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Gesellschaft

Kolumne: Wie Medien gezielt Stimmung gegen Patrioten machen

Julian Schernthaner

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am

Fand sich unlängst im Zentrum negativer Berichterstattung: Identitäre Bewegung Deutschland. Symbolbild (IBD-Banneraktion 2016): Metropolico.org via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Reichweitenstarke sogenannte ‚Qualitätsmedien’ machten mit tendenziöser Berichterstattung Stimmung gegen eine patriotische Gruppierung. Im nebulösen ‚Kampf gegen rechts’ heiligt der Zweck offenbar die Mittel – auch wenn man dabei journalistische Standards vernachlässigt. 

Kommentar von Julian Schernthaner

Am Freitag flatterte die Schlagzeile ins Haus, dass Identitäre in Deutschland für „über 100 Straftaten” verantwortlich seien. Als unbedarfter Nutzer digitaler Medien hinterlässt dies unumwunden den Eindruck, es handle sich um eine gemeingefährliche Gruppe. Immerhin erwartet man sich in Zeiten, wo brutale Messermorde etwa für die Tagesschau nur regionale Relevanz haben, irgendwelche Schwerverbrechen, die fürwahr nicht mehr als Kavaliersdelikt gelten können.

Heiße Luft – wenig dahinter

Sobald man die verdächtig ähnlichen Artikel diverser sogenannter Leitmedien öffnet, folgt allerdings die große Ernüchterung. Die parlamentarische Anfrage der Linksfraktion enthüllt nämlich keine Organmafia, keinen Waffenhandel, keine Zuhälterei oder Geldwäsche im großen Stil. Sogar tätliche Übergriffe – ohne diese näher zu spezifizieren – sind offenbar ausgewiesene Einzelfälle. Die Mehrheit der groß beworbenen Straftaten sind nicht verspeiste Kinder sondern ‚Propagandadelikte’ und Verwaltungsübertretungen.

Heißt konkret, irgendjemand hat sich an einem Aufkleber der Gruppe an einer Laterne gestoßen und deshalb Strafanzeige erstattet. In weiteren Fällen wurden offenbar Wände besprüht oder spontane Aktionen oder Kundgebungen nicht angemeldet. Also beinahe durch die Bank solche Delikte, wie sie auch bei linken Gruppierungen  zum Tagesgeschäft gehören. Übrigens: Dort gilt bekanntlich noch nicht einmal ein Sprengstofffund bei Akteuren eines preisgekrönten Bündnisses als Indiz für ein politisches Motiv. Ist ja auch ein „aufgebauschtes Problem”.

Erinnerung an IB‐Prozess in Österreich

Spruchbänder, Aktionismus und Aufkleber als Indiz einer kolportierten hohen kriminellen Energie – kein Einzelfall im deutschen Sprachraum. Erst vergangenes Monat ging in Österreich eine Staatsanwaltschaft erstinstanzlich mit einem solchen Narrativ ordentlich baden. Weder eine Inkriminierung von Straßenkreide noch die Verwendung im öffentlichen Diskurs nicht unüblicher politischer Parolen reichten als Grundlage für eine kriminelle Vereinigung. Eine bundesweite ‚Pickerljagd’ begründete ebenso keine erhebliche Sachbeschädigung.

Nach zehn Prozesstagen stand in Graz letztendlich fest: Der Richter lässt sich auf dieses Spiel nicht ein. Unmissverständlich stellte er klar, dass auch einzelne (kleinere) Straftaten keine kriminelle Vereinigung begründen, sofern der Kernbereich einer Gruppierung eine legale Absicht hat – Die Tagesstimme berichtete. Mit diesem Urteil schuf er gewissermaßen Rechtssicherheit auch für andere Protestgruppen wie Greenpeace. Zwar legte der Staatsanwalt volle Berufung ein – aber bereits im Vorfeld kritisierten Rechtsexperten die Anklage intensiv.

