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Wegen Zensur: Trump attackiert Social‐Media‐Konzerne

Symbolbild Donald Trump: Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

US‐Präsident Donald Trump wirft Unternehmen wie Google und Facebook Manipulation vor. Er teilte mit, dass seine Regierung dazu bereit sei, „die Redefreiheit aller Amerikaner“ zu schützen. Nun hat das Weißen Hauses eine Petition gestartet, die bereits über 100.000 Unterzeichner aufweist.

In einer seiner jüngsten Reden hat US‐Präsident Donald Trump großen Unternehmen wie Google, Facebook und Twitter, aber auch anderen Social‐Media‐Riesen Manipulation und Zensur vorgeworfen. Man dürfe unliebsame Meinungen nicht zensieren oder Suchergebnisse manipulieren. „Wir werden nicht zulassen, dass große Unternehmen konservative Stimmen zum Schweigen bringen“, so Trump in seiner Rede.

Amerika ist ein freies Land und wir werden immer ein freies Land bleiben.” (Donald Trump)

Zensur in sozialen Netzwerken

Donald Trump erhob auch Vorwürfe gegen Google. Die Suchmaschine soll bei der Suche nach „Trump News“ nur Berichte jener Medien zeigen, die dem Präsidenten gegenüber kritisch eingestellt sind. Er warf auch die Frage auf, ob das möglicherweise sogar „illegal“ sei. Erst kürzlich veröffentlichte er auf Twitter ein Video, in dem zu sehen ist, dass Google seine Rede zur Lage der Nation nicht beworben hätte, die seines Vorgängers hingegen schon. „Ich glaube, dass Google, Facebook und Twitter Konservative sehr unfair behandeln“, erklärte Trump gegenüber einigen Journalisten.

Google reagierte jedoch auf den Vorwurf und hat erklärt, dass es keine Ungleichbehandlung gegeben habe. Im Webarchiv von Google ist zu sehen, dass die Rede des Präsidenten auf Google sehr wohl beworben wurde.

Löschung diverser Seiten

Der US‐Präsident beobachtet die Vorgehensweise großer Social‐Media‐Unternehmen schon seit längerem genauer. Viele bekannte Profile wurden nämlich von sozialen Netzwerken verbannt oder gelöscht, unter anderem jene von Alex Jones und Infowars (Die Tagesstimme berichtete). Vor einigen Monaten hat Die Tagesstimme auch über die Löschungen mehrerer Instagram‐ und Facebook‐Profile berichtet. Denn die Zensur‐ und Löschwelle hatte auch weniger bekannte Seiten getroffen. Darunter waren Profile der Identitären Bewegung, aber auch Seiten von AfD‐Politikern.

Petition gestartet

Eine Petition des Weißen Hauses, die vor drei Tagen gestartet wurde und die den Schutz der Redefreiheit im Internet fordert, weist aktuell 101.379 Unterzeichner auf. Der Petition zufolge ist das Internet der moderne öffentliche Platz, wo man politische Kampagnen führt, Informationen verbreitet und Journalismus betreibt. Dennoch sei aus dem freien und offenen Internet ein „kontrollierter und zensierter Raum geworden“, worauf nur einige wenige Unternehmen ein Monopol hätten.

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