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Kultur

19. IfS-Sommerakademie: Die Zukunft Europas und der Nationalstaat

Stefan Juritz

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am

IfS-Leiter Dr. Erik Lehnert begrüßt die Teilnehmer der 19. Sommerakademie. Bild: Die Tagesstimme

Mehrere internationale Redner sprachen in Schnellroda über „Die Zukunft Europas und der Nationalstaat”. Über 120 junge Patrioten nahmen an der Sommerakademie teil. Der linke Gegenprotest fiel hingegen äußerst mager aus.

Steigra. Es ist ein weiter Weg nach Schnellroda (Sachsen-Anhalt), den viele junge Patrioten am vergangenen Wochenende zurückgelegt haben. Aus dem gesamten deutschen Bundesgebiet und Österreich reisten über 120 junge Menschen an, um an der 19. Sommerakademie des Instituts fürs Staatspolitik teilzunehmen.

Im beschaulichen Schnellroda kommen die jungen „Neuen Rechten” zweimal im Jahr zusammen. Sie gehören unterschiedlichen Gruppen, Organisationen und Strukturen im patriotischen Milieu an. Hier können sie sich kennenlernen, vernetzen und diskutieren. An den Abenden sitzt man zusammen, trinkt, plaudert und singt bündische Lieder. Es ist eine entspannte Atmosphäre, die man gerne in Erinnerung behält und die in dieser Weise in den patriotischen Zusammenhängen ansonsten kaum zu finden ist. Doch neben all dem geht es bei den Akademien vor allem um das Studium, um geistige Vertiefung und Erkenntnisgewinn.

Unterschiedliche Perspektiven auf Europa

Das Thema lautete diesmal „Die Zukunft Europas und der Nationalstaat”. Neun Vorträge, eine Filmvorführung, eine Podiumsdiskussion und eine Gruppendiskussion warteten auf die Teilnehmer.

Die Redner kamen aus Deutschland, Dänemark, Kroatien, Rumänien, Serbien, Ungarn und der Türkei. Und ihre Vorträge zeigten die unterschiedlichen Perspektiven der Länder auf Europa und die EU. Der deutsche Vertreter Benedikt Kaiser forschte einem „jungen Europa” jenseits von EU und Nationalstaaten nach, dessen Basis der Dreiklang „Region – Nation – Europa” sein solle. Der dänische Pfarrer und Leiter der C.S.-Lewis-Gesellschaft, Torben Bramming, wiederum machte auf das Problem der Islamisierung aufmerksam und betonte vor allem das christliche Erbe der europäischen Nationalstaaten.

Dr. Dusan Dustanic, Carl-Schmitt-Experte aus Serbien, sprach über „Serbiens Lage am Rande der EU”. Er kritisierte das supranationale Gebilde der EU und verwies dabei auf Parallelen zum „Jugoslawismus”, der für die Serben die Aufgabe der Nation bedeutet habe. Der kroatische Publizist und Herausgeber der Zeitschrit „Obnova”, Leo Maric, gab einen Überblick über Lage und Stimmung in Kroatien. Dabei fokussierte er sich vor allem auf die wirtschaftlichen und demographischen Probleme des Landes.

Türkei und Europa

Gabor Tallai, stellvertretender Leiter der Gedenkstätte „Haus des Terrors” in Budapest, rechnete mit den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts ab. Tallai warf ihnen vor, Identitäten umgeformt und den Sprachgebrauch vereinnahmt zu haben, um dadurch die absolute Deutungshoheit über die Realität zu erlangen. Ein weiterer Vortragender war Winfried Ziegler, Angehöriger der deutschen Minderheit in Rumänien. Er gab Rumäniens Blickwinkel auf Europa und Deutschland wieder und betonte dabei, dass in Rumänien gesellschaftspolitische Diskurse viel offener als in Deutschland geführt würden.

Ebenfalls als Vortragender geladen war Ali Mercan, ein Vertreter der linksnationalistischen und eurasischen Vatan Partisi aus der Türkei. Sein Thema lautete „Die türkische Nation, Europa und Eurasien – wie weiter?”. Mercan hielt fest, dass die Türkei der EU nicht beitreten sollte. „Wir wollen nicht von Brüssel regiert werden”, sagte der Vortragende und erhielt dafür großen Applaus. Außerdem sprach sich Mercan für eine gute Zusammenarbeit mit Deutschland in Fragen der Wirtschaft, Verteidigung und Außenpolitik aus. Seine türkischen Landsleute in Deutschland rief er auf, in ihre Heimat zurückzukehren.

AfD-Meuthen fordert „Festung Europa”

Am letzten Tag der Akademie sprachen AfD-Chef Prof. Dr. Jörg Meuthen und AfD-Bundestagsabgeordneter Prof. Dr. Harald Weyel über die Europa-Positionen ihrer Partei. Vor allem Meuthen konnte mit seinen teils skurril anmutenden Anekdoten aus dem EU-Parlament für einige Lacher im Publikum sorgen. Der AfD-Bundessprecher kritisierte die EU scharf, betonte aber, dass er weiterhin an die Reformierbarkeit der Union glaube. Weiters forderte Meuthen in seiner Rede eine „Festung Europa”. Den Abschluss der Akademie bildete schließlich eine Podiumsdiskussion mit den beiden AfD-Funktionären und dem ehemaligen FPÖ-Nationalratsabgeordneten Johannes Hübner.

Kaum Teilnehmer bei Antifa-Gegenprotest

Der im Vorfeld groß angekündigte Antifa-Protest „IfS dichtmachen” gegen die Sommerakademie fiel hingegen überschaubar aus. An die 20 Personen demonstrierten in Schnellroda gegen das Institut für Staatspolitik.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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Gesellschaft

Wegen COVID-19: Gruppe Lindemann muss drei Konzerte absagen

Monika Šimić

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am

Heute gab die Gruppe Lindemann bekannt, dass sie ihre Tour vorzeitig beenden müsse. Grund seien die neuen Regelungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.

Novosibirsk/Moskau. – Ende März wäre die Tournee von Lindemann, dem Projekt rund um Rammstein-Frontmann Till Lindemann und den schwedischen Musiker Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain), in Voronezh (Russland) zu Ende gegangen. Am Nachmittag gab die Band auf ihrer offiziellen Facebook-Seite allerdings bekannt, dass sie die letzten drei Konzerte aufgrund der Corona-Krise absagen müsse.

Konzerte sollen nachgeholt werden

Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus und der gesetzlichen Regelungen diesbezüglich seitens der russischen und tatarischen Behörden müssen die Organisatoren die letzten drei Konzerte der Lindemann-Tour absagen”, heißt es in dem Beitrag auf Facebook. Die Band werde aber versuchen, die Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Due to the COVID-19 outbreak and prohibitions by the Russian and Tatar authorities, organisers have to cancel the last…

Gepostet von Lindemann am Dienstag, 17. März 2020

Erst am Sonntag waren Lindemann noch in der russischen Hauptstadt Moskau aufgetreten. Ursprünglich war das Konzert für Sonntagabend angesetzt gewesen, wurde aufgrund der neuen Bestimmungen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aber auf zwei Konzerte aufgesplittet. Denn am 10. März 2020 trat eine Stadtverordnung in Kraft, die Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen in Moskau bis zum 10. April verbietet. Um dennoch alle Konzertbesucher zufrieden zu stimmen, trat die Band kurzerhand einmal am Nachmittag und einmal am Abend auf. Inwieweit diese Aktion im Anbetracht der derzeitigen Situation sinnvoll war, sei dahingestellt. Die Fans dürfte es jedenfalls gefreut haben.

