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Welt

Twitter sperrt Konten von Alex Jones dauerhaft

Monika Šimić

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am

Nachdem Alex Jones vor knapp einem Monat nur vorübergehend gesperrt war, wurde er nun permanent von Twitter verbannt.

Wie nun bekannt geworden ist, hat der Kurznachrichtendienst Twitter den Account des erfolgreichen, aber sehr umstrittenen US-Radiomoderators Alex Jones dauerhaft gesperrt. Grund für diesen Schritt seien wiederholte Verstöße gegen die Richtlinien des Kurznachrichtendienstes. Das teilte Twitter vor zwei Tagen in einem Tweet mit. Die Sperre betrifft auch den Twitter-Auftritt der Website Infowars.

Alex Jones polarisiert stark mit seinen Äußerungen. Kritiker werfen ihm immer wieder vor, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Vorübergehende Sperre

Die Dienste Apple, Facebook, Spotify und YouTube haben den Radiomoderator bereits vor einiger Zeit von ihren Plattformen verbannt. Facebook nannte unter anderem die Verherrlichung von Gewalt als einen Grund. Somit war Twitter war der einzige Dienst, der Jones noch zur Verfügung stand. Anfangt August hat der Kurznachrichtendienst öffentlich erklärt, dass Jones nicht gegen ihre Regeln verstoßen habe, weshalb es auch keinen Grund für eine Sperre gebe. Durch diese Äußerung war der Kurznachrichtendienst zunehmend unter Druck geraten. Mitte August folgte aber schließlich eine vorübergehende Sperre des Accounts. Zu dieser Zeit wies Jones‘ Twitter-Account etwa 890.000 Follower auf.

Schlüsselrolle bei der Wahl Donald Trumps

Der Chefredakteur von Infowars, Joseph Watson, vermutet, dass der Einfluss der Nachrichtenseite auf die amerikanische Politik der „wahre Grund“ für die Sperren ist. Infowars wird allgemein zugeschrieben, eine Schlüsselrolle bei der Wahl Donald Trumps gespielt zu haben. Der US-Präsident war es auch, der in den letzten Tagen und Wochen starke Kritik an den Big-Tech-Unternehmen geübt hat. In einer seiner Reden wirft er den Internetkonzernen vor, konservative Meinungen zu zensieren und Sucherergebnisse zu manipulieren.

Facebook darf Meinungsfreiheit nicht eingrenzen

Am 27. August hat das Oberlandesgericht München nun beschlossen, dass Facebook die Meinungsfreiheit durch das Löschen von User-Kommentaren nicht eingrenzen darf. Das OLG hat eine Klausel der Facebook-AGB für nichtig erklärt, in der sich das Unternehmen das Recht vorbehält, Kommentare zu löschen, „wenn wir der Ansicht sind, dass diese gegen die Erklärung oder unsere Richtlinien verstoßen.“ Diese Bestimmung benachteilige die Nutzer jedoch auf unzulässige Weise. Indes kame es in Großbritannien am Beginn dieser Woche zu Forderungen nach unabhängigen Überwachungsbeauftragten, die in sozialen Medien für Kontrolle sorgen sollen. Viele Vertreter britischer Fernseh- und Radiostationen machten sich für diese Forderung stark. Damit wolle man das Internet aber nicht zensieren.

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Bewaffnete schwarze NFAC-Miliz marschiert in Georgia auf

Stefan Juritz

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am

Die schwarze NFAC-Miliz demonstrierte am US-Unabhängigkeitstag gegen das Südstaaten-Denkmal in Stone Mountain. Ein Anführer forderte ein Gebiet für den Aufbau einer eigenen schwarzen Nation.

Atlanta (Georgia). – Am vergangenen Samstag ist eine schwer bewaffnete schwarze Miliz in Stone Mountain, einem Vorort von Atlanta, aufmarschiert, um gegen das dortige Konföderierten-Denkmal zu demonstrieren. In den sozialen Medien wurden mehrere Videos veröffentlicht, die den Aufmarsch der Miliz, die als „Not Fucking Around Coalition” (NFAC) bekannt ist, zeigen. Zu sehen sind darin zahlreiche bewaffnete Männer und Frauen in schwarzer paramilitärischer Kleidung, wie sie eine Straße entlang marschieren. Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, es kam zu keinen Zwischenfällen.

Demonstration gegen Südstaaten-Denkmal

Ein Video zeigt weiters den Anführer der Miliz, wie er über Lautsprecher eine Ansage an weiße Nationalisten macht und zur Konfrontation herausfordert: „Ich sehe keine weiße Miliz”, betonte er. „Wir sind hier. Wo zum Teufel seid ihr? Wir sind in eurem Haus. Los geht’s!”

