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Gesellschaft

#Chemnitz: Patrioten gegen Medien und Extremisten!

Patrick Lenart

Veröffentlicht

am

Nach einem brutalen Mord in Chemnitz protestierten gestern tausende Patrioten friedlich gegen die blutigen Folgen von Merkels Willkommenspolitik und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. Grund dafür sind nicht nur die beispiellose Medienhetze und Linksextreme auf der anderen Absperrungsseite, sondern auch ihre willfährigen Spielgefährten im eigenen Rücken.

Kommentar von Patrick Lenart

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in Chemnitz drei Deutsche schwer verletzt. Einer der Männer wurde mit dutzenden Messerstichen regelrecht „abgeschlachtet“ und erlag noch in der Nacht seinen Verletzungen. Er starb mit nur 35 Jahren. Die Täter sollen ein Syrer und ein Iraker gewesen sein, die sich inzwischen in Untersuchungshaft befinden. Einer davon ist bereits vorbestraft und wurde dennoch nicht abgeschoben.

Protest gegen Willkommenspolitik

Eine Spontandemonstration besorgter Bürger war die Folge, um ein notwendiges Zeichen gegen Merkels Politik und ihre blutigen Folgen zu setzen. Denn #Chemnitz ist kein Einzelfall: In ganz Deutschland stiegen Angriffe mit Messern seit 2015 dramatisch an. Die Demonstranten wollen die vergewaltigten, ermordeten und geschundenen Opfer am Altar von Multikulti und Zuwanderung nicht länger hinnehmen. Ganz anders als die etablierten Politiker und Journalisten, die den brutalen Mord zunächst in Schweigen hüllten.

Doch das Schweigen fand ein jähes Ende, als die patriotische Spontandemonstration weite Kreise zog. Etwa die sozialdemokratische Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zeigte sich plötzlich „entsetzt” – doch genauso absurd wie voraussehbar nur über den patriotischen Protest, während sie kein Wort über den brutalen Mord am jungen Deutschen verlor. Am Montag organisierte dann die Bürgerbewegung Pro Chemnitz eine Trauerkundgebung, an der der circa 6000 Menschen teilnahmen.

Beispiellose Medienhetze

Während der eiskalte Messermord durch Merkels Gäste kaum erwähnt wird, inszenieren Medien und Politik seitdem eine Welle der Empörung, um den Protest in den Schmutz zu ziehen. In Chemnitz hätte am Sonntag eine „Migrantenjagd des rechten Mobs“ stattgefunden – angeblich alles auf Video. Folgt man den Gerüchten, die von allen großen Medien übernommen wurden, stößt man auf linksextreme Antifa-Seiten. Ein Video zeigt dort eine harmlose Auseinandersetzung – doch Jagdszenen und Pogromstimmung finden sich genauso wenig wie Vorgeschichte und Kontext. Möglicherweise verwechselten die Medien hier etwas: Denn tatsächlich gab es eine echte Menschenjagd von 20 Antifas auf vier Demonstrationsteilnehmer, die daraufhin ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Für die Medien mit ihren nicht mehr vorhandenen Qualitätsstandards reicht die offensichtlich unwahre Behauptung von der Migrantenjagd dennoch, um mächtig Stimmung zu machen. Alle schreiben davon, doch keiner kann eine Quelle nennen. Auch der Polizeibericht von der Demonstration am Montag klingt nüchterner als die Medienberichte davon. Dass es Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten, die von der Partei „Die Linke” mobilisiert wurden, gab, steht außer Zweifel. Den größten Zwischenfall gab es, als Personen aus beiden Blöcken Flaschen, Dosen und andere Gegenstände aufeinander warfen. Während sich der Großteil der Demonstrierenden trotz der aufgeheizten Stimmung friedlich verhielt, kam es in der Folge zu Ausschreitungen und achtzehn Verletzten, die seitdem den Protest überschatten.

Medienheuchler

Dass es die Gegendemonstranten explizit auf Gewalt anlegten, daran lässt der Polizeibericht keinen Zweifel. Es heißt darin: „Ebenso begannen sich ca. 200 Teilnehmer der Versammlung ‚Die Linke’ im Stadthallenpark zu vermummen.“ 200 linksextreme Vermummte gegen eine angemeldete Versammlung? Medienempörung Fehlanzeige. Das Wort Linksextremismus konnte ich nirgends lesen. Auch, dass Böller und Glasflaschen von Dächern auf die Patrioten geschmissen wurden, scheint die Medien nicht weiter zu interessieren, wenngleich sie auf diese Weise in Wien fast einen Mord verübten.

Die Medien beten stattdessen das Märchen vom „braunen Sachsen“ rauf und runter und verunglimpfen alle Patrioten als „Nazis“ und „Rechtsextreme“. Dass ein paar Spinner Hitlergrüße zeigten empört sie mehr, als der brutale Mord an einem Deutschen. Auf diese Spinner hatten die Journalisten doch gewartet und es war vorauszusehen, dass diese heute die Titelbilder zieren. Doch es muss deutlich gesagt werden: Patrioten sind sich bewusst, dass sie von ihren Gegnern in den Redaktionsstuben verleumdet werden. Sie sind sich bewusst, dass ihre Gegner auf der anderen Straßenseite jederzeit durchbrechen könnten und sie ihr Leben riskieren. Doch eines scheint noch nicht angekommen zu sein.

Gegner im Rücken

Viel schlimmer als der Gegner vor uns ist der Gegner im eigenen Rücken. Diejenigen, die geduldet werden, obwohl sie wegen Gewalt kommen, hetzen oder NS-Parolen schreien. Die geduldet werden, obwohl sie willfährige Spielgefährten unserer Gegner in den Redaktionsstuben und unserer Gegner auf der anderen Absperrungsseite sind. Für sie ist es ein Spiel oder fürs Ego, für uns aber ist es alles andere als ein Spiel. Wir wissen, dass es bei unserem Protest nicht um Boxen und Spaß geht – es geht um die Zukunft unserer Heimat, unseres Volkes, unserer Kinder. Wer den notwendigen Protest in den Schmutz zieht, vergreift sich an genau dieser Zukunft.

Der Rapper Komplott fasste seine Eindrücke so zusammen: „Leider musste ich aber auch erleben, wie viele unglaublich asoziale Menschen mit mir auf der Straße standen. Wie Menschen die Gewalt suchten nur um der Gewalt willen. Wie es manche wieder nicht hinbekommen haben, ihre verdammten Organisations-Embleme einfach mal nicht rumzuzeigen. Wie in den Redebeiträgen auf stumpfeste Art und Weise Apologetik für Lynchjustiz betrieben wurde. Das alles war beschämend und peinlich. Bei aller Romantik über den gerechten Volkszorn, der sich nun Bahn bricht und auch soll sind wir doch ein zweitausendjähriges Kulturvolk mit Ehre und Anstand. So ein Auftreten ist absolut unwürdig.“

Klare Kante zeigen

Und er setzt fort: „Das ist die logische Folge davon, wenn man jahrelang friedlichen Protest kriminalisiert und unterdrückt. […] Ob daraus aber eine wirkliche Wende erwachsen kann? Eher nicht.“ Das ist der Punkt. Dieser Sumpf an Schreckgespenstern gehört zum Spiel der Etablierten und wird von ihnen bewusst am Leben erhalten, um mit dem Feindbild des „Ewigen Deutschen” vom eigenen Versagen abzulenken. Genau deshalb muss Schluss sein mit der falsch verstandenen Toleranz gegenüber diesem Sumpf und klar Kante gezeigt werden. Wir haben einen riesigen Gegner vor uns, wir können uns keine im eigenen Rücken leisten.


Patrick Lenart ist politischer Aktivist und Blogger. Auf seiner Website www.patrick-lenart.eu berichtet er über Politik, Kultur und Aktivismus.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    28. August 2018 at 23:55

    Vorsicht vor Unterwanderung durch U‑Boote.

    Der frühere Enthüllungsjsjournalist Günter Wallraff hat in einer talk show der ARD angekündigt, er hätte seine Leute schon platziert.

  2. Avatar

    Starhemberg

    29. August 2018 at 17:56

    Die Deutschen und Österreicher lassen sich nach wie vor fastAlles gefallen…lleider!

  3. Avatar

    Thomas S.

    30. August 2018 at 10:06

    Wie wohltuend normal. Es ist unglaublich, wie man solche schweren Vorwürfe erheben kann, wenn es letztlich ein einziges Video gibt, das bestenfalls ansatzweise eine Jagd zeigt. In der heutige Zeit ist es undenkbar, dass Übergriffe und Verfolgungsjagden nicht dokumentiert werden würden. Auch die nicht vorhandenen verletzten Zuwanderer und Anzeigen mit Bezug auf Gewalt gegen Zuwanderer sollten eigentlich jedem vernünftigen Menschen zu Denken geben.

    Man muss den Chefredakteur der „Freien Presse”, Torsten Kleditzsch, hervorheben, der dem Narrativ des Hetzjagden in einem Interview mit dem Deutschland Radio Kultur entgegengetreten ist. Es ist bezeichnend, dass diese extrem wichtige Aussage von Kleditzsch nicht in der schriftlichen Beschreibung/Teaser zum Interview erwähnt ist. Die Aussage ist zum Ende der Audio-Fassung des Intreviews zu hören.

    Unfassbar auch, wie sich die „Zeit” und unter Bezugnahme auf selbige auch der „Spiegel” sich in der Erstberichterstattung auf einen freien Journalisten stützen, der sich als Experte für „Neo-Nacism” bezeichnet und auf seinem Twitter-Account „Asyl ist ein Menschenrecht” als Banner stehen hat. Also eher ein Aktivist als Journalist ist. Das hier keine objektive Aufzeichnung der Ereignisse erfolgt, liegt auf der Hand. Offenbar hat nicht nur die Polizei die Wucht der Proteste unterschätzt, sondern auch die Medien, die eher spät mit wenigen Journalisten vor Ort waren.

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Gesellschaft

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Petition, die ein Ende der Gender-Sprache fordert, wurde innerhalb eines Tages von mehr als 4.200 Personen unterzeichnet (Stand: 16 Uhr, 4. Juli 2020).

Berlin. – Die konservative Wochenzeitung Junge Freiheit hat die Petition „Nein zum Gender-Deutsch bei Medien, Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen!” gestartet. „Die politisch korrekte Ausdrucksweise, bei der ganz bewusst beide Geschlechter angesprochen werden, damit sich niemand diskriminiert fühlt, nimmt seit Jahren immer ausuferndere Formen an”, heißt es im Text zur Petition.

Ideologischer Umerziehungsauftrag”

Als Beispiele werden Anreden wie Profex (gendergerecht für Professor) oder das durch eine kurze Pause mitgesprochene Gender-Sternchen genannt. Unter dem Vorwand der „Geschlechtergerechtigkeit” würden Medien, Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen „lächerliche Sprachgebilde” (Wolf Schneider) des „Gender-Sprechs” durchgesetzt werden, kritisieren die Macht der Petition. Damit sei auch ein „ideologischer Umerziehungsauftrag” verbunden. Mit Verweis auf den Sprachwissenschaftler Prof. Peter Eisenberg wird zudem von einer „Gefahr für die deutsche Sprache” gesprochen.

„Wir fordern von den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender, den Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen, umgehend auf ‚Gender-Sprech’ zu verzichten und zum bewährten Deutsch zurückzukehren!”, lautet das Ziel der Petition. Die Liste mit allen Unterzeichnern soll anschließend an die Intendanten von ARD und ZDF, den Deutschen Städtetag, die Bundesbildungsministerin, den Ratsvorsitzenden der EKD und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz weiterleitet werden.

Die Petition kann man hier unterzeichnen: „Nein zum Gender-Deutsch!”


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Gesellschaft

Analyse: Was wollen die Grauen Wölfe eigentlich?

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Seit Ausschreitungen zwischen rechtsgerichteten Türken und linksgerichteten Kurden-Gruppen und heimischen Antifa-Aktivisten vergangene Woche sind die „Grauen Wölfe” in aller Munde. Dabei wissen viele Menschen weder über deren Hintergründe noch Betätigungsfelder und Relevanz in Österreich Bescheid.

Unter den „Grauen Wölfen” – die sich selbst als „Idealisten” bezeichnen – versteht man mehrere türkisch-nationalistische Ausläufer. Dabei wird auf den Wolf als wichtiges mythologisches Tier der türkischen Ethnien verwiesen. Heute begreifen sich vor allem Anhänger der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und der weitgehend unbedeutenden Großen Einheitspartei (BBP) darunter. Erstere aber verfügt über 50 Sitze im türkischen Parlament und befindet sich im Wahlbündnis mit der AKP von Präsident Erdogan.

Bewegte Geschichte, diverse Feindbilder

Die Ideologie der „Grauen Wölfe” ist diffus und vereint unterschiedliche nationalistische Strömungen. Neben der Einheitsbewegung aller Turkvölker zwischen Balkan und Ostasien, dem sogenannten Turanismus, finden sich vor allem islamistische und offen rechtsradikale Topoi. Die Feindbilder der Anhänger können divers sein und reichen von Kurden und Armeniern bis hin zu Israel, dem Vatikan und den USA. Einige Kritiker werfen ihnen auch eine faschistische Ausrichtung vor.