Menschen lesen oft nur Überschriften

Freilich: Wer sich umfassend informieren will, liest den Artikel und entlarvt solche Schlagzeilen schnell als heiße Luft. Für eine schnelle Stimmungsmache reicht es aber. Denn wie praktisch ist es wohl, dass viele Menschen heutzutage aufgrund der Schnelllebigkeit unserer Zeit nur mehr Überschriften lesen. Und: wer hier die Aufmerksamkeit will, bedient sich entweder an Clickbaiting‐Headlines, um Aufrufe zu erheischen – oder verpackt die Kernaussage in Überschrift, Anriss oder Beitext.

Als Redakteur eines Onlinemediums habe ich jedes menschenmögliche Verständnis für die Notwendigkeit, sich mittels lebendiger Schlagzeilen seine Reichweite zu schaffen. Auch wir überlegen uns öfters, welcher Fokus bei unserer Leserschaft am ehesten Interesse und Reaktionen hervorruft – das ist völlig legitim. Allerdings sollte die Schlagzeile zumindest einen Teil des Inhalts widerspiegeln. Und da sollte man von etablierten Vollmedien erwarten können, selbst bei offensichtlichen Feindbildern seines Blattes zumindest einen Funken an Scheinneutralität zu wahren.

Journalistische Standards? Fehlanzeige!

Dass gleich mehrere sogenannten ‚Qualitätsmedien’ von Spiegel bis zur FAZ und zum Kurier hier etablierte journalistische Standards versäumen, spricht für sich. Nicht ein Beitrag dieser reichweitenstarken Medien erwähnt, ob es irgendeinen Versuch gab, eine Stellungnahme der betroffenen „Nazi‐Hipster” (O‐Ton Spiegel) einzuholen. Dabei gilt zumindest für den Kurier ein entsprechender Ehrenkodex des österreichischen Presserats (Punkt 2.3), welcher genau dazu verpflichtet. Immerhin: Dessen Artikel löst die Überspitzung bereits im Anriss auf.

Die meisten der Übrigen müssen sich zumindest an dem Gebot zur Unschuldsvermutung (Punkt 11 des deutschen Pressekodex) orientieren. Das heißt, sie müssen zwischen Verdacht und erwiesener Schuld eine klare Unterscheidung erkennbar machen. Mit Ausnahme des Ausgangsberichts beim Handelsblatt suggeriert aber jeweils bereits die Überschrift, dass es sich um einen vermeintlich umumstößlichen Fakt handle. Zwar ist auch dessen Artikel durchaus tendenziös – aber mangels Vorverurteilung zweifelsohne von der Pressefreiheit gedeckt.

Zweierlei Maß bei Sorgfaltspflicht

Insgesamt zeigt diese Art der Berichterstattung eine Tendenz, wonach es zum guten Ton gehört, nicht mit Rechten zu reden. Sämtlicher selbst auferlegter Ethos fliegt hochkant über Bord, wenn es darum geht, die vermeintliche Gefährlichkeit patriotischer Aktivisten darzulegen. So achtet man zwar penibel darauf, den von ORF und linker Schickeria hofierten Jack Unterweger lediglich als „mutmaßlichen Serienkiller” zu bezeichnen. Immerhin gilt aufgrund dessen Suizids in der Zelle mangels Rechtskraft weiterhin die Unschuldvermutung.

Diese Sorgfalt ist bei den bösen Identitären, denen ein österreichisches Gericht unverständlicherweise einen ‚Freibrief’ erteilte, aber nicht notwendig. Diese „begehen” einfach eine Vielzahl von „Straftaten” – ein fait accompli obwohl bei genauer Recherche offensichtlich wird, es handelt sich zumindest teilweise um Taten, wo das deutsche Innenministerium lediglich einen Bezug herstellt. Es waren hier vornehmlich die ‚Qualitätsmedien’, welche sich hervortaten. Der viel gescholtene Boulevard beteiligte sich an dem dreckigen Spiel nicht.

Meinungsmache‐Vorwurf ist hausgemacht

Angesichts solcher Berichterstattung, welche sich mehr auf eine existierende Hegemonie beruft als auf journalistische Standards, verwundert es kaum, dass sich immer mehr Menschen von etablierten Medien abwenden. Wer den Eindruck entstehen lässt, Abziehbilder stünden in der Nähe gewaltsamer Umstürze, darf sich den Vorwurf der Meinungsmache gefallen lassen. Und wer es verabsäumt, mittels ordentlicher Recherche Stellungnahmen beider Seiten einzuholen, dem kauft niemand die Neutralität ab.

Entsprechend sind es auch nicht die bösen Krakeeler rechtsgerichteter Parteien und Organisationen, welche solche Vorwürfe zu verantworten haben. Sie haben Begriffe von ‚Fake News’ bis ‚Lügenpresse’ zwar maßgeblich geprägt. Aber keine Wirkung ohne Ursache: Erschaffen haben die zugrundliegende Schieflage die betroffenen Blätter selbst. Die Geister, die sie riefen werden sie nun nicht los.  Auch darauf gründet sich der Erfolg alternativer Medienangebote, diese Lücken zu schließen.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    26. August 2018 at 22:08

    Dass der Kampf der Patrioten gegen die Lügen und Falschuntetstellungen hart ist und härter wird ist eh klar.
    Alles hat aber letztendlich einen Preis.
    Letztendlich übernimmt die Quittung sei es der einen oder anderen Seite der wem auch immer Gewogene.

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Gesellschaft

Halle: Mutmaßlich linksextremer Angriff auf patriotisches Hausprojekt

Julian Schernthaner

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ASDF Bild: Facebook-Seite "Flamberg Halle".

Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ereignete sich der Anschlag auf das Haus in der Adam‐Kuckhoff‐Straße im Zentrum von Halle.

Halle/Saale. – Die Serie an Gewalt gegen patriotische Akteure und deren Einrichtungen in Deutschland reißt nicht ab. Diesmal war das patriotisches Hausprojekt „AK16/Flamberg” im sachsen‐anhaltischen Halle das Ziel mutmaßlich linksextremer Vandalen. Die Einrichtung wurde bereits in der Vergangenheit zur Zielscheibe einschlägiger Krawallbrüder – zahlreiche Farbspritzer auf der Fassade zeugen von der Regelmäßigkeit der Vorfälle.

Halle: Vermummte besprühen Fassade von Hausprojekt

Wie die Aktivisten am heutigen Dienstag auf ihrer Facebook‐Seite bekundeten, seien die Hausbewohner beim Angriff „durch Geschrei auf der Straße” geweckt worden. Kurz darauf hagelte es Farbgeschosse, bengalische Feuer erhellten den Straßenzug. Man hätte anhand eines „hastigen Blicks” etwa fünfzehn „schwarz vermummte Angreifer” feststellen können, welche das Haus außerdem „großflächig besprühten”.

Weil die Angreifer laut Aussage der Aktivisten auf ihre Ansprache „panisch” die Flucht ergriffen, konnte man keinen Tatverdächtigen direkt stellen. Bei der Beschau des Schadens erkannte man einen giftigen Geruch sowie einen glänzenden Schriftzug mit den Worten „No IB” – das Hausprojekt gilt als den Identitären nahestehend. Diesen haben man allerdings „rasch unkenntlich machen” können. Erkennbar sind außerdem linksextreme Gewaltaufrufe wie „Faschos angreifen”.

Gewalt gegen Patrioten eskaliert zusehends

Immer wieder kommt es in deutschen Städten zu Anschlägen auf Akteure der patriotischen Zivilgesellschaft. Alleine in diesem Monat kam es unter anderem in Jena und Passau zu tätlichen Übergriffen auf Burschenschafter. Im Vorjahr beschmierten mutmaßliche Linksextremisten die Fassade des kurz zuvor eröffneten „Infoladen Mühle” in Cottbus – Die Tagesstimme berichtete.

Aber auch vor politischen Würdenträgern machen extremistische Angriffe nicht Halt. Den vorläufigen Höhepunkt regelmäßiger Angriffe auf Mitglieder und Einrichtungen der patriotischen Alternative für Deutschland markierte der diesjährige Jahresbeginn. Damals kam es zu einem Sprengstoffanschlag auf ein AfD‐Büro im sächsischen Döbeln. Wenige Tage später schlugen Unbekannte den Bremer AfD‐Chef Frank Magnitz zusammen.

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Gesellschaft

Legalisiertes Mobbing”: Forscher fordern Völkerball‐Verbot an Schulen

Julian Schernthaner

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ASDF Bei der im englischsprachigen Raum verbreiteten Völkerball-Variante 'Dodgeball' wird mit mehreren Bällen gespielt. Symbolbild: Dodgeball Austria Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugschnitten)

Eine Gruppe kanadischer Forscher forschte zu möglichen traumatischen Erinnerungen von Menschen an Dodgeball, eine Abart von Völkerball.

Vancouver. – Tatsächlich beschäftigten sich die Forscher mit Erhebungen zu Dodgeball, eine Völkerballvariante mit mehreren Bällen, ohne Außenfeld und mit weiteren abweichenden Regeln. Dieses im englischsprachigen Raum als Schulsport verbreitete Spiel soll nach Ansicht der Wissenschaftler „unterdrückend” und „entmenschlichend” sein. Das berichtet der Kurier am Dienstag.

Forscher: Völkerball als „legalisiertes Mobbing”

Das Forscherteam befragte Menschen zu ihren Erinnerungen an das Mannschaftsspiel. Auf der einen Seite steht die traditionelle Ansicht, dass es sich dabei um einen Sport handelt, der Kinder auf „die reale Welt” vorbereite. Dabei stellten sie traumatische Erfahrungen heraus, insbesondere von Menschen, die oft abgeschossen wurden.

So berichtete Joy Butler, eine der Autorinnen der Studie, von einer Schülerin welche sich aus Angst vor dem Ball sofort in eine Ecke des Turnsaals flüchtete – und dorthin verfolgt wurde. Für Butler ist nicht zuletzt deshalb klar: „Völkerball ist gleichzusetzen mit legalisiertem Mobbing”.

Kinder nicht beibringen, andere Menschen zu drangsalieren”

Auch auf der psychologischen Ebene ist Butler der Ansicht, dass es Menschen beibringe, vor seinen Mitschülern auszuweichen anstatt sich mit ihnen zu beschäftigen. Die Professorin für Erziehungswissenschaften an der University of British Columbia plädiert deshalb für ein vollständiges Verbot von Dodgeball an Schulen.

Sie plädiert stattdessen für Alternativen, welche „Kinder nicht beibringen, dass es in Ordnung sei, andere Menschen zu drangsalieren”. Bei Sportunterricht handle es sich um einen Ort, an dem Lehrer ihren Schülern beibringen sollen, ihre Aggressionen unter Kontrolle zu halten – anstatt ihre Wut zu entladen.

Regelwerk hebt Fairplay‐Gedanken hervor

Tatsächlich gehen die verschiedenen Völkerballvarianten ursprünglich – wie andere Sportarten auch – auf die symbolische Nachstellung von Schlachtfeldern zurück. Entsprechend finden sich solche Spiele unabhängig voneinander bei vielen Völkern. Noch „Turnvater” Friedrich Ludwig Jahn strich explizit einen „wehrertüchtigenden Charakter” des Spiels hervor.

Die amerikanische Variante Dodgeball kennt drei Bälle, seine Regeln bewegen sich in der Nähe anderer Abschießspiele wie Jägerball/Merkball und eben Völkerball. Im Gegensatz zur von den Forschern nun unterstellten Aggression des Sports hebt das offizielle Regelwerk übrigens den Fairplay‐Gedanken explizit hervor. In den vergangenen Jahren erfreut sich diese Variante auch in Europa zunehmender Beliebtheit.

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Tagebau Garzweiler: Umstrittene Besetzung polarisiert weiter

Julian Schernthaner

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ASDF Auf der Höhe von Keyenberg drangen Besetzer von "Ende Gelände" auf das Gebiet des Tagebaus Garzweiler. Bild: Hanno Böck via Wikimedia Commons [CC0]

Am Wochenende besetzten wie in vergangenen Jahren großteils linksgerichtete Akteure den Tagebau Garzweiler im rheinischen Kohlerevier.

