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Gesellschaft

Chemnitz: Rapper Fler bekennt sich und fordert Konzert für Ermordete

Redaktion

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Symbolbild / Hintergrund Karl-Marx-Monument Chemnitz: By Aarp65 [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten] / Bild Album-Cover Fler: By Aggro Berlin (Aggro Berlin) [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons / Collage: Die Tagesstimme

Unter einem mittlerweile gelöschten Post auf Twitter fordert der prominente deutsche Rapper Fler, auch bekannt unter dem Namen Frank White, eine Gegenveranstaltung zu #wirsindmehr. Das Konzert soll im Gedenken der „Ermordeten” organisiert werden.

Kool Savas, ebenfalls einer der prominentesten deutschen Rapper, fragte auf Twitter, warum er nicht zu der Veranstaltung #wirsindmehr eingeladen wurde. Als direkte Antwort schlug Fler vor, ob man nicht eine Veranstaltung für diejenigen machen sollte, die ermordet wurden. Eine beachtliche Stellungnahme in Anbetracht der Tatsache, dass sich Fler in einem linksdominierten Milieu befindet und eine sehr große Reichweite und Fan-Gemeinde hat.

Kool Savas löscht Tweet

Hervorzuheben ist vor allem, dass Fler den Plural verwendet und so auf mehrere Opfer verweist. Hier könnten also neben Daniel H. auch Mia, Susanne usw. gemeint sein. Kool Savas scheint die Sache mittlerweile zu heiß geworden zu sein, er hat den Tweet gelöscht.

 

In den Kommentaren gab es wie erwartet gleich Gegenwind. Fler ließ sich davon jedoch nicht einschüchtern und rechtfertigte die Proteste als Reaktion auf den Vorfall: „Welche Reaktionen auf mehrere Morde wären denn ok für dich?”. Des weiteren stritt der Rapper Vorwürfe ab, es hätte eine Menschenjagd auf der Straße stattgefunden: „Den Horrorfilm hast du hoffentlich live gesehen!?”

Schwarz, Rot, Gold – hart und stolz”

Fler, mit bürgerlichem Name Patrick Losensky, sorgte schon des Öfteren mit Kontroversen Aussagen für mediales Aufsehen. Für einen Rapper ist das zunächst nichts Ungewöhnliches und gehört zum Tagesgeschäft. Fler stellte jedoch öffentlich sein überzeugtes „deutsch sein” zur Schau. Das brachte Fler bereits vor 13 Jahren den Nazi-Vorwurf ein. Besonders in seinem Lied „Neue Deutsche Welle” aus dem Jahr 2005 sorgte er für Aufregung. Unter anderem waren es Liedzeilen wie „Schwarz, Rot, Gold – hart und stolz”.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2018 at 19:28

    Bei Maybritt Illner war letzte Woche eine junge Frau zu Gast, die mit einem Schwarzen verheiratet ist. Aus Leipzig mussten sie – ihrer Aussage nach – wegen oftmalige rAnfeindungen wegziehen nach Osnabrück.

    Zum Rassismus im Land befragt, sagte sie, bei Fahrten durch Mecklenburg Vorpommern sieht sie vom Zug aus auch „Nazis”. Dies zu erkennen meinte sie an mancherorts wehenden Deutschlandfahnen. Widerspruch erfolgte natürlich nicht.

    So weit ist es also schon gekommen, dass jeder, der meint eine Landesfahne auf seinem Grundstück hissen zu müssen, als Nazi bezeichnet werden kann. Ob sie mal in den USA den dortigen Nationalstolz erlebt hat, ausgedrückt durch das Sternenbanner?

    Klar, das ist natürlich ganz was anderes. Wie viele Kriege haben die USA doch gleich begonnen?

  2. Avatar

    Gegen Antifa

    6. September 2018 at 6:33

    Genau so , nicht anders … die Linken sind die neuen Nazis !!!

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Gesellschaft

Wort zum Sonntag: Wer glaubt, lebt länger

Gastautor

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ASDF Symbolbild (CC0)

Studien belegen: Je häufiger der Gang in die Kirche, umso länger das Leben. Der regelmäßige Besuch von Gottesdiensten scheint mit zusätzlichen Lebensjahren belohnt zu werden. Er schützt vor kardiovaskulären Erkrankungen als auch vor Krebs.

Kolumne von Raphanus

Forscher fanden heraus, dass regelmäßige Kirchgänger 27 Prozent geringer von kardiovaskulär bedingten und 21 Prozent geringer von krebsverursachten Todesfällen betroffen sind. Gleichzeitig wiesen sie aber bei Menschen, die nichts von Gottesdiensten hielten, eine höhere Sterberate nach (hier zum Bericht der Ärzte Zeitung).

Religiöse Beteiligung und Lebensdauer

Eine andere Studie zum selben Thema kam zum Ergebnis, dass religiöse Menschen um 5,64 Jahre länger als Nichtgläubige lebten. Der Forscher Baldwin Way ist sich sicher: „Die Studie liefert überzeugende Beweise, dass es eine Beziehung zwischen religiöser Beteiligung und der Lebensdauer eines Menschen gibt.“

Wissenschaftler vermuten, dass der starke Zusammenhalt in religiösen Gemeinschaften die psychosoziale Resilienz erhöht und einen günstigen Einfluss auf die Lebensweise ausübt, da stark gesundheitsschädliches Verhalten bei frommen Menschen eher weniger zu erwarten sei.

Theologe sieht Studien kritisch

Der katholische Theologe Manfred Lütz hält aber nichts von Studien, wonach religiöse und betende Menschen länger leben. „Stellen Sie sich vor, bei der Studie wäre herausgekommen, wer betet, lebt kürzer. Würden Sie dann nicht mehr beten?“, so seine Frage, bei der er gleichzeitig vor einem Trend der „Gesundheit als Religion“ warnte.

Ob Beten zum längeren oder zum kürzeren Leben führt, sei völlig egal“, so der Theologe. „Wir sind nicht Christen, weil wir gesund sein wollen, sondern beten, um unsere Beziehung zu Gott erhalten“. Lütz wies weiter darauf hin, dass Jesus bereits mit 33 Jahren am Kreuz gestorben ist. „Das war nicht besonders gesund.“

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Gesellschaft

Nach Urteil im Fall Künast: Juristinnenbund zeigt sich empört

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Renate Künast 2013): Stephan Röhl / Heinrich-Böll-Stiftung via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Der Juristinnenbund fordert einen verbesserten Schutz für Frauen im Internet.

Berlin. – Unlängst entschied das Landgericht Berlin, dass die Politikerin der Grünen, Renate Künast, diverse Beschimpfungen auf Facebook hinnehmen muss. Im Internet empörten sich viele Privatpersonen sowie Politiker über das Urteil, nun schaltet sich auch der Juristinnenbund ein.

Meinungsäußerungen legitim

Vor einigen Tagen entschied das Landgericht in Berlin, dass Renate Künast einige Beschimpfungen unter bestimmten Umständen hinnehmen muss. Sie wurde auf Facebook von einem Kommentator unter anderem als „altes grünes Drecksschwein“ bezeichnet, worauf die Politikerin vor Gericht zog, um an die personenbezogenen Daten des Users zu kommen. Dies berichtete der „Spiegel“.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass der User einen Link zu einem Artikel kommentierte, in welchem die Frage aufgeworfen wurde, ob Künast im Jahr 1986 sexuelle Handlungen mit Minderjährigen bagatellisierte. Von verschiedenen Seiten kam umgehend Kritik am Urteil auf.

Juristinnenbund empört

Der Deutsche Juristinnenbund (DJB) zeigte sich empört über das Gerichtsurteil. Die DJB-Präsidentin Maria Wersig erklärte laut „n‑tv“: „Wir brauchen eine zügige Weiterentwicklung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes“. Es käme zu häufig vor, dass sich Frauen, welche sich öffentlich äußerten, von einer „zum Teil organisierten Meute attackiert“ würden. 

Es dürfe nicht passieren, dass Frauen im Netz dazu gezwungen werden, den öffentlichen Diskurs zu meiden. Künast selbst erklärte, das Urteil, wonach die Kommentare „haarscharf an der Grenze des von der Antragstellerin noch Hinnehmbaren“ seien, anfechten zu wollen.

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Deutschland

Hessische Landesregierung will Meldesystem für „Hass-Kommentare“ etablieren

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Das System solle dabei helfen, „Hetze“ öffentlich zu „ächten“, so der Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier (CDU).

Wiesbaden. – Die hessische Landesregierung hat bekannt gegeben, ein Meldeportal für die Bekämpfung von „Hass-Kommentaren“ einführen zu wollen.

Hass gehört nicht zur Meinungsfreiheit“

Am Donnerstag erklärte Bouffier gemeinsam mit seinem Vertreter von den Grünen, Tarek Al-Wazir, dass „Hass-Kommentare“ nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt seien. Bouffier sagte laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Auch im Netz ist die Würde des Menschen zu bewahren.“

Nun soll ein Portal etabliert werden, auf welchem Nutzer vermeintliche „Hass-Postings“ und Gewaltaufrufe melden können. Das Netzwerk solle die strafrechtliche Verfolgung der Kommentatoren erleichtern. Beide forderten die „Ächtung“ solcher Kommentare. Al-Wazir betonte, dass er die Menschen generell dazu ermutigen wolle, „für ein weltoffenes und vielfältiges Hessen aufzustehen“. Die Meldung von Kommentaren sei dabei ein „klares Stopp-Signal“ gegenüber den Kommentatoren.

Konferenz für Demokratie geplant

Des Weiteren ist laut Angaben der beiden Politiker eine „Konferenz für Demokratie und Respekt, gegen Gewalt und Hetze“ in Planung. Dies berichtet unter anderem die „Junge Freiheit“. Neben der Polizei und verschiedenen Medienvertretern soll auch das hessische „Demokratiezentrum“ bei der Veranstaltung mitwirken. Mitglied des Zentrums ist unter anderem ein Antifa-Verband, die „Antifaschistische Bildungsinitiative“.

Zu den genauen Maßstäben äußerte sich der Ministerpräsident nicht. So ließ er die Frage, ab wann ein „Hass-Kommentar“ ein solcher ist, unbeantwortet. 

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