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Gesellschaft

#wirsindmehr‐Band: „Ich ramm dir die Messerklinge in die Journalistenfresse“

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Symbolbild K.I.Z.-Konzert von ExIP [CC BY-SA 3.0 ], vom Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Mit ihrem Auftritt sorgt die Hip‐Hop‐Gruppe K.I.Z. für Aufregung auf Twitter. Die Textstelle „Ich ramm dir die Messerklinge in die Journalistenfresse“ empfinden einige User angesichts der tödlichen Messerattacke in Chemnitz als „pietätlos” und „makaber”.

CHEMNITZ. Gestern fand unter dem Motto „#wirsindmehr” ein „Konzert gegen rechts” in der Chemnitzer Innenstadt statt. Laut Polizeiangaben kamen 65.000 Besucher zum Gratiskonzert, das bereits im Vorfeld für Diskussion gesorgt hatte (Die Tagesstimme berichtete). Es traten Bands und Musiker wie Die Toten Hosen, Kraftklub, Materia und Casper auf.

Makaber” und „pietätlos”

Ebenfalls mit dabei war die provokante Hip‐Hop‐Gruppe K.I.Z., deren Auftritt nun für einige Aufregung in den sozialen Medien sorgt.  Die Band spielte unter anderem das Lied „Ein Affe und ein Pferd”, in dem es an einer Stelle heißt: „Ich ramm’ die Messerklinge in die Journalisten‐Fresse.”

Einige Twitter‐User reagierten empört auf die Textstelle. Immerhin fand das Konzert nur unweit der Todesstelle von Daniel H. statt, der zuvor bei einer Messerattacke beim Stadtfest in Chemnitz getötet worden war.

Ein Kommentator schrieb sarkastisch: „Geil…nach einem Messermord wird dies ausgiebig mit Messertexten gefeiert. Ein, Land, in dem man gut und gerne lebt…Idiocracy.”


Ein anderer Nutzer empfindet das Lied vor dem Hintergrund der Geschehnisse in Chemnitz als „makaber”:


Weitere Reaktionen:

Weiterlesen:

#wirsindmehr: Antikapitalisten mit multinationalen Konzernen gegen rechts?

Chemnitz: Gutscheine und Gratis‐Fahrten für „Konzert gegen rechts”

Chemnitz: Polizei ließ Trauermarsch nach Blockaden auflösen

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. September 2018 at 15:52

    Die Lügner machen sich immer unglaubwürdiger. Stellt euch mal vor, eine rechte Band hätte diesen Text gebracht. Nicht auszudenken. Die gesamte Journaille wäre (in dem Fall zu recht) auf den barrikaden. Abscheu und Empörung würden durch den ÖR und privat finanzierten Rundfunk geistern.

    Mit den Lügen angeblich rechter Hetzjagden in Chemnitz haben sich die Lügner aller Coleurs selber ins Knie geschossen. Vielleicht zeigt man uns ja noch ein paar Videos. Im Studio braucht es seine Zeit.

  2. Avatar

    Tom

    5. September 2018 at 9:02

    Ich wundere mich schon sehr. So schlecht recherchierter Journalismus und so einfältige Kommentare. Das Lied ist sarkastisch, das geht aus dem gesamten Text deutlich hervor. Wer auch nur ein weiteres Lied von KIZ hört oder sich 5 Sekunden mit der Band beschäftigt, der weiss das die Band mit Provokation spielt. Eine einzelne Textzeile zu entnehmen ohne sie in den Kontext zu setzen, ist einfach unprofessionell.

    • Stefan Juritz

      Stefan Juritz

      5. September 2018 at 10:23

      Natürlich hat das Lied einen ganz anderen Kontext, wir haben es deshalb auch am Ende des Beitrags verlinkt. Die Frage ist halt, ob man nach den Geschehnissen in Chemnitz eine solche Textzeile bringen muss. Das empfinden viele eben als geschmacklos.

    • Avatar

      Rainer Seifert

      5. September 2018 at 23:11

      Einfältige Kommentare? Klar. Mit Sicherheit wussten die tausende sich im Rhytmus Mitbewegenden auch den angeblichen Hintergrund dieser Pseudointellektuellen. Undüber Geschmack lässt sich ohnehin vortrefflich streiten.

      Mal schauen, wo und wann endlich wieder das eine Kurzvideo mit der ach so schrecklichen Verfolgungsjagd über satte 10 Meter auftaucht. Oder der Provokateur mit Hitlergruß.

  3. Avatar

    Gustav

    5. September 2018 at 10:47

    KIZ ist für seine provokanten Texte bekannt. Genau mit solchen Zeilen machen sie auf etwas aufmerksam. Aber die Leute achten ohne Kontext nur auf eine Zeile und verurteilen die Band.
    Die Gruppe hat nicht so viele Anhänger, weil ihre Fans gewalttätige Schränke sind, sondern weil Sie direkt und „ins Gesicht” rappt. Aber die Menschheit hat nichts besseres zu tun, als jede Zeile eines Liedes einer Band, die genau für das steht, um das es da gerade geht, auseinanderzunehmen und genauestens zu analysieren. Und dann auch noch falsch. Gut, dass nicht jeder Mensch so ist, sonst hätte dort wohl keine Band gespielt.
    Die Menschen wollen ihre Augen zu drücken und nichts von Gewalt hören, dann ist alles gut.