Erkelenz. - Diesmal konzentrierten sich die Aktionen, welche nach Ansicht der Beteiligten eine Form des „zivilen Ungehorsams” darstellt, auf den Tagebau Garzweiler. Das Braunkohlerevier gehört zu den wichtigsten Abbaugebieten fossiler Brennstoffe in Deutschland . Insbesondere ein Scharmützel der Demonstranten mit der Polizei – aber auch politische Reaktionen – sorgen in sozialen Medien für Verwunderung und teils grobes Unverständnis.

Tausende besetzen Tagebau – langatmige Räumung

Bereits das fünfte Jahr in Folge organisierten sich die Proteste gegen den Braunkohleabbau im Rheinland. Im diesjährigen Aufruf greift man die Forderung auf „nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen gesellschaftlichen Wandel” zu brauchen. Man müsse „den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden. Bereits bei den Protesten im Jahr 2017 hatte der Verfassungsschutz linksextremistische Beeinflussung festgestellt.

Dabei gelangten am Rande einer #FridaysForFuture-Demonstration mit etwa 40.000 Teilnehmern bis zu 6.000 Menschen auf der Höhe von Keyenberg (Stadt Erkelenz) auf das Gelände. Dafür mussten die Aktivisten eine Polizeiabsperrung durchbrechen, der Jungen Freiheit zufolge wurden dabei 15 Exekutivbeamte verletzt. Die Räumung beanspruchte insgesamt 48 Stunden – und die Diskussion sowohl über die Besetzung als auch über deren Beendigung hält an.

Polizei Aachen rät Landwirten zu Anzeige

So kritisierte einerseits Innenminister Herbert Reul (CDU) die Besetzung scharf und lobte die seiner Ansicht nach besonnene Vorgehensweise der Polizei. Die Demonstranten hingegen hätten in einem Aktionskonsens „hehre Ziele” verkündet, sich anschließend aber nicht daran gehalten, dies sei „entlarvend”.

Die Polizei selbst bat auf Twitter, dass Landwirte, deren Ackergründe durch den Sturm beschädigt wurden, Anzeige erstatten mögen. Dies, so die Polizei Aachen, sei notwendig um Schadenersatzansprüche zu wahren. Zuvor hatte bereits EndeGelände eine Bereitschaft zu Entschädigungen in Aussicht gestellt.

Grüne Jugend: „Kohleausstieg bleibt Handarbeit”

Auf der anderen Seite stellten sich mehrere Politiker der Grünen hinter die Besetzer. So verteidigte die Grüne Jugend deren Vorgehen mit den Worten „Kohleausstieg bleibt Handarbeit” – eine mögliche Anspielung auf den linksextremen Slogan „Antifa bleibt Handarbeit”.

Wirbel um Verpflegungssituation

Außerdem kritisierten einige Akteure aus der Reihe der Partei, darunter der Grünen‐Abgeordnete im EU‐Parlament, Erik Marquardt, das Vorgehen der Behörden. Sein Tweet, welcher das vermeintlich mangelhafte Ausmaß der Verpflegungssituation beklagte, erntete viel Gegenwind – woraufhin er seine Wortmeldung präzisieren musste.

Deine Möhren sind nicht wichtiger als unser Klima”

Für Diskussionen sorgten außerdem zwei weitere Tweets von Grünpolitikern. Richarda Lang, Bundessprecherin der Grünen Jugend, outete sich als Antikapitalistin – und solidarisierte sich somit, ähnlich wie zuvor ihre Gesamtorganisation, mit den Besetzern:

Für Kopfschütteln sorgte außerdem eine Äußerung des Sprechers der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus für Klima‐ und Umweltschutz, Georg Kössler. Zuvor hatte der mecklenburgische FDP‐Kreisvorsitzende von Büschow (Gemeinde Jesendorf), Daniel Bohl, aufgrund der Zerstörung von Agrarland den Demonstraten eine Unglaubwürdigkeit unterstellt.

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