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„Aquarius 2“

Migranten dürfen in Malta an Land gehen

Nach tagelangem Suchen nach einem sicheren Hafen dürfen die 58 Migranten, die sich derzeit noch auf der Aquarius befinden, in Malta an Land gehen.

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<p>Symboldbild: Hafen (Bild zugeschnitten) [CC0] / Flüchtlingsboot / By Irish Defence Forces [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:LE_Eithne_Operation_Triton.jpg">via Wikimedia Commons</a> / Collage: Die Tagesstimme</p>

Symboldbild: Hafen (Bild zugeschnitten) [CC0] / Flüchtlingsboot / By Irish Defence Forces [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons / Collage: Die Tagesstimme

Lissabon. Die Regierung in Valletta hat gestern mitgeteilt, dass die Personen, die sich auf der Aquarius befinden in Valletta an Land gehen dürfen. Ein maltesisches Schiff soll die 58 Migranten aufnehmen und an Land bringen. Danach werden sie auf andere Länder verteilt, hieß es vonseiten der maltesischen Regierung.

Portugal trifft Abmachung mit Frankreich und Spanien

Zuvor hatte Portugal mit Frankreich und Spanien eine Abmachung getroffen. Man werde zehn Personen aufnehmen, kündigte die portugiesische Regierung laut der Nachrichtenagentur AFP am Dienstagnachmittag an. Zunächst war noch unklar gewesen, wo die Flüchtlinge an Land gehen würden. Das Innenministerium in Lissabon hält die Entscheidung, die in Absprache mit Spanien und Frankreich getroffen wurde, für solidarisch. Über diese Wendung erfuhr die Besatzung der Aquarius erst über Medienberichte.

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Aquarius kontaktierte mehrere Leitstellen

In den Tagen zuvor war das Schiff vor allem damit beschäftigt einen Hafen zu finden, um dort anzulegen. Die Besatzung der Aquarius kontaktierte am Montagabend hierfür jede Leitstelle zur Seenotrettung in Europa. In einer E-Mail an die Behörden in Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Monaco, Norwegen und zwölf weitere Leitstellen forderten die Helfer, dass eine Behörde die Koordination der Hilfseinsätze übernimmt.

Aquarius sollte nächstgelegenen Hafen ansteuern

Wie die Tagesstimme gestern bereits berichtete, versuchte die Aquarius zunächst in Marseille anzulegen. Der französische Regierungschef Benjamin Griveaux reagierte auf dieses Vorhaben zunächst zurückhaltend. Das Schiff solle einen Hafen anlaufen, der am nächsten gelegen und am sichersten sei. Der Umweltstaatssekretär Sebastien Lecornu sagte dazu am Dienstag: „Marseille ist derzeit nicht der nächstgelegene Hafen“. Bereits im Juni lag die Aquarius mit über 600 Migranten an Bord tagelang auf See. Auch damals war Frankreich unter jenen Staaten, die sich zur Aufnahme einiger Migranten bereiterklärt hatten. Um diesmal eine ähnliche Situation zu vermeiden, steuerte man wohl sofort Richtung Frankreich, wo man sich bei der Aufnahme von Migranten liberaler zeigt als manche Nachbarländer.

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