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Staatsfunk lobt Spruchband

„Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“

Für einige Aufregung in sozialen Medien sorgt eine Positionierung des staatlichen Auslandsrundfunks Deutsche Welle (DW) im Zusammenhang mit einem antideutschen Spruchband bei einem Fußballspiel.

3 Minuten Lesezeit
<p>Bild Weserstadion: Henning Ihmels via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Weserstadion(2).jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a> / Bild Tweet:  Screenshot Twitter / Collage: Die Tagesstimme</p>

Bild Weserstadion: Henning Ihmels via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 / Bild Tweet: Screenshot Twitter / Collage: Die Tagesstimme

Bremen/Bonn. Die DW-Sportredaktion teilte auf Twitter eine Choreographie von Fans des deutschen Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen. Diese hielten als Reaktion auf die Vorfälle in Chemnitz einige Banner herauf, welche eine staatliche Duldung vermeintlicher oder tatsächlicher rechtsextremer Ausschreitungen unterstellte. Besonders die Bewerbung einer Aktion mit teils mutmaßlich linksradikaler Diktion sorgte dabei für Kritik.

„Deutschland, du mieses Stück Scheiße“

Die Spruchbänder zieren die Textstellen: „Chemnitz / Lichtenhagen /Hoyerswerda / Connewitz / Heidenau / Der Nazimob wütet und der Staat spielt mit / Deutschland, du mieses Stück Scheiße“. Nach Ansicht der Redaktion handelt es sich dabei um eine „wichtige und richtige Aktion“ der Bremen-Fans, welche damit ein „starkes Zeichen gegen Rechts“ setzen würden:


Unter dem Beitrag weist ein aufmerksamer Nutzer hin, dass es sich dabei allerdings nicht um Eindrücke vom Werder-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg handelt. Vielmehr seien die Aufnahmen bereits zwei Wochen zuvor beim gegen Eintracht Frankfurt entstanden. Daraufhin berichtigt „DW Sport“ den Fehler – und teilt auch ähnliche Spruchbänder vom Spiel am Wochenende.

Teils scharfe Kritik an DW-Lob

Die lobenden Worte für die Choreographie sorgen allerdings für einigen Gegenwind. Mehrere Kommentatoren kritisierten den Sender aufgrund ihres Lobes für „Fäkalsprache“ beziehungsweise werteten die ganze Aktion als „lächerlich“. Einige wiesen auf den vermeintlichen Umstand hin, dass es sich bei der Deutschen Welle um eine Rundfunkanstalt des öffentlichen Rechts handle.

Klare Worte fand unterdessen auch der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser. Er kritisierte, dass auf diese Art und Weise „Inhalte und Parolen der extremen Linken salonfähig“ gemacht würden.

Deutsche Welle: Gesetzlicher Auftrag verfehlt?

Der gesetzliche Auftrag des Staatsmediums ist es eigentlich, „Deutschland als europäisch gewachsene Kulturnation und freiheitlich verfassten demokratischen Rechtsstaat verständlich“ zu machen (§4 DWG). Er gilt somit als Träger der Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Der staatliche Rundfunk unterscheidet sich von öffentlich-rechtlichen Sendern durch seine Finanzierung aus Steuergeldern anstelle von Rundfunkbeiträgen. Außerdem untersteht er direkt der Rechtsaufsicht einer Behörde, im Fall der Deutschen Welle der Bundesregierung.

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