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Gesellschaft

Wochenende der Gewalt: Mehrere Angriffe auf AfD-Politiker

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild (AfD-Stand 2013): Ziko van Dijk via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Am Wochenende kam es in deutschen Städten gleich zu mehreren Angriffen auf Politiker und Infoveranstaltungen der Alternative für Deutschland (AfD).

Hürth/Fürth/Nürnberg. Bereits am Samstag war es bei einer Veranstaltung am Münchener Marienplatz zu Angriffen auf  Beatrix von Storch gekommen. Dort warfen mehrere Teilnehmer einer Gegenkundgebung mit Tomaten auf die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag – Die Tagesstimme berichtete. Es sollte aber nicht der einzige Angriff auf Vertreter der Partei an diesem Wochenende bleiben.

Hürth: AfD-Kamann musste ins Krankenhaus

Der folgenschwerste Angriff ereignete sich offenbar im nordrhein-westfälischen Hürth am Samstag. Bei Protesten gegen einen Infostand verletzten Gegner den Bundestagsabgeordneten Uwe Kamann leicht. Dieser musste der Jungen Freiheit zufolge deshalb zeitweise sogar ins Krankenhaus, konnte dieses mittlerweile aber wieder verlassen. Der Staatsschutz ermittelt im Fall wegen Körperverletzung und Nötigung.

Fürth: Unbekannte warfen Wahlkampfstand um

Im fränkischen Fürth kam es am Samstag indes zu Sachbeschädigungen an einem Wahlkampfstand für die bevorstehende Bayern-Wahl. Dabei verwüsteten bislang unbekannte Täter mutmaßlich den gesamten Aufbau. Die AfD Nürnberg ärgerte sich anschließend auf Twitter über die Vorgänge. Derartige Vorfälle, so die Gruppe, würden einen Faschismus der vermeintlich antifaschistischen Antifa bezeugen:

Anschlagsversuch in Erfurt vereitelt

Zu keinen Schäden kam es währenddessen im thüringischen Erfurt. Stephan Brandner, ebenfalls Bundestagsabgeordneter und bei der Bundestagswahl Spitzenkandidatin in seinem Bundesland, berichtete von einem mutmaßlichen Zwischenfall. Dabei hätte lediglich ein „aufmerksamer AfDler” einen „Linkschaotenanschlag” auf sein Abgeordnetenbüro in der thüringischen Hauptstadt vereiteln können.

Angesichts des guten Ausgangs der vermeintlichen Attacke zeigte sich Brandner über ein hinterlassenes Backwerks sichtlich amüsiert:

Berlin: Versuchter Angriff auf AfD-Stand

Ebenfalls nur beim Versuch blieb es offenbar in der Bundeshauptstadt Berlin am Samstagmorgen. Die angegriffenen AfD-Helfer riefen die Polizei zu Hilfe. Anschließend freuten sie sich eigenen Aussagen zufolge über besonders guten Zuspruch bei der Bevölkerung. Man hätte in weiterer Folge „so viel Material verteilt wie selten zuvor”.


Weiterlesen: 

München: Beatrix von Storch (AfD) mit Tomaten beworfen (9.9.2018)

Dresden: Linksextreme Farbanschläge auf Patrioten (24.8.2018)

Farbanschlag und durchgestochene Reifen : Wieder Angriff auf AfD-Politiker (6.8.2018)

Mehrere Anschläge auf AfD-Politiker in den letzten Tagen (10.7.2018)

 

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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am

Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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am

Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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