  4. Avatar

    Björn

    5. September 2018 at 11:20

    Nun ja, ob der journalistischen Sorgfalt und Ausgewogenheit hätte man durchaus den Kontext des Liedes im Text selbst wenigstens kurz erläutern können. Das geht dann auch durchaus damit zusammen, wenn man es (meiner Meinung nach auch zurecht) geschmacklos findet, diesen Song zu einem solchen Anlass zu performen. Auch z.B. die Message aus „Boom boom boom” hätte doch einiges zur Einordnung der politischen Gesinnung der Band beitragen können: Deutschland scheffelt seit Jahrzehnten weltweit mit Waffenexporten mit blutigen Händen Geld ohne Ende und die Band soll sich nun aufgrund einzelner Textstellen rechtfertigen müssen. Und so wirkt es am Ende eben, als wolle man in BILD‐Manier Klicks generieren und einen Skandal herbei schreiben. Manchmal sagen die Sachen, die nicht im Text stehen eben auch einiges aus. Und so wird bei einer Veranstaltung, auf der so viel Gutes passiert ist, der Fokus auf Dinge gerichtet, über die sich die üblichen Verdächtigen dann schön echauffieren können. Das ist schade. Also: Kritik ja, aber bitte differenziert und sorgfältig dargeboten.

    • Avatar

      Jo

      5. September 2018 at 19:39

      nice!

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Deutschland

Berlin: Polizei will gegen „rechte Meinungen” in eigenen Reihen vorgehen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Polizei Berlin / von Sebastian Rittau [CC0], von Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die Polizeipräsidentin Berlins, Barbara Slowik, will in Zukunft stärker gegen rechte Meinungen innerhalb der Polizei vorgehen. Dies erklärte sie gegenüber der „Deutschen Presse‐Agentur“.

Berlin. – Unter anderem solle eine Datenbank etabliert werden, welche „rechtsmotivierte Taten“ intern dokumentiert. Slowik erklärte gegenüber der dpa, es gebe Einzelfälle, in welchen von Polizisten rechtsmotivierte Straftaten verübt würden. Gegen diese werde bereits vorgegangen.

Slowik will „problematische politischen Meinungen“ vorbeugen

Generell gebe es also „keine Veranlassung, von Strukturen in diesem Bereich auszugehen“. Wie die „B.Z. – Berlin“ berichtet, würde die Arbeit der Beamten in Problembezirken unter Umständen jedoch zu „problematischen politischen Meinungen“ führen.

Die Situationen, welche die Polizisten erleben, seien gewissermaßen ein „Zerrbild der Realität“: „Das prägt, wenn man da über Jahre ist. Das kann ja nicht ausbleiben. Und das ergibt dann ein gewisses Zerrbild der Realität, weil man das alltäglich erlebt.“

Fortbildungen gegen rechte Meinungen

Zur Prävention „rechter Meinungen“ sollen beispielsweise Fortbildungen abgehalten werden. Diese sollen die „interkulturelle Kompetenz und Stressbewältigung“ fördern, wie die „Junge Freiheit“ berichtet. Auch Psychologen sollen helfen und Gespräche mit den Beamten führen.

Eine „bestimmte Prägung“ der Polizisten solle in Zukunft auch dadurch verhindert werden, dass die Polizisten öfter den Einsatzort wechseln. „Rechtsmotivierte Taten“ sollen zudem in einer Datenbank zentral gesammelt werden, um sich so einen besseren Überblick über die Zustände verschaffen zu können.

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Gesellschaft

Aktion in Klagenfurt: Identitäre verärgert über Verurteilung ihres Aktivisten

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Landesgericht für Strafsachen Graz / Bild: Die Tagesstimme

Am Freitag wurde ein steirischer Aktivist der patriotischen Identitären Bewegung (IBÖ) – vorerst nicht rechtskräftig – wegen schwerer Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Graz/Klagenfurt. – Beim Gegenstand der Verhandlung handelt es sich um die letzte offene Frage aus dem Mammutprozess gegen siebzehn Aktivisten und Sympathisanten der patriotischen Protestgruppe. Im Jänner erlangten alle siebzehn Angeklagten rechtskräftige Freisprüche in den Hauptanklagepunkten der Verhetzung und der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Lediglich die Frage einer vermeintlichen Körperverletzung durch einen Aktivisten an Oliver Vitouch, Rektor der Klagenfurter Uni, wurde zur Neubeurteilung an den vorherigen Stand verwiesen.