In Stone Mountain befindet sich ein riesiges Denkmal für die Konföderation des amerikanischen Bürgerkriegs. Das Relief an der Nordseite des Felsens zeigt den ehemaligen Südstaaten-Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas Jackson und Robert E. Lee. Aus diesem Grund, und weil auch der Ku-Klux-Klan (KKK) dort immer wieder Versammlungen abhielt, steht das Denkmal bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Im Zuge der landesweiten „Black Lives Matter”-Proteste wurden die Rufe nach Entfernung des Denkmals wieder lauter.

„We’ll take Texas”

In einem weiteren Video klärt der Anführer der schwarzen Nationalisten, der sich „Grand Master Jay” nennt, über die Ziele der Miliz auf: Von der Regierung verlangt er u.a. ein eigenes Gebiet in den USA, um eine eigene schwarze Nation gründen zu können.

Weitere Videos zur Demonstration der schwarzen NFAC-Miliz:


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Black Lives Matter”-Aktivisten reißen Kolumbus-Statue nieder

Stefan Juritz

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Der Bildersturm in den USA scheint kein Ende zu nehmen. Am US-Unabhängigkeitstag wurde die Statue des berühmten Entdeckers Christoph Kolumbus gestürzt.

Baltimore. – „Black Lives Matter”-Demonstranten haben am Samstagabend in der US-Stadt Baltimore (Maryland) eine Kolumbus-Statue niedergerissen und anschließend im Hafen versenkt. Die Statue war 1984 von US-Präsident Ronald Reagan als Denkmal für die Bewohner der italoamerikanischen Community eingeweiht worden.

US-Präsident Donald Trump kritisierte am Feiertag erneut die „Black Lives Matter”-Demonstranten. Man werde niemals zulassen, dass ein wütender Mob die Statuen niederreiße oder die Geschichte des Landes auslösche, sagte er laut „Deutschlandfunk”-Bericht.

Zerstörungen in den USA

Bereits zuvor hatten Demonstranten in den USA Statuen beschmiert oder zerstört. In Richmond etwa wurde ebenfalls eine Kolumbus-Statue niedergerissen, besprüht, in Brand gesetzt und anschließend ins Wasser geworfen. Außerdem soll ein Fotograf des Nachrichtensenders CNN angegriffen worden sein.


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Der Indianer soll weg: Konzerne setzen Redskins unter Druck

Stefan Juritz

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Das US-Footballteam Washington Redskins soll Name und Logo ändern. Sponsoren erhöhen dazu den Druck.

In den USA setzt sich die Rassismus-Debatte im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste auch im Sport fort. Speziell geht es um angeblich diskriminierende Logos und Namen von Sportmannschaften mit Indianer-Bezug. Dazu gehört etwa das Footballteam der Washington Redskins. Bereits seit Jahrzehnten fordern Vertreter der amerikanischen Ureinwohner eine Namensänderung und ein neues Logo.

Doch bisher hatte sich die Mannschaft stets geweigert, Änderungen vorzunehmen. Klubbesitzer Dan Snyder betonte immer wieder, dass der Name in Wirklichkeit „Ehre” und „Respekt” bedeute und man positiven Bezug auf die Ureinwohner nehme. Außerdem sagte er vor mehreren Jahren noch: „Wir werden das Team niemals umbenennen. So einfach ist das. Dafür können Sie Großbuchstaben benutzen: NIEMALS.”

Nike, FedEx & Co fordern Änderung

Das könnte sich nun rasch ändern. Denn jetzt kommt der Druck von Großunternehmen. Beispielsweise nahm der Sportartikelhersteller Nike, offizieller Ausrüster der National Football League (NFL), alle Fanartikel der Redskins aus seinem Onlineshop. Und auch das Logitikunternehmen FedEx, das die Namensrechte am Heimstadion besitzt, erklärte öffentlich: „Wir haben dem Team unseren Wunsch mitgeteilt, dass es den Namen ändern möge.”

Laut Bericht von ESPN seien Nike, FedEx und PepsiCo von Investoren dazu gedrängt worden, die Redskins erst wieder nach der geforderten Namensänderung zu unterstützen.

Redskins prüfen Namensänderung

Der Druck zeigte offenbar Wirkung: Noch am Freitag teilten die Washington Redskins auf Twitter mit, eine Namensänderung intern zu diskutieren.


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