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Kultur

Magellan: Das neue Magazin für Entdecker?

Redaktion

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Bild (Zeitschriftencover Magellan 01/2018): Tano Gerke / Die Tagesstimme.

Ohne Internetpräsenz oder großartige Bewerbung im Netz erschien vor kurzem die erste Ausgabe des Magazins „Magellan“. Eher aus Zufall fiel mir daher das farbenfrohe Heft in die Hand.

Rezension von Tano Gerke

Unter dem Leitthema „Die Welt neu entdecken“ will Magellan sich am deutschsprachigen Zeitschriftenmarkt behaupten.  Nach eigenen Angaben richtet sich das Heft an Entdecker und will, dass wir neugierig bleiben. Das bin ich – also los.

Ein großer Entdecker als Namensgeber

Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan (1480–1521) dient als Namenspatron. 500 Jahre ist es her, als Magellan einen Meilenstein der Menschheitsgeschichte erbrachte und in rund 18 Monaten die Welt umsegelte. Seither steht kaum ein zweiter Name so für den europäischen Entdeckergeist und kühne Abenteurer. Auch eine führende Firma für GPS‐ und Navigationsgeräte bezieht sich in ihrem Namen etwa auf den Pioniergeist des Portugiesen.

In Zeiten, in denen jeder Winkel der Welt vermessen und ausgelotet ist, scheint es jedoch unmöglich, überhaupt noch mit etwas Neuem, Unerforschten in Berührung zu kommen. Magellan will Abhilfe leisten.

Unbekanntes vor der eigenen Haustür

Magellan unternimmt den Versuch, durch imposantes Bildmaterial unsere Aufmerksamkeit auf die Vielfältigkeit der Welt zu lenken. Thematisch handelt es sich bei dem Magazin im weitesten Sinn um ein Natur‐ und Reisemagazin. Gerade in der Aufmachung weicht Magellan jedoch vom etablierten Stil ab und will dem Leser Dinge zeigen, die bisher unbekannt und verschlossen geblieben sind.

Das Heft zeigt, dass man für solcherlei Entdeckungen nicht bis in den Regelwald oder in den tiefen Afrikas reisen muss – das ist ein Verdienst. Wir lernen also die Nordsee als einziges Weltmeer ohne Tiefsee kennen, einen englischen Hirten, der zum Bestseller‐Autor wurde und ein ländliches Leben predigt oder tauchen ein in die womöglich größte Lavahöhle der Welt. Erweitert werden die „Schauplätze”, wie das Inhaltsverzeichnis heißt, durch Reportagen über die Jagd nach Elfenbein und ein Interview mit Schiffsbergern, die sich dem Kampf der Elemente ausgesetzt sehen.

Mangelnde Tiefe

Was auf den ersten Einblick durch atmosphärisches und gewaltiges Bildmaterial beeindruckt, offenbart bei genauerem Hinsehen jedoch eine mangelnde Tiefe. Wirklich zum Kern der Dinge schafft es das Magazin also nicht vorzudringen. Auch wenn es das Magazin grundsätzlich schafft, interessante und vielfältige Themen zu präsentieren, so kommt in Anbetracht des großen Platzes der für die Bilder eingeräumt wird, der Inhalt etwas zu kurz. Leider hatte ich mir auch von den weiterführenden Lese‐Tipps mehr erwartet, der Teil fällt leider viel zu dünn aus.

Dennoch: Optisch gefällt das Magazin gut und auch inhaltlich sind interessante Ansätze dabei. Man darf gespannt sein, wie es in Zukunft weiter geht.

Magellan. Die Welt neu entdecken. Titelthema: Expedition Nordsee, 5,90€. 

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    26. August 2018 at 21:52

    Goldrichtig erkannt: mangelnde Tiefe!

    Bereits an der Namensgebung lässt sich dies sofort auslesen.
    Während Magellan für die Spanier als Eroberer und Entdecker hingestellt und gefeiert wird, bedeutete er für die Philippinos den Untergang der eigenen Kultur.
    Durch deren Besetzung, Vermischungspolitik, Überstülpung mit einem doppelbödigen, verwaschenen Katholizismus u. Eine Menge anderer Negativauswirkungen für die Philippinen um die 330 Jahre muss, gemessen an der 2. Seite der Medaille sine einseitige Hinstellung als Hero für die Philippinos, die nachdenken, geradezu als Hohn, Frevel und Vergewaltigungsbonus dem Schänder der eigenen Kultur gegenüber empfunden werden.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    28. August 2018 at 1:36

    Werbung verpflichtet wohl auch euch in eurer Arbeit hie und da die Glacéhandschuhe über zu streifen.
    Magellan, das neue Magazin unter dem Stern eines Eindringlings!

    Entdecker = Eindringling.
    Pioniergeist = Eroberung.
    Landbesetzung = bedingungslose Unterwerfung der Entdeckten.
    kühne Abenteurer = Ausbeutungszüge.
    westliche Wertevorstellung = solcherlei „Heile Welt” .

    Das Universum arbeitet im Gegensatz zum Menschen mit einer anderen Zeitrechnung!!
    Es kann enden, wie es endet, die Wolken dazu, ziehen bereits auf.

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Kultur

Werner Olles zeigt „Grenzgänger des Geistes” im Porträt

Redaktion

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am

von

ASDF Symbolbild. Hintergrund Bibliothek (CC0) / Buch: privat / Collage: Die Tagesstimme

Unter dem Buchtitel „Grenzgänger des Geistes – Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20.Jahrhunderts“ versammelt der Autor Werner Olles in 66 Beiträgen 68 Kurzbiografien.

In der kurzen Einleitung betont der Autor, dass die Auswahl der Schriftsteller bewusst auf subjektiven Gründen beruht und eine große Vielfalt gegeben ist. So reicht die Auswahl vom Nationalbolschewisten Ernst Niekisch über den antibürgerlichen „Kirchenvater“ Léon Bloy oder den Dadaisten Johannes Theodor Baargeld bis zum Pazifisten Erich Kästner.

Nonkonformisten gegen das System

Der Schwerpunkt der Auswahl liegt auf „den linken Leuten von rechts“ und auf Autoren, die zum Katholizismus konvertiert sind. Die große Gemeinsamkeit aller Autoren findet sich jedoch in ihrem Nonkonformismus und Widerstand gegen das jeweils herrschende System.

Die Beiträge sind in den Jahren 1993 bis 2018 entstanden und wurden größtenteils in der Junge Freiheit veröffentlicht. Weiter Publikationsorte waren die sedisvakantistische römisch‐katholische Zeitschrift Einsicht, die Wochenzeitung Zur Zeit und die mittlerweile eingestellten Zeitschriften Criticón und Gegengift. Es handelt sich somit um einen Sammelband bereits zuvor publizierter, wenn auch überarbeiteter Artikel.

Kurze Porträts

Die Porträtbeiträge sind mit durchschnittlich vier Seiten sehr kurz gehalten und bieten in ihrer essayistischen Form nur einen ersten Einblick in Leben und Werk der Schriftsteller. Werner Olles hat bewusst auf einen lexikalischen Charakter verzichtet und erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Es geht ihm in erster Linie „um die Verteidigung von Idealen, Überzeugungen, Ideen, Werten und Träumen.“

Das Buch ist im Mai 2019 im Bublies‐Verlag erschienen und kann hier für 19,80 Euro bestellt werden: „Grenzgänger des Geistes. Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts” (Werner Olles)

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Kultur

Zur Tyrannei der Werte”: Eberhard Straub spricht in Marburg

Stefan Juritz

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ASDF Eberhard Straub bei einem Vortrag. © Simon Kaupert

Eberhard Straub und der Jungeuropa Verlag setzen am Wochenende ihre Lesereise in Marburg fort.

Marburg (Lahn). – Am kommenden Samstagabend veranstaltet der Jungeuropa Verlag einen Vortragsabend mit Eberhard Straub. Der Historiker und langjährige FAZ‐Redakteur wird in der Villa der Marburger Burschenschaft Germania über sein neu aufgelegten Buch „Zur Tyrannei der Werte” sprechen.

Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”

Eberhard Straub wird in Marburg zu einem Thema referieren, das angesichts der Ausfälle von Peter Tauber, Katrin Göring‐Eckardt und der generellen Instrumentalisierung des Mordes an Walter Lübcke aktueller kaum sein könnte: die ‚Tyrannei der Werte’ und die Herrschaft der Moralisten. Das Wörtchen ‚Wert’ hat dabei nicht nur Konjunktur, es ist die inflationär genutzte Waffe der Etablierten zur Erhaltung der eigenen Macht. Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”, heißt es im Veranstaltungshinweis des Jungeuropa Verlags.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in der Lutherstraße 3, 35037 Marburg (Lahn). Anmelden kann man sich mit vollständigem Namen unter [email protected] Der Eintritt ist frei.

Dritte Station der Lesereise

Der Vortrag in Marburg ist die nun dritte Station der Lesereise. Davor sprach Straub bereits in Berlin und Dresden. Doch noch ist die Veranstaltungsreihe nicht vorbei. Wie die Tagesstimme erfuhr, können sich Veranstalter – auch aus Österreich -, die einen Vortrag mit Eberhard Straub organisieren wollen, beim Jungeuropa Verlag melden.

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Kultur

Neue „Herr der Ringe”-Serie soll „Game Of Thrones” übertreffen

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild "Der Herr der Ringe" (CC0)

Die erste Staffel der „Herr der Ringe”-Vorgeschichte wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Amazon Prime will eine eigene Serie produzieren, die es mit dem Fantasy‐Epos „Game Of Thrones” aufnehmen oder diesen gar übertreffen kann. Insgesamt 250 Million Dollar hat der US‐Konzern deshalb für die Rechte an der neuen „Herr der Ringe”-Serie auf den Tisch gelegt. Der größte Konkurrent Netflix hatte das Nachsehen.

Aufstieg und Fall Saurons

Geplant sind laut Medienberichten fünf Staffeln aus der Fantasywelt von J.R.R. Tolkien. Die Dreharbeiten müssen laut Focus-Bericht spätestens Ende November 2019 beginnen, ansonsten verliere Amazon die Rechte an der Serie wieder. Die erste Staffel wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Die Handlung der Serie spielt im Zweiten Zeitalter – also noch vor der „Herr der Ringe”-Trilogie und dem „Hobbit”. Genaue Details zum Inhalt sind aber noch kaum bekannt. Jedoch behandelt das Zweite Zeitalter in Tolkiens Werk den Aufstieg und Fall des Dunklen Herrschers Sauron.

Prime heizt Spekulationen an

Auf dem Twitter‐Profil „The Lord of the Rings on Prime” veröffentlichen die Macher nach und nach neue Details und heizen damit die Spekulationen weiter an. So ist etwa auf der letzten veröffentlichten Landkarte die Insel Númenor, die zwischen Mittelerde und den Unsterblichen Landen lag, neu aufgetaucht – ein Zeichen dafür, dass das Inselreich in der Serie vorkommen wird.

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