Historisch galten die „Bozkurtlar” als paramilitärischer MHP-Arm, Scharmützel und Kämpfe gegen Kurdengruppen – insbesondere solche mit sozialistischer und kommunistischer Ausrichtung – waren in den 70ern und 80ern an der Tagesordnung in der Türkei. Nach der Aufhebung eines zeitweiligen Parteiverbots mäßigte die zugehörige Partei ihren Auftritt und trat seriöser für ihre Ziele ein. Heute versteht man darunter vordergründig eine Sammelbezeichnung für ihr ideologisches Spektrum.

Zunehmende Bedeutung in türkischer Diaspora

In der Renaissance türkisch-nationalistischer Sichtweisen unter Angehörigen der türkischen Diaspora gewannen auch die „Grauen Wölfe” an Bedeutung. Sowohl der klare ideologische Vaterlandsbezug als auch die Heroisierung der einstigen Kämpfer – gerade vor dem Hintergrund des auch in den Gastländern aufkeimenden Dauer-Konflikts mit linksgerichteten Kurden-Gruppen – dürfte zur Attraktivierung beitragen. In Österreich gilt die Türkische Föderation als MHP-Sprachrohr.

Das strategische Bündnis mit der einst verfeindeten AKP spricht radikale und erzkonservative Türken aller Altersgruppen an.  Somit sind Sympathien fließend, auch bei Erdogan-Auftritten ist der unter Türkis-Blau in Österreich verbotene Wolfsgruß eine beliebte Geste. Seit geraumer Zeit versuchen „Graue Wölfe”-Sympathisanten sich in Parteien und Zivilgesellschaft zu betätigen – sowohl in Österreich als auch in Deutschland kam und kommt es in der Folge zu unwahrscheinlichen Bündnissen.

Zweckbündnisse zu linken Parteien

Viele vaterländisch denkende Türken unterstützen die AKP oder MHP samt „Grauer Wölfe”. Gleichzeitig bevorzugen sie hierzulande Parteien, die eigenen Wertvorstellungen diametral gegenüber stehen. Da sich linke Politik aber für die Belange der Migranten einsetzt, kommt es zu Zweckbündnissen. Die Parteien stellen Kandidaten aus der Community auf – und gewinnen dafür an Stimmgewicht: das Prinzip der „ethnischen Wahl”. Sehen sich linke Kurden den Grünen oder der KPÖ näher, ist es bei nationalen Türken die SPÖ.

Auf derartige Seilschaften wies bereits der weit links stehende Publizist Thomas Rammerstorfer in mehreren Beiträgen auf seiner Homepage hin. Demnach soll im Linzer „Graue Wölfe”-Hauptquartier sogar das Bild der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hängen. Diese ist zwar selbst für keine Nähe bekannt – der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger geriet aber immer wieder aufgrund mutmaßlicher Verbindungen in die Kritik. Radikale Türken nahmen dort an SPÖ-Veranstaltungen teil – und umgekehrt.

Heimische Politiker wegen angeblicher Nähe in der Kritik

Erst nach einem Eklat über einen Wolfsgruß in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen flog der umstrittene Verein „Avrasya” aus dem Linzer Integrationsbeirat. Dass es sich dabei um keine örtliche Besonderheit handelt, zeigt ein Pressespiegel der vergangenen Jahre. Vor einigen Jahren wurden etwa mutmaßliche Verbindungen des Ex-SPÖ-Ersatz-Bundesrats Hasan Duran in Tirol zu den „Grauen Wölfen” publik. Aber auch Vertreter anderer Parteien stießen immer wieder an den „Grauen Wölfe” an.

Kurz vor der Gemeindewahl 2018 leistete sich die Innsbrucks Alt-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer einen Wahlkampfauftritt bei einem angeblich „Graue Wölfe”-nahen Kulturverein. Sie selbst trat für die ÖVP-Abspaltung „Für Innsbruck” an. Im Feber 2019 wollte Rammerstorfer sogar wissen, dass eine Salzburger FPÖ-Kandidatin auf Facebook mit der „Creme de la Creme der hiesigen grauen Wölfe” befreundet sei. Die Tagesstimme berichtete über den Eklat um türkische Wahlwerbung im Umfeld der Frau.

Einfluss auf die Jugend in Vereinen

Aber nicht nur in der Politik finden sich immer wieder Schlagzeilen rund um den Einfluss der „Grauen Wölfe”. Kurz nachdem das Nachstellen einer Schlachtszene mit jungen Kindern einer Moschee der AKP-nahen ATIB publik wurde, thematisierte das linke Wiener Stadtmagazin Falter das Zeigen des Wolfsgrußes in Wiener Koranschulen und weiteren religiös-kuturellen Vereinen.

Die Tagesstimme recherchierte daraufhin weiter und stieß auf eine Kampfsport-Schule, wo Sympathisanten der „Grauen Wölfe” mit jungen Kindern trainierten. Obwohl das Gym abstritt, dass die Ideologie im Training präsent gewesen sei, waren auf Fotos Kinder zu sehen, die den Wolfsgruß in der Sporthalle zeigen.

Kritiker auf beiden Seiten des Spektrums

Ebenso divers wie jene, denen ein Naheverhältnis zum politischen Wählerpotential im besagten Umfeld nachgesagt wird, sind auch deren Kritiker. Neben Rammerstorfer traten kürzlich auch andere Personen aus dem linken Spektrum als Kritiker auf. Darunter befanden sich sowohl der umstrittene Politologe und mutmaßliche Denkmalschänder Thomas Schmidinger von der Uni Wien sowie die frühere Grünen-Politikerin Berîvan Aslan, die ihrerseits aufseiten der Kurden-Demo auftrat.

Gleichzeitig ärgern sich auch freiheitliche Politiker regelmäßig über die Umtriebe. So kritisierte etwa der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp im Vorjahr das angebliche Auftreten des Wolfsgrußes bei Busfahrern der Wiener Linien. Und nach der Absage eines Konzerts im Dunstkreis der „Grauen Wölfe” monierte der blaue Tiroler Landesparteichef Markus Abwerzger, man dürfe auch künftig „radikalen türkischen Nationalisten in Innsbruck keine Bühne bieten”.

Irgendwo dazwischen stammte wiederum die Kritik von Ex-Grünen- und Ex-ÖVP-Politiker Efgani Dönmez her. Dieser empfahl türkischen Nationalisten bereits vor einigen Jahren ein „One-Way-Ticket” in die Türkei.


Weiterlesen:

Wien: „Graue Wölfe” attackierten erneut Kurden und Antifa (26.06.2020)

Graue Wölfe trainierten Kinder an Wiener Kampfsportschule (25.04.2018)


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Gesellschaft

Versuchter Totschlag: Razzien und Festnahme in der linksextremen Szene

Stefan Juritz

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am

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit dem brutalen Antifa-Überfall auf den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler in Stuttgart.

Stuttgart. – Laut Medienberichten hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Razzien in Baden-Württemberg durchgeführt. Demzufolge durchsuchten mehrere Hundert Polizisten insgesamt neun Objekte in sieben verschiedenen Städten. Wie die Stuttgarter Nachrichten und Tag24 berichten, beschlagnahmten die Ermittler Beweismaterial und nahmen einen 21-jährigen Mann fest. Gegen den Tatverdächtigen bestehe ein Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag.

Brutaler Antifa-Angriff auf Andreas Ziegler

Hintergrund der Polizei-Aktion ist ein brutaler Antifa-Angriff auf einen Daimler-Betriebsrat. Am 16. Mai hatten etwa 50 vermummte Linksextreme den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler und zwei seiner Begleiter mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray attackiert. Laut Augenzeugenberichten soll dem am Boden liegenden Ziegler sogar eine Gaspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt worden sein. Der 54-Jährige war bei dem Antifa-Angriff so schwer verletzt worden, dass er in Lebensgefahr schwebte. Erst einen Monat nach der Attacke konnten die Ärzte ihn aus dem künstlichen Tiefschlaf holen.

FREILICH dokumentiert linke Gewalt

Damit  linksextreme Gewalttaten wie diese künftig auch umfassend dokumentiert werden, hat FREILICH am Mittwoch eine neue Homepage (www.linke-gewalt.info) präsentiert. Auf dieser Seite werden ab sofort linksextreme Fälle aus Österreich und Deutschland gesammelt. Diese sachliche Aufarbeitung ist notwendig, damit ein öffentliches Bewusstsein für das ausufernde Problem Linksextremismus entstehen kann. Denn noch immer wird Linksextremismus von Verantwortungsträgern in Medien und Politik als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet.


Die Plattform Linke Gewalt bietet die Basis für die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung linksextremer Straftaten und schafft ein öffentliches Bewusstsein für den ausufernden Linksextremismus.  Wenn Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, helfen Sie uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende:

 

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