Welt

Fall Skripal: USA setzen neue Sanktionen gegen Russland in Kraft

Wladimir Putin und Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg, 2017 / Kremlin.ru [CC BY 4.0 ], via Wikimedia Commons

Die US‐Sanktionen betreffen Waffen‐ und Technologieexporte sowie die Zahlung von Hilfsgeldern an Russland. Der russische Außenminister Lawrow kündigte bereits Gegenmaßnahmen an.

Washington. Am Montag haben die USA die angekündigten Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. Hintergrund ist die Vergiftung des ehemaligen russischen Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien im März. Die USA machen Russland dafür verantwortlich.

Stopp von Exporten und Hilfsgeldern

Die US‐Sanktionen beziehen sich dabei auf das Gesetz zur Kontrolle chemischer und biologischer Waffen. Unter anderem werden nun Waffen‐ und Technologieexporte sowie die Zahlung von Hilfsgeldern an Russland gestoppt. Wie die Zeit berichtet, ist es das erste Mal, dass Russland auf Grundlage dieses Gesetzes mit Sanktionen belegt wird. Damit steht Russland in einer Reihe mit Syrien und Nordkorea.

Wie es im Bericht weiter heißt, habe Russland nun 90 Tage Zeit, um den Verzicht auf chemische und biologische Waffen zu erklären. Ansonsten drohen weitere US‐Sanktionen.

Russland kündigt Gegenmaßnahmen an

Nach Inkrafttreten der neuen US‐Sanktionen kündigte der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber der slowakischen Zeitung Prawda umgehend Gegenmaßnahmen nach dem „Prinzip der Wechselseitigkeit” an. Dennoch wolle Russland weiterhin eine „normale Beziehung mit gegenseitigem Respekt” zu den USA aufbauen.

Keine Beweise

Im vergangenen März wurden beim Giftanschlag von Salisbury der ehemalige russische Agent Sergej Skripal und dessen Tochter mit dem Kampfstoff Nowitschek vergiftet und überlebten nur knapp. Die USA und Großbritannien warfen Russland vor, für die Tat verantwortlich gewesen zu sein. Beweise konnten bisher allerdings keine erbracht werden. Die russische Regierung wies die Vorwürfe zurück.


Weiterlesen:

USA und EU reagieren mit Ausweisungswelle russischer Diplomaten

 

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