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Andrej Babiš

„Wir nehmen keinen einzigen Flüchtling auf!“

Tschechien wird weiterhin keine Asylwerber aufnehmen. Stattdessen setzt die Regierung auf direkte Hilfe in den Krisengebieten. Das sagte Ministerpräsident Babiš im Interview mit einer Prager Tageszeitung.

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<p>Andrej Babiš  mit Sebastian Kurz (2015): By Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres (Treffen Vizepremier Babis) [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Andrej_Babis_Sebastian_Kurz_2015_(16330390570).jpg">via Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Andrej Babiš mit Sebastian Kurz (2015): By Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres (Treffen Vizepremier Babis) [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Prag. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babiš hat die strikte Asylpolitik seines Landes bekräftigt. Im Interview mit der Tageszeitung Právo stellte der Regerungschef klar: „Wir nehmen keinen einzigen Flüchtling auf!“ Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa am Samstag.

Hilfe in den Krisengebieten

Auf die Frage, ob Tschechien beispielsweise bei syrischen Kriegswaisen eine Ausnahmen machen werde, antwortete Babiš: „Warum sollten wir sie aufnehmen? Wir haben auch bei uns Waisenkinder, die wir auf ihr Leben vorbereiten müssen.“ Tschechien Solidarität zeige sich stattdessen darin, dass die Regierung Syrien und andere Krisengebiete mit finanzieller und medizinischer Hilfe unterstützt.

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Babiš: Europa muss klares Signal aussenden

Der Ministerpräsident forderte die EU auf, denselben strikten Asylkurs einzuschlagen. Nur so könne die illegale Migration eingeschränkt werden. „Es ist dafür wichtig, dass Europa ein klares Signal aussendet, dass es zu ist und keine weiteren Migranten und Schiffe mehr hereingelassen werden“, so Babiš.

Bereits vor drei Monaten hatte der tschechische Ministerpräsident eine europäische Asylpolitik nach Vorbild Australiens gefordert (Die Tagesstimme berichtete). Asylverfahren sollten seinen Plänen zufolge an Hotspots außerhalb der EU abgewickelt werden. „Wenn Migranten irgendwo in Libyen schon in ein Schlauchboot steigen, ist es zu spät“, sagte Babiš im BILD-Interview.

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