Aus Nötigung wird ’schwere Körperverletzung’

Die Frage stellte sich dabei, ob der Aktivist diesen als Beamten erkennen konnte – in welchem Fall dies automatisch eine schwere Körperverletzung darstellen würde. Das Gericht bejahte diese Annahme am Freitag – und erhöhte das Strafmaß des jungen Mannes von 180 Tagessätzen auf ein halbes Jahr Haft zur Bewährung. Angesichts dessen kritisieren die Identitären nun in einer Aussendung den umstrittenen Richterspruch.

Sie erwähnen dabei, dass sich der ursprüngliche Vorwurf lediglich auf einen Nötigung belief – und nun als schwere Körperverletzung gehandelt wird. Denn dieses verschärfte Delikt benötigt zwingend einen gezielten Vorsatz. Der Aktivist versicherte stets, sich aus dem Griff des Rektor lediglich losgerissen zu haben – und diesen dabei „höchstens […] leicht berührt” zu haben. Dieser werde deshalb auch „in Berufung gehen”.

Identitäre: Rektor für Ortsfremden nicht „am Anzug” erkennbar

Besonders kurios: Ursprüngliche Medienberichte des ORF nach der Aktion an der Klagenfurter Alpe‐Adria‐Universität schrieben nämlich davon, dass Vitouch gar „nicht verletzt” worden sei. Dieser habe im Gegenteil damals selbst von einem „leicht verschmerzbarer Schlag in die Magengrube” gesprochen. Auch diesen Umstand kritisiert die Pressemeldung der Identitären.

Insbesondere nämlich gäbe es mangels eines ärztlichen Attests „keine Beweise”, wonach Vitouch wie behauptet noch über längere Zeit Schermzen gespürt hätte. Auch den Vorwurf, wonach der verurteilte Aktivist den Rektor wie in der Verhandlung unterstellt „am Anzug” hätte identifizieren können, weisen sie zurück: „Wie aber soll jemand, der nicht aus Klagenfurt stammt und nicht an der dortigen Universität studiert, dies erkennen?”

IB‐Chef Sellner: Rektor gab sich als „aggresiver Typ”

Der Leiter der österreichischen Identitären, Martin Sellner, äußerte sich bereits am Samstag in einem Video zum Urteil. Er erinnerte dabei an den friedlichen Charakter der damaligen Protestaktion. Nachdem diese den Saal verließen, sei ein „vollkommen wütender, aufgelöster, aggressiver Typ” des Weges gekommen, um sich den Aktivisten entgegen zu stellen. Nach Aussage eines anderen Identitären hätte er diesen zu Boden gerissen.

Anschließend habe sich Vitouch dann an den nunmehrigen Verurteilten „geklammert”. Nachdem dieser sich losriss, sei es zum angeblichen Schlag in die Magengrube gekommen. Eine feststellbare Körperverletzung hätte sich allerdings nicht ereignet. Er hofft dennoch auf den „Rechtsstaat und die unabhängige Justiz”, dass die letzte Instanz das Urteil noch kippe.

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Einwanderung: Deutschland wächst um weitere 400.000 Migranten

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (CC0)

Im vergangenen Jahr hatte Deutschland einen Einwanderungsüberschuss zu verzeichnen. Insgesamt lag dieser netto bei circa 400.000 Migranten.

Wiesbaden. – Das statistische Bundesamt Wiesbaden stellte am Dienstag die Einwanderungszahlen für das Jahr 2018 vor. Die Zuwanderer kamen vor allem aus den anderen EU‐Staaten. Wie unter anderem die „Welt“ berichtete, gab es insgesamt 1,58 Millionen Zuzüge. Verrechnet mit den etwa 1,18 Millionen Auswanderern ergibt dies ein Netto‐Plus von 400.000 Migranten. 

Die meisten Einwanderer sind EU‐Bürger

Zumeist kamen diese aus dem EU‐Ausland. Die Migranten aus anderen EU‐Mitgliedsstaaten machten insgesamt einen Zuwachs von 202.000 aus. Den größten Teil der EU‐Einwanderer bildeten Zuwanderer aus Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Aus Rumänien kamen 68.000, aus Kroatien 29.000 und aus Bulgarien 27.000. Auf Einwanderer aus der EU folgten Asiaten, sonstige Europäer sowie Afrikaner.

34.000 Afrikaner zugewandert

Es wanderten 118.000 Asiaten ein, 85.000 Migranten aus europäischen Nicht‐EU‐Ländern und insgesamt 34.000 Afrikaner. Unter den asiatischen Einwanderern befanden sich neben 34.000 Syrern und 14.000 Iranern auch insgesamt 17.000 Inder.

Außerdem hat Deutschland wie bereits im Jahr 2017 einen Abwanderungsverlust zu verzeichnen, wie die „Junge Freiheit“ berichtete. Nur circa 202.000 deutsche Staatsbürger kamen aus dem Ausland in die Republik zurück – etwa 262.000 verließen diese jedoch. 

Insgesamt fiel die Netto‐Einwanderung etwas niedriger aus als im vorangegangenen Jahr – 2017 lag diese noch bei circa 416.000.

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