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Terrorgefahr

„Deutschland muss Maßnahmen beim Bevölkerungsschutz treffen“

Deutschland ist auf Terroranschläge mit Giftstoffen oder Kriegswaffen unzureichend vorbereitet. So lautet die Einschätzung von Christoph Unger, Präsident des deutschen Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK).

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<p>Symbolbild Anti-Terror-Einheit (CC0)</p>

Symbolbild Anti-Terror-Einheit (CC0)

„Hinsichtlich der aktuellen Terrorgefahren muss Deutschland etwa dringend Maßnahmen im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz treffen“, forderte Unger im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Neue Herausforderungen für Einsatzkräfte

Zum Beispiel auf den Einsatz von Kriegswaffen bei Terroranschlägen sei man „nur unzureichend“ vorbereitet. „Ich erinnere an dieser Stelle an den Anschlag von Paris Ende 2015, bei dem die Attentäter mit Kalaschnikows geschossen haben. So eine Kriegswaffe verursacht ganz andere Verletzungen als eine Pistole“, so Unger. Rettungskräfte müssten darauf durch zusätzliche Ausrüstung und entsprechende Ausbildung vorbereitet werden.

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Auch der Einsatz von biologischen und chemischen Kampfstoffen träfe viele Einsatzkräfte unvorbereitet, betont der BKK-Präsident. „Bei Feuerwehren, aber auch in Krankenhäusern und Rettungsdiensten fehlt es hier an Expertise.“ Die Gefahr sei real. Das habe der Rizin-Fund in Köln gezeigt.

Rizin-Fund in Köln

Im Juni hatte die Polizei in Köln einen Tunesier verhaftet, der laut Bundesstaatsanwaltschaft einen Terroranschlag mit einem mit Rizin angereicherten Sprengsatz in Deutschland verüben wollte. Bei der Verhaftung des Terrorverdächtigen wurden 3.159 Rizinussamen sowie 84,3 Milligramm Rizin sichergestellt.


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