Österreich Politik

Pamela Rendi‐Wagner zur neuen SPÖ‐Parteivorsitzenden gewählt

Bild: Pamela Rendi-Wagner / By SPÖ Presse und Kommunikation (Meet & Greet "Tel Aviv Beach") [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Pamela Rendi‐Wagner wurde einstimmig zur neuen SPÖ‐Parteivorstizenden gewählt. Der definitive Beschluss soll am Dienstag folgen.

Wien. In einer kurzfristig einberufenen Sitzung des SPÖ‐Präsidiums wurde die frühere Gesundheits‐ und Frauenministerin Pamela Rendi‐Wagner Samstag früh einstimmig zur neuen Parteivorsitzenden der SPÖ gewählt. Die Nominierung Rendi‐Wagners für die Wahl soll erst am Dienstag definitiv beschlossen. Rendi‐Wagner selbst will erst nach dieser Sitzung ausführlich Stellung nehmen. „Dass die österreichische Sozialdemokratie zum 130. Geburtstag erstmals eine Frau an der Spitze haben wird, ist ein wichtiger Schritt“, meint die derzeitige Bundesgeschäftsführer‐Stellvertreterin Andrea Brunner in der Presseaussendung.

Landesweite Unterstützung für Rendi‐Wagner

Nach dem Rücktritt von Christian Kern war zunächst noch unklar wer seine Nachfolge antreten würde. Vor dem Wochenende ging dann aber alles recht schnell. Nachdem Bures am Freitagvormittag noch einmal öffentlich erklärt hatte, dass sie nicht als neue SPÖ‐Chefin zur Verfügung stehen werde, folgten von den roten Landesgruppen nach und nach Unterstzützungserklärungen für die ehemalige Gesundheitsministerin Rendi‐Wagner. „Es übernimmt mit Pamela Rendi‐Wagner erstmals eine Frau die Position als Vorsitzende der SPÖ, und diesen Weg befürwortet die Wiener Partei, die sich immer besonders für die Frauenförderung eingesetzt hat und dies als positives Signal wertet”, erklärte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig in einer Stellungnahme. „Pamela Rendi‐Wagner war eine hervorragende Frauen‐ und Gesundheitsministerin, sie ist eine starke Persönlichkeit und wird eine hervorragende Parteivorsitzende“, so Heinisch‐Hosek.

Rücktritt

Zu Beginn der Woche gab ex‐Kanzler Christian Kern seinen Rücktritt öffentlich bekannt (Die Tagesstimme berichtete). Erst im Mai 2016 übernahm Kern als Quereinsteiger die Parteiführung und das Kanzleramt von seinem Vorgänger Werner Faymann. Letztlich verlor die SPÖ unter seiner Führung und aufgrund einer Dirty‐Campaigning‐Affäre kurz vor dem Urnengang den ersten Platz. Nachdem sich die FPÖ und ÖVP auf eine Koalitionsvereinbarung einigen konnten, ging Kern in die Opposition. Wie Die Tagesstimme zuvor schon berichtet hat, hatte die Partei unter seiner Führung zuletzt ein neues Parteiprogramm verabschiedet, das allerding auch parteiintern für heftige Kritik sorgte.

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