorgen in westlichen Ländern immer wieder für gesellschaftliche Diskussionen. Symbolbild: Michael Coghlan (Adelaide/Australia) via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Islamic_Swimming_(5320154186).jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC BY-SA 2.0</a>]</p>

Ganzkörperbadeanzüge bei muslimischen Frauen – sogenannte ‚Burkinis‘ – sorgen in westlichen Ländern immer wieder für gesellschaftliche Diskussionen. Symbolbild: Michael Coghlan (Adelaide/Australia) via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0]

In der Marktgemeinde im Wienerwald (knapp 5.000 Einwohner) gilt seit zwei Wochen ein Badeverbot für Ganzkörper-Badeanzüge. Freibad und Gemeinde begründen die Verordnung mit „hygienischen Gründen“, der Grünen-Gemeinderat Florian Ladenstein hingegen erkennt dahinter islamophobe Motive. Er fordert deshalb die „sofortige Aufhebung“ des vermeintlichen ‚Burkiniverbots‘ und eine „‚Rückkehr zur einer sachlichen Diskussion“.

Grüne: Burkiniverbot sorgt für „Ausgrenzung“

So lägen Ladenstein dem Kurier zufolge Informationen des Badepersonals vor, wonach das Verbot aus einem bestimmten Anlass in Kraft trat. Eine Frau hätte vor einiger Zeit die Schwimmbecken in einem Burkini nutzen wollen. Man würde nun also wegen einer einzigen Person „Pseudoprobleme“ herbei „fantasieren“, und schaffe damit vielmehr „echte Probleme.“ Im Vorfeld habe es weder im Gemeinderat noch in Ausschüssen eine Diskussion über diese Thematik gegeben.

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Besonders aus Integrationssicht findet Ladenstein den Vorstoß problematisch. Anstatt diese zu förderen, befördere der Bürgermeister damit „weitere Ausgrenzung“. Man vermittle damit muslimischen Frauen, dass sie nicht dazugehören würden. Burkinis hätten, so der Grünen-Gemeinderat, mehreren Gutachten zufolge nämlich gar keine schlechtere Hygienebilanz als andere Bademoden.

VP-Cech: Verbot hat „nichts mit Islam zu tun“

Das angesprochene Gemeindeoberhaupt Michael Cech (ÖVP) entgegnete, dass es sich bei der Verordnung um gar kein „Burkini-Verbot“ handle. Tatsächlich habe diese Regelung gar nichts mit dem Islam zu tun, sondern mit angemessener Badebekleidung. Neben Burkinis untersage die Vorschrift auch lange Hosen und Badekleider. Er sprach von diversen Beschwerden aus der Bevölkerung.

Beispielhaft nannte er eine nicht-muslimische Frau, welche sich mit Hose und Oberteil im Becken befunden habe. Gerade bei der derzeitigen Hitze sei vielmehr ein „Rundum-Hygiene-Paket“ wichtig. Als Bürgermeister trage er die alleinige Sorge dafür, dass diese gewährleistet bleibt.

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