Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Chemnitz: Rapper Fler bekennt sich und fordert Konzert für Ermordete

Redaktion

Veröffentlicht

am

Unter einem mittlerweile gelöschten Post auf Twitter fordert der prominente deutsche Rapper Fler, auch bekannt unter dem Namen Frank White, eine Gegenveranstaltung zu #wirsindmehr. Das Konzert soll im Gedenken der „Ermordeten” organisiert werden.

Kool Savas, ebenfalls einer der prominentesten deutschen Rapper, fragte auf Twitter, warum er nicht zu der Veranstaltung #wirsindmehr eingeladen wurde. Als direkte Antwort schlug Fler vor, ob man nicht eine Veranstaltung für diejenigen machen sollte, die ermordet wurden. Eine beachtliche Stellungnahme in Anbetracht der Tatsache, dass sich Fler in einem linksdominierten Milieu befindet und eine sehr große Reichweite und Fan-Gemeinde hat.

Kool Savas löscht Tweet

Hervorzuheben ist vor allem, dass Fler den Plural verwendet und so auf mehrere Opfer verweist. Hier könnten also neben Daniel H. auch Mia, Susanne usw. gemeint sein. Kool Savas scheint die Sache mittlerweile zu heiß geworden zu sein, er hat den Tweet gelöscht.

 

In den Kommentaren gab es wie erwartet gleich Gegenwind. Fler ließ sich davon jedoch nicht einschüchtern und rechtfertigte die Proteste als Reaktion auf den Vorfall: „Welche Reaktionen auf mehrere Morde wären denn ok für dich?”. Des weiteren stritt der Rapper Vorwürfe ab, es hätte eine Menschenjagd auf der Straße stattgefunden: „Den Horrorfilm hast du hoffentlich live gesehen!?”

Schwarz, Rot, Gold – hart und stolz”

Fler, mit bürgerlichem Name Patrick Losensky, sorgte schon des Öfteren mit Kontroversen Aussagen für mediales Aufsehen. Für einen Rapper ist das zunächst nichts Ungewöhnliches und gehört zum Tagesgeschäft. Fler stellte jedoch öffentlich sein überzeugtes „deutsch sein” zur Schau. Das brachte Fler bereits vor 13 Jahren den Nazi-Vorwurf ein. Besonders in seinem Lied „Neue Deutsche Welle” aus dem Jahr 2005 sorgte er für Aufregung. Unter anderem waren es Liedzeilen wie „Schwarz, Rot, Gold – hart und stolz”.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2018 at 19:28

    Bei Maybritt Illner war letzte Woche eine junge Frau zu Gast, die mit einem Schwarzen verheiratet ist. Aus Leipzig mussten sie – ihrer Aussage nach – wegen oftmalige rAnfeindungen wegziehen nach Osnabrück.

    Zum Rassismus im Land befragt, sagte sie, bei Fahrten durch Mecklenburg Vorpommern sieht sie vom Zug aus auch „Nazis”. Dies zu erkennen meinte sie an mancherorts wehenden Deutschlandfahnen. Widerspruch erfolgte natürlich nicht.

    So weit ist es also schon gekommen, dass jeder, der meint eine Landesfahne auf seinem Grundstück hissen zu müssen, als Nazi bezeichnet werden kann. Ob sie mal in den USA den dortigen Nationalstolz erlebt hat, ausgedrückt durch das Sternenbanner?

    Klar, das ist natürlich ganz was anderes. Wie viele Kriege haben die USA doch gleich begonnen?

  2. Avatar

    Gegen Antifa

    6. September 2018 at 6:33

    Genau so , nicht anders … die Linken sind die neuen Nazis !!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Ich habe geschossen”: Angeklagter gesteht Mord an Walter Lübcke

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Der Hauptangeklagte Stephan E. hat vor Gericht den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) gestanden.

Frankfurt/Main. – „Ich habe geschossen”, ließ der 46-Jährige am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Frankfurt/Main seinen Anwalt erklären. E. zeigte sich reuig und bezeichnete die Tat als „feige und grausam”. Was er und sein mitangeklagter mutmaßlicher Komplize H. getan hätten, werde „immer unentschuldbar bleiben”, sagte der Hauptangeklagte an die Familie Lübcke gerichtet.

Widerruf vom Widerruf

Im Juni 2019 war der CDU-Politiker Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft E. vor, Lübcke aus rechtsextremer Motivation getötet zu haben. Der 46-Jährige hatte den Mord bereits in seiner ersten Vernehmung wenige Tage nach seiner Festnahme gestanden. Damals erklärte er noch, allein gehandelt zu haben, widerrief das Geständnis allerdings kurze Zeit später. In der zweiten Version schilderte er – diesmal im Beisein eines Anwalts – die Tat gänzlich anders: Demnach habe nicht er, sondern sein mutmaßlicher Komplize H. die Waffe gehalten, als sich versehentlich ein Schuss aus der Waffe gelöst habe.


