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Alice Weidel (AfD): Kroatien und Bosnien‐Herzegowina bei Rückführung illegaler Migranten unterstützen

Bild: Alice Weidel / By Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Für die aktuelle Situation in Kroatien und Bosnien und Herzegowina macht Alice Weidel (AfD) die Willkommenskultur der deutschen Bundesregierung und die inkonsequente Linie der EU verantwortlich. Nun fordert sie, die zwei Staaten mit ihren Problemen nicht allein zu lassen.

Berlin/Zagreb/Sarajevo. Die Co‐Vorsitzende der AfD‐Bundestagsfraktion, Alice Weidel, spricht sich aktuell für die Unterstützung der zwei Balkanstaaten Kroatien und Bosnien und Herzegowina aus. Bereits seit Monaten berichten Medien darüber, dass sich in den bosnischen Grenzstädten mehrere Tausend Migranten befinden, deren erklärtes Ziel ein beliebiges EU‐Land ist. Die Politikerin fordert deshalb, die zwei Staaten bei der Rückführung illegaler Migranten zu unterstützen und sie mit ihren Problemen nicht allein zu lassen.

Fahrlässige und irrationale ‚Willkommenskultur’ ”

Für die „humanitäre Krise“ macht Weidel letztlich „die fahrlässige und irrationale ‚Willkommenskultur’ der Bundesregierung und die inkonsequente Linie der EU“ verantwortlich. „Migranten brechen Gesetze und begeben sich in Lebensgefahr, weil sie von falschen Signalen aus Berlin und Brüssel angelockt werden“, führt Weidel in einem Facebook Beitrag weiter aus. Laut Weidel werden die bosnischen Behörden mit der Bewältigung der Folgen alleingelassen. Unterdessen handle Kroatien „im Interesse aller Europäer, wenn es seine Grenzen streng schützt und illegale Migranten konsequent zurückweist.“ Zuletzt übte man heftige Kritik an der Vorgehensweise der kroatischen Polizeibeamten. Den Beamten wurde vorgeworfen, gewaltsam gegen Migranten vorzugehen. Diesem Vorwurf widersprach ein 24‐jähriger pakistanischer Flüchtling, der von den Beamten selbst schon mehrmals aufgegriffen und zurückgeschickt wurde.

Humanitäre Katastrophe” verhindern

Um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, müssen die in Bosnien‐Herzegowina gestrandeten illegalen Einwanderer noch vor Wintereinbruch in ihre Heimatländer zurückgebracht werden.“ Dabei sieht Weidel Deutschland und die EU in der Pflicht. Sie sollen die kroatischen und bosnischen Behörden bei diesem Vorgehen unterstützen. „Alles andere wäre ein weiteres fatales Signal, das die Krise noch verschlimmert“, schließt die AfD‐Politikerin.

Katastrophale” Zustände in der bosnischen Grenzstadt Bihać

Vor allem in der Grenzstadt Bihać seien die Zustände teils „katastrophal”, wie der 45‐jährige Asmir schon vor Monaten gestand. In der Stadt sei „nichts mehr so wie es war”. Das Sicherheitsgefühl sei gesunken und man habe auch Angst vor verschiedenen Krankheiten. Die Stadt sei nicht mehr wiederzuerkennen und die Asylwerber würden sich nicht an die örtlichen Gepflogenheiten anpassen. Sie würden Passanten anfallen, Schaufensterauslagen zerstören und stehlen, so Asmir gegenüber der kroatischen Nachrichtenseite Večernji list.

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