Tour endet frühzeitig

Die Gruppe, die seit Anfang Februar 2020 auf Promo-Tour ist und heute in Novosibirsk wohl ihr vorerst letztes Konzert spielen wird, bewarb in diesem Rahmen ihr neues Album „F & M” (Frau & Mann), das Ende November 2019 veröffentlicht worden war. Die darauf enthaltenen Titel wie „Steh Auf”, „Blut”, „Allesfresser”, „Platz Eins” gaben Lindemann und Tägtgren gemeinsam mit Sebastian Svalland (Gitarre), Jonathan Olssen (E‑Bass) und Sebastian Tägtgren (Schlagzeug), die das Duo bei ihren Live-Auftritten unterstützen, zum Besten. Anders als beim ersten Album, das ausschließlich englischsprachige Lieder enthält, durften sich Lindemann-Fans beim zweiten Album auf eine rein deutschsprachige Liederliste freuen. In teils ausverkauften Konzerthallen präsentierten sie den Besuchern schließlich einen Mix aus Liedern beider Alben.

Tote Fische und Torten flogen durch die Luft

Dass Provokation nicht nur bei Rammstein, sondern auch bei Lindemann ein bewährtes Mittel ist, um die Gemüter sowohl von Fans als auch von Kritikern zu erregen, bewies die Gruppe teilweise schon vor dem Tourneestart, spätestens aber bei den Konzerten. So flogen etwa beim Lied „Fish On” tote Fische kreuz und quer durch die Luft, wobei einige Konzertbesucher auch Fischinnereien abbekamen. Süßes gab es schon davor. Denn beim Lied „Allesfresser” warf jeder Musiker eine Torte ins Publikum. Manche freuten sich sichtlich über den gratis Nachtisch, andere eher weniger.

Nach der aktuellen Tour will Till Lindemann wieder gemeinsam mit Rammstein auf Tour gehen. Ende Mai soll das erste Konzert der Fortsetzung der  Stadiontour, die die Gruppe durch ganz Europa führt, stattfinden. Ob der Auftakt am 25. Mai in Klagenfurt aber planmäßig über die Bühne gehen kann, ist bisher noch unklar.

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Kultur

Wegen kritischer Äußerungen: RTL wirft Naidoo aus TV-Show

Joshua Hahn

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Nachdem Kritik an einem Video des Sängers laut wurde, weil er sich in diesem vermeintlich „fremdenfeindlich“ äußerte, zieht nun der Fernsehsender RTL Konsequenzen.

Köln. – Der Sender gab an, Naidoo aus der Jury der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“ zu werfen. In einer Meldung erklärte der Sender, dass der Sänger Xavier Naidoo aufgrund seiner Äußerungen ab dem 14. März „nicht mehr am Jurypult sitzen“ werde. Naidoo wusste bereits in der Vergangenheit immer wieder mit unbotmäßigen Liedtexten und Äußerungen zu polarisieren.

Naidoo wird nicht mehr am Jurypult sitzen“

Da Naidoo RTL nach Veröffentlichung des Videos „viele Antworten schuldig“ geblieben sei, habe man sich dazu entschlossen, ihn zu entlassen. Zuvor gab der Geschäftsführer von RTL, Jörg Graf, in einem Statement an, dass sein Sender für „Vielfalt im Programm“ stehe. Auch wenn man sich für Meinungsfreiheit einsetze, würde man „jede Form von Rassismus und Extremismus entschieden ablehnen“.

Am heutigen Mittwoch sorgte ein Video von Xavier Naidoo in sozialen Netzwerken für Diskussionsstoff. Unter anderem kritisierte er die Political Correctness der Deutschen – die Tagesstimme berichtete. Später am Tag nahm der Künstler Stellung zu Vorwürfen gegen ihn, verteidigte aber das Video: „Auch meine Familie kam als Gast nach Deutschland und hat sich natürlich an Recht und Moralvorstellungen des Gastgebers gehalten. Diese Selbstverständlichkeit sollte für alle gelten – auch wenn nur ein sehr kleiner Teil dies missverstanden hat.”


Weiterlesen: 

Xavier Naidoo: „Auch meine Familie kam als Gast nach Deutschland” (11.3.2020)

Ihr seid verloren”: Video von Xavier Naidoo sorgt für Wirbel (11.3.2020)

 

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