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Meinung

Kolumne: „Der Verfassungsschutz ist eine politische Waffe!”

Patrick Lenart

Veröffentlicht

am

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Die Alternative für Deutschland (AfD) steht wegen ihrer Erfolge unter Beschuss der Regierungsparteien, die eine mächtige Waffe im Kampf gegen die Störer ausgepackt haben: den Verfassungsschutz. Kaum ist eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz überhaupt in Erwägung gezogen, werden die Furchtsamen in der Partei nervös und wollen mit überschießenden Maßnahmen auf Nummer sicher gehen. Aber auch die Liberalen wollen den Schlag des Gegners nutzen, um den konservativen Parteiflügel loszuwerden. Doch beides wäre ein fataler Fehler, der zum Kalkül der Beobachtung gehört und dem AfD‐Chef Alexander Gauland bravourös Einhalt gebietet.

Kommentar von Patrick Lenart

Inzwischen müsste jedem politisch Interessierten gedämmert haben, dass der Verfassungsschutz vieles macht – aber die Verfassung schützt er nicht. Würde er es machen, wäre Merkel längst entmachtet, G20 in Hamburg bliebe ein feuchter Traum der Antifa, die linksterroristische Website Indymedia wäre offline und Politiker der AfD würden nicht im Wochenrhythmus mit Einschüchterungen und Angriffen zu kämpfen haben.

Der Verfassungsschutz ist eine politische Waffe

Nein, die Funktion des Verfassungsschutzes ist eine ganz andere: Er ist eine Waffe gegen politische Konkurrenz und missliebige Kritiker. Ich selbst habe am eigenen Leib erfahren, wie der ideologisch besetzte österreichische Verfassungsschutz um keine noch so dümmliche oder erfundene Argumentation verlegen ist, um Kritiker der etablierten Politik zu diffamieren. Sozialdemokraten und Kommunisten geben den Ton an und erklären mit vorgeschobenen Gründen, wer in Ordnung ist und wer nicht. Dass es in Deutschland nicht anders ist, daran kann es überhaupt keinen Zweifel geben. Ein kurzer Blick auf die Bundesländer Niedersachsen und Bremen genügt, in denen die AfD‐Jugendorganisation bereits jetzt unter Beobachtung steht.

In Niedersachsen verkündete der SPD‐Innenminister Boris Pistorius stolz, er habe entschieden, die Junge Alternative (JA) zu beobachten – mit dem entlarvenden Argument, es handle sich um eine verfassungsfeindliche Organisation. Wozu dann eigentlich eine Beobachtung? Wenn es feststeht, dann wäre die JA bereits verboten, und wenn dies nicht der Fall ist, dann könnte dies wohl erst eine Beobachtung ans Tageslicht bringen. Aber nein: Pistorius hat das Ergebnis der Beobachtung bereits vorgegeben. Die Präsidentin des niedersächsischen Verfassungsschutzes, Maren Brandenburger – auf Zuruf der Grünen zur ersten weiblichen Leiterin der Behörde ernannt –  macht eifrig mit. Kein Wunder, ist die Sozialdemokratin doch schon seit 1995 strammes SPD‐Parteimitglied.

Auch in Bremen steht die Junge Alternative unter Beobachtung – wieder unter einem Sozialdemokraten, dem Innensenator Ulrich Mäurer. Der dortige Verfassungsschutzpräsident Dierk Schittkowski steht brav zur Verfügung, war er doch schon zuvor „Senatsrat beim SPD‐Genossen Innensenator Mäurer“. In Nordrhein‐Westfalen, wo die AfD‐nahe „Patriotische Plattform” beobachtet werden soll, posaunte der Verfassungsschutzpräsident Burkhard Freier, die Plattform sei mit Sorge zu betrachten, insbesondere wegen ihrer ethnopluralistischen Positionierung. Wieder ein SPD‐Mitglied. Wer angesichts dieses Parteifilzes noch ernsthaft an die Unabhängigkeit des Verfassungsschutzes glaubt, der glaubt auch an die Unschuld einer Hure.

VS‐Beobachtung ist ein harter Schlag

Natürlich ist die Vorgehensweise nicht so plump, wie es die offensichtlichen personellen Verquickungen und die ungenierte öffentliche Nutzung der Behörde für die eigene Partei vermuten lassen. Missstände, die man eigentlich nur aus Dokus über totalitäre Staaten kennt – denn wo sonst verkünden Parteien öffentlich, die Konkurrenz verbieten zu wollen und deren Anhänger systematisch zu kriminalisieren? Denn nichts anderes ist bereits die Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Alleine die Beobachtung führt zu Entlassungswellen, etwa aus dem staatlichen Dienst. Wer beruflichen Erfolg hat, gerät durch die Mitgliedschaft in der Partei unter Druck und riskiert seine soziale Existenz.

Meinungsfreiheit gibt es unter solchen Bedingungen nicht mehr. Die Partei kann deshalb stolz darauf sein, jemanden wie Alexander Gauland an der Spitze zu haben. Im Interview mit der F.A.Z. antworte er auf die Frage, ob ihn die Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu denken gebe: „Das gibt mir zu denken. Aber nicht in dem Sinne, in dem Sie sich das vorstellen. Sondern in dem Sinne, dass wir offensichtlich für die Konkurrenten so gefährlich geworden sind, dass diese jetzt zu administrativen Mitteln greifen.” Angst habe er vor der Beobachtung keine – sie würde der AfD nur noch mehr Stimmen bringen.

Keine Panik

Diese Gelassenheit ist es, was die AfD jetzt braucht. Denn eines sollte klar sein: Das Verhalten der Partei wird für das Ergebnis nicht ausschlaggebend sein, solange die Partei eine Gefahr für Macht und Geld der Etablierten ist. Das Ergebnis der Beobachtung ist immerhin schon vorgegeben. Deshalb sucht der Verfassungsschutz auch nirgends nach Tatsachen, sondern nach Gründen. Ich selbst habe erlebt, wie selbst die ungeniertesten Lügen als Argumente herangezogen werden, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Und seien diese noch so offensichtlich!

Deshalb ist eine klare Linie für die eigene Basis, aber auch für den politischen Beobachter, wichtiger als die Einstufung durch den Verfassungsschutz: Man darf sich die Verfassungsfeindlichkeit nicht aufzwingen lassen. Es ist von Gauland nur richtig nochmal zu betonen, dass seine „friedliche Revolution […] kein Umsturz der grundgesetzlich garantierten Ordnung” ist. Der Narrensaum – ohnehin kaum vorhanden – darf keine Chance wittern, die Partei so zu gestalten, wie sie sich die Etablierten wünschen.

Nur Gemeinsam

Am anderen Ende stehen die Liberalen, denen ebenfalls Einhalt geboten werden muss. Sie schüren jetzt gezielt die Ängste der Parteibasis, um den missliebigen konservativen Flügel auszuschalten. Dabei brauchen sie den konservativen Flügel genauso, wie der konservative Flügel den liberalen. Denn die Alternative für Deutschland ist in erster Linie nicht zur Durchsetzung liberaler oder konservativer Positionen da, sondern zum Wegfegen des Parteienfilzes, der sich den Staat zur Beute gemacht hat, damit echte politische Debatten überhaupt erst stattfinden können

Soll frisches Blut in den Staatsapparat, wird das nur mit dem breiten ideologischen Bündnis gelingen, das die AfD eben darstellt. Die Konservativen haben das verstanden – die Liberalen scheinen nach Lucke, Petry & Co noch immer lernresistent zu sein. Der Begriff „Salamitaktik“ scheint ihnen völlig unbekannt. Damit ist eine Taktik gemeint, die sich immer auf das äußerste Stück konzentriert. Ