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Sozialwissenschaftler kündigt nach Beschimpfungen linker Studenten

Der renommierte Sozialwissenschaftler Bernhard Heinzlmaier bekundete am Dienstag auf Twitter, seine Lehrtätigkeit an der Universität für Angewandte Kunst in Wien aufzugeben.

3 Minuten Lesezeit
<p>Bild Uni für Angewandte Kunst: Maclemo via <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Angewandte.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten) / Screenshot Twitter / Collage: Die Tagesstimme.</p>

Bild Uni für Angewandte Kunst: Maclemo via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten) / Screenshot Twitter / Collage: Die Tagesstimme.

Wien. Heinzlmaier verfasste zahlreiche Werke und Studien im Bereich der Jugendforschung und Lebensstilforschung, aber auch zum Themenkomplex der Unternehmensberatung. Als Professor war er zuletzt unter anderem an der Grazer Fachhochschule Johanneum sowie an der Wiener Universität für Angewandte Kunst tätig. Nun kam es auf Twitter angeblich zu unschönen Szenen mit linken Studenten, einer davon offenbar an letzterer Institution.

Beschimpfungen gegen Uni-Professor

Der Forscher fiel in jüngerer Vergangenheit auch vermehrt mit Kritik an linken Akteuren und Parteien auf. In einer Diskussion, wo er unter anderem um Definitionen von „links“ und rechts“ bat, kam es nun offenbar zu Beschimpfungen. Zwei Teilnehmer sollen sich dabei auch auf seine universitäre Lehrtätigkeit bezogen haben und stellten diese infrage. Einer davon stellte anscheinend sogar Hausbesuche in den Raum.

Schriftliche Kündigung des Lehrauftrags

Heinzlmaier zog seinerseits seine Konsequenzen aus der Causa und kündigte am Dienstagabend kurzerhand seinen Rückzug von der Lehrtätigkeit an der Kunstuni an.

Einige Kommentatoren wollten darauf hin seine Beweggründe wissen. Er bekundete, er wolle einfach nicht mehr in diesem „Morast […] herumwühlen“. Er habe den Lehrauftrag nicht aus ökonomischer Notwendigkeit, sondern aus Neigung angenommen. Wenn Studenten der Universität der Ansicht seien, dies wäre Zeitverschwendung, wolle er einer „besseren Lösung nicht im Wege“ stehen. Durch seinen Rückzug sei somit allen Beteiligten geholfen.

Franz: Angriff gegen Heinzlmaier „absolut inakzeptabel“

Die Reaktionen auf seinen angekündigten Rückzug waren in der Folge von Solidaritätsbekundungen geprägt, so etwa vonseiten des ehemaligen ÖVP-Nationalratsabgeordneten Marcus Franz. Der beliebte Arzt war im Juni selbst das Opfer einer persönlichen Kampagne mittels Schmähplakaten – Die Tagesstimme berichtete. Er bezeichnete die Äußerungen gegenüber Heinzlmaier als „absolut inakzeptabel“ und forderte alle Seiten auf, solche Ausritte „zu verurteilen“.


Weiterlesen: 

Schmähplakate: Wiener Arzt beklagt „persönliche Hetze von Linken“ (14.6.2018)

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