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Sprengstofflager aus Spaß

Kein linksterroristisches Motiv in Thüringen

Fünf Monate nach dem aufsehenerregenden Sprengstoff-Fund im linken Milieu in Thüringen ist klar: Die Behörden konnten kein politisches Motiv feststellen. 

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Symbolbild (CC0)

Saalfeld-Rudolstadt/Gera. Wie Neues Deutschland (ND) am Donnerstag berichtete, stehen die Ermittlungen zum vielbeachteten Sprengstofffund im ostthüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt vor dem Abschluss. Dort fanden die Behörden im März bei Hausdurchsuchungen diverse zur Sprengstoffherstellung taugliche Chemikalien „erheblicher Größenordnung“. Brisant: Einer der Tatverdächtigen fungierte früher als Sprecher eines preisgekrönten örtlichen Bündnisses für Zivilcourage und Menschenrechte – Die Tagesstimme berichtete.

Ramelow nach Fund in Erklärungsnot

Dieser Umstand brachte in weiterer Folge auch die rot-rot-grüne Landesregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) in Erklärungsnot. Die Opposition aus CDU und AfD unterstellten dieser dabei eine beabsichtigte „Verharmlosung des Linksextremismus“. Ramelow entgegnete damals, dass niemand das Interesse habe, irgendetwas „unter den Tisch zu kehren“. Auch die Behörden zogen aufgrund der mutmaßlichen ideologischen Heimat der Tatverdächtigen ursprünglich ein politisches Motiv in Betracht.

LKA-Abschlussbericht: Kein politisches Motiv

Dieser Verdacht habe sich ND zufolge offenbar nicht erhärtet. Der Abschlussbericht des LKA Thüringen bestätige, dass die Ermittlungsbehörde die Möglichkeit eines politischen Hintergrund nicht mehr als wahrscheinlich betrachtet. Man habe keine Hinweise, dass die beiden Männer „die sichergestellten Sprengmitteln und Chemikalien in der Absicht verwenden wollten, Menschen zu verletzen oder erhebliche Sachschäden herbeizuführen.“

Spaß an Sprengstoff und Pyrotechnik

Stattdessen hätten die Ermittler lediglich feststellen können, dass die Beschuldigten einen Spaß am Herstellen und Zünden von Sprengkörpern hätten. Wie das Portal Thüringen24 unter Berufung auf den LKA-Bericht schließt, handelten diese lediglich „zur Befriedigung ihrer subjektiven Affinität zu Sprengmitteln und Pyrotechnik.“ Das tatsächliche Motiv bleibt aber weiter unklar, das Ermittlungsverfahren wird fortgesetzt.

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