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Hambacher Forst

Abholzung laut Greenpeace-Gutachten unzulässig

Nach dem tragischen Unfall eines Journalisten im Hambacher Forst gehen die Räumungen der Baumhäuser seit Montag weiter. Greenpeace legt indes ein Gutachten vor, nach dem die Rodung des Waldes widerrechtlich sei. 

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<p>Foto von MaricaVitt [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gemeinsam_stark,Hambacher_Forst,NRW.jpg">from Wikimedia Commons</a> | Zugeschnitten</p>

Foto von MaricaVitt [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons | Zugeschnitten

Solange die Braunkohle für den Energiekonzern nicht zwingend erforderlich ist, sei die Rodung des Waldes beim Hambacher Forst widerrechtlich. So lauten die Kernaussagen eines von Greenpeace in Auftrag gegeben Gutachtens. Dies gilt allerdings nur bis Mitte Dezember diesen Jahres. Denn sobald die Braunkohle für die Energieversorgung benötigt wird, wäre die Rodung legal. Die Nichtregierungsorganisation Greenpeace hatte das besagte Gutachten bei einer Rechtsanwältin in Auftrag gegeben. Ob dieses Gutachten jedoch mehr bewirkt als ein mediales Echo, bleibt zu bezweifeln.

Die Berliner Rechtsanwältin Cornelia Ziehm forderte die zuständige Bezirksregierung daraufhin auf, unverzüglich die Räumung des Waldgebietes zu untersagen. In Arnsberg sieht man dies jedoch anders. Der Sprecher Werner Isermann sagte gegenüber der taz: „Es gibt keinen Grund für eine neue Entscheidung.“

Braunkohle aktuell nicht benötigt

Zuvor hatte RWE selbst offengelegt, dass die Braunkohl unter dem besetzten Waldgebiet erst zu einem späteren Zeitpunkt des Jahres benötigt werde. Nichtsdestotrotz will RWE sein Braunkohletagebau jetzt unbedingt erweitern. Ein Greenpeace -Aktivist wirft dem Energiekonzern deshalb die bewusste Anheizung des Konflikts vor: „RWE heizt im Hambacher Forst eine Konflikt samt teurem Polizeieinsatz an, dabei darf der Konzern nach geltendem Recht gar nicht roden.“ (Karsten Smid)

Profit über Umwelt?

Die Debatte über den Hambacher Forst zeigt vor allem, dass die Interessen eines Energiekonzerns über die Natur gestellt werden. Die vordergründig linken Aktivisten kritisieren dieses vorgehen zu Recht.

Die Frage nach dem Umweltschutz dürfe allerdings keine von politischen Lagern sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. So lautet auch der Tenor auf dem Kulturmagazin Anbruch. Dort hat der Autor Lutz Meyer eine Debatte  über die ein neues ökologischen Bewusstseins eröffnet.

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