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt die TAGESSTIMME und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

Das, was fehlen wird”: Ein Nachruf auf Addendum

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Rechercheplattform Addendum hinterlässt eine große Lücke in der österreichischen Medienlandschaft.

Kommentar von Stefan Juritz

Die Nachricht verbreitete sich am Dienstag wie ein Lauffeuer: Red-Bull-Chef Didi Mateschitz stellt Addendum ein!  Er und Quo-Vadis-Veritas-Geschäftsführer Michael Fleischhacker seien „nach eingehender, von wechselseitiger Wertschätzung geprägter Diskussion” zum „einvernehmlichen Entschluss gekommen, die Aktivitäten der Stiftung und die Rechercheplattform Addendum einzustellen”, hieß es schließlich in einer kurzen Aussendung.

Wichtige Rechercheplattform

Es ist das überraschende Ende eines ambitionierten Medienprojekts, das letztlich nur drei Jahre lang bestand. Angeblich soll Mateschitz seit 2017 rund sieben Millionen Euro in den Aufbau einer Rechercheplattform für investigativen Journalismus fernab des klassischen „Mainstreams” gesteckt haben. „Das, was fehlt” wollte Addendum zeigen.

Gerade zu Beginn wurde das Projekt sehr kritisch und teilweise auch mit einer großen Portion Neid betrachtet. Doch Addendum lieferte von Anfang an hochwertige Arbeit ab. Bereits die erste Recherche zum Thema „Asyl” hob sich sehr positiv von den etablierten Medien ab. Es folgten zahlreiche weitere Projekte zu den verschiedensten Themen und Addendum konnte sich einen guten Ruf als sachliches und kritisches Medienprojekt erarbeiten. Speziell im Zuge der Corona-Pandemie war Addendum ein sehr wichtiges – und fast das einzige – Gegengewicht zu den vielen regierungsfreundlichen Medien, die lieber Sonderförderungen kassierten, anstatt die Corona-Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus konnte die Rechercheplattform gerade auch im Bereich des Datenjournalismus glänzen.

Zu geringe Reichweite

An der Qualität der Arbeit kann das Einstampfen des Projekts also nicht gelegen haben. „Trotz erheblichen Mitteleinsatzes” und „einer Reihe erfolgreicher und relevanter Rechercheprojekte” sei es „insgesamt nicht gelungen”, die Zielsetzungen der Stiftung in „ausreichendem Maß” zu erfüllen, begründete Red Bull den Schritt. Addendum wurde wohl schlicht zu wenig gelesen; in Anbetracht der finanziellen Mittel blieb die Reichweite zu gering.

Das Einstellen der Rechercheplattform, die sich immer als Ergänzung zum „Mainstream” verstanden hat, ist ein Verlust für die heimische Medienlandschaft. Addendum war nicht „rechts” oder „patriotisch”, wie Linke dem Projekt oft vorwarfen, aber sachlich und unaufgeregt. Es hinterlässt eine große Lücke: „Das, was fehlen wird.”


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt die TAGESSTIMME und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

Rechercheplattform „Addendum” stellt Arbeit ein

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Nach knapp drei Jahren ist Schluss. Die Medienplattform habe ihre Zielsetzung nicht ausreichend erfüllt, heißt es in einer Aussendung.

Salzburg. – Das österreichische Medienprojekt Addendum stellt seine Aktivitäten ein. Das gab die von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz gegründete Quo Vadis Veritas Privatstiftung in einer Aussendung am Dienstag überraschend bekannt. „Nach eingehender, von wechselseitiger Wertschätzung geprägter Diskussion sind Dietrich Mateschitz als Stifter der Quo Vadis Veritas Privatstiftung und Michael Fleischhacker als Geschäftsführer der Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH zu dem einvernehmlichen Entschluss gekommen, die Aktivitäten der Stiftung und die Rechercheplattform Addendum einzustellen”, heißt es in der Aussendung.

Zielsetzung nicht erfüllt

Der Grund: „Trotz erheblichen Mitteleinsatzes” und „einer Reihe erfolgreicher und relevanter Rechercheprojekte” sei es „insgesamt nicht gelungen”, die Zielsetzungen der Stiftung in „ausreichendem Maß” zu erfüllen. Mateschitz wolle sich bei seiner Unterstützung journalistischer Aktivitäten stattdessen stärker auf „lösungsorientierte Projekte jenseits der politischen Alltagsauseinandersetzungen” konzentrieren.

Addendum wurde im Jahr 2017 gegründet. Herausgeber und Chefredakteur ist Michael Fleischhacker, der sich mit Niko Alm die Geschäftsführung teilt.


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt die TAGESSTIMME und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt