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Gesellschaft

Marx von rechts: Junge Freiheit streicht kontroverses Buch aus Sortiment

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Buch "Marx von rechts" / Bild: Die Tagesstimme

Zuerst Amazon, nun die Junge Freiheit (JF) – nach dem US-Konzern stoppt auch der JF-Buchdienst den Verkauf der Jungeuropa-Neuerscheinung „Marx von rechts”.

Aktualisiert (25.09.2018, 14:00): Nach Angaben der Jungen Freiheit wird „Marx von rechts” zwar auf der Homepage des Online-Buchdienstes nicht mehr angeboten, könne dort aber dennoch weiterhin bestellt werden.

Das kürzlich im Jungeuropa Verlag erschienene Buch „Marx von rechts” sorgt innerhalb des rechten Milieus weiterhin für kontroverse Diskussionen. Es herrscht bisher reges Interesse an dem Versuch, Marxens Werk für die „Neue Rechte” fruchtbar zu machen. Die Ansichten gehen dabei freilich weit auseinander.

Amazon streicht „Marx von rechts”

Bereits wenige Tage nach Erscheinen strich der Online-Versandhändler Amazon das Buch aus seinem Sortiment. Angesichts der Quasi-Monopolstellung des Konzerns ein harter wirtschaftlicher Schlag für den kleinen Jungeuropa Verlag. Ähnliche Maßnahmen betrafen in der Vergangenheit bereits die deutschen Verlage Antaios und Bublies. Das kann besonders für kleinere Verlage existenzgefährdend sein. Viele Leser suchen und bestellen ihre Bücher heutzutage nämlich nur noch über Amazon.

Nun auch der JF-Verlag

Es ist also nichts Neues, wenn der Internet-Riese politisch unliebsame Bücher aus dem rechten Spektrum streicht. Überraschend und verwunderlich ist jedoch, dass auch der Buchdienst der konservativen Jungen Freiheit – der Wochenzeitung für Debatte - „Marx von rechts” kürzlich aus seinem Angebot entfernt hat. Eine Stellungnahme dazu gibt es nicht. Auf eine schriftliche Anfrage der Tagesstimme hat die Junge Freiheit bisher nicht reagiert.

Aktualisiert (25.09.2018, 14:00):

Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme der Jungen Freiheit. Darin führt der JF-Pressesprecher aus: „Nur, weil ein Titel in unserem Online-Shop nicht geführt wird, bedeutet das nicht, dass wir diesen nicht liefern.”

Demnach biete der Online-Shop nicht alle lieferbaren Titel an. Das Buch „Marx von rechts” habe man nur vorübergehend angeboten. „Das Buch wird aber bei Bestellungen auch weiterhin an Kunden geliefert”, heißt es in der Stellungnahme vom 24. September 2018.


Weiterlesen:

Marx von rechts”: Kontroverse Neuerscheinung beim Jungeuropa Verlag

BÜCHER: Was Rechte von Marx lernen können (Rezension)

Was Rechte bei Karl Marx entdecken können – Interview mit Benedikt Kaiser (II)

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Gesellschaft

Personalmangel: Deutsche Bahn setzt weiter auf Migranten

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Bereits seit geraumer Zeit hat die deutsche Bahn mit einem Mangel an Personal zu kämpfen. Um diesem entgegenzuwirken, wird auf der Suche nach Lokführern künftig weiter verstärkt auf Migranten gesetzt. 

Stuttgart. – Die Maßnahme kostet über eine Million Euro und wird unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit organisiert.  Das Projekt der deutschen Bahn in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit steht exklusiv Migranten mit Flüchtlingsstatus zur Verfügung.

Check-up“ für Migranten

Im Rahmen eines „Check-ups“ können die Asylbewerber an einen Ausbildungsplatz gelangen. Der Kurs dauert acht Wochen und soll laut der Internetseite des Unternehmens dazu dienen, die Grundkenntnisse in verschiedenen Fächern wie Mathematik oder Naturwissenschaften und Technik „aufzufrischen“.

Nachdem sie außerdem berufsbezogenen Deutschunterricht erhalten haben, müssen die Migranten noch einen medizinisch-psychologischen Test absolvieren, um die Ausbildung antreten zu können. 

Perspektive für Geflüchtete“

Der Verkehrsminister Baden-Württembergs, Winfried Hermann (Grüne), sieht im Programm eine „neue Perspektive für Geflüchtete“. Wie der Focus berichtet, haben die ersten 15 Asylanten im Rahmen des Programms bereits eine Ausbildung in Mannheim begonnen. Die Gruppe besteht aus Syrern, Tunesiern und Marokkanern, welche teilweise bereits feste Verträge hätten. 

Auf der Internetseite der Deutschen Bahn heißt es, dass der neue „Check-up“ am 23. März 2020 starte. Das Unternehmen hadert bereits seit einiger Zeit mit ausbleibenden Bewerbungen, laut Eigenangaben fehlen ihm in Deutschland insgesamt 1.000 Triebwagenführer.

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Gesellschaft

Essen: Arabische Clans liefern sich Schlägerei in Gerichtssaal

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (Landgericht Essen): Wikimedia Commons [CC0]

Auf einem Video ist zu sehen, wie mehrere aufgebrachte Migranten von Polizeibeamten niedergerungen werden.

Essen. –  Während einer Verhandlung kam es am Donnerstag in Essen zu wüsten Szenen, als zwei Clans sich nach der Urteilsverkündung im Gerichtssaal eine Schlägerei lieferten.

Acht Verurteilungen in vorangegangenem Prozess

Bei der Berichtsverhandlung zuvor gab es acht Verurteilungen im Fall einer Clan-Fehde. Nachdem zwei der Angeklagten Zuschauer der anderen Großfamilie provozierten, artete die Situation schnell aus: Auf einem im Internet kursierenden Video ist zu sehen, wie sich mehrere Personen in einem unübersichtlichen Gerichtssaal beschimpfen und schlagen. Die Polizei ist damit beschäftigt, die aufgebrachten arabischen Migranten voneinander zu trennen. 

Wie die Welt berichtet, ist der Grund für die Verurteilung, dass die Angeklagten ein Mitglied der verfeindeten Familie auf einem Schulhof zusammenschlugen. Das Opfer sitzt laut dem Sender RTL offenbar selber in Untersuchungshaft – wegen eines Sexualdelikts.

Staatanwaltschaft erwägt Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft gab an, prüfen zu wollen, ob es aufgrund der Schlägerei Ermittlungen geben wird. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Mann abgeführt, insgesamt waren über 20 Polizei- und Justizbeamte nötig, um die Situation zu beruhigen. 

Die Gerichtsverhandlung stand von Anfang an unter besonderem Schutz. So wurde beispielsweise die Verhandlungen von der Polizei gefilmt, außerdem waren präventiv Beamte vor dem Gerichtsaal zum Schutz aufgestellt. 

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Gesellschaft

Hessen führt zentrales Meldeportal gegen „Hass und Hetze“ ein

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Volker Bouffier, CDU): de:Benutzer: Viet2001 (Viet-Hoang Nguyen) [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Hessen hat am Donnerstag als erstes deutsches Bundesland ein zentrales Meldesystem gegen „Hass und Hetze“ eingeführt. 

Wiesbaden. – Das von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorgestellte Portal trägt den Namen „Hessen gegen Hetze“. Auf der offiziellen Internetseite lassen sich ab sofort vermeintliche „Hasskommentare“ melden, wie die „Hessenschau“ berichtet. Zusätzlich muss man den Link zum Kommentar angeben. Alternativ können Screenshots angehängt werden, der Absender hingegen kann anonym bleiben. Anschließend sollen die Kommentare von „Experten“ geprüft werden. 

Der Ministerpräsident betonte, dass es das erste Portal dieser Art in Deutschland sei: „Das ist keine Alltagsfliege, sondern soll eine Dauereinrichtung sein.“ Es sei nun „eine breite gesellschaftliche Unterstützung“ nötig, um gegen „Hass und Hetze“ zu kämpfen. 

Al-Wazir: „Senkung der Hemmschwelle“

Der stellvertretende Regierungschef Hessens, Al-Wazir (Grüne), lobte das Projekt. Zwar sei Hessen ein sicheres Bundesland, trotzdem ließen sich Tendenzen erkennen, welche eine „Senkung der Hemmschwelle“ in Sachen „Hass und Hetze“ aufzeigten. Er betonte laut Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ dass auch online gelte, was offline der Fall ist. 

Erst im vergangenen Herbst stellte die hessische Regierung einen Aktionsplan vor, um das vermeintliche Problem „rechter Hetze“ besser eindämmen zu können. Die Justizministerin gab an, dass es nicht reiche, die Inhalte nur zu löschen, vielmehr müsse es auch zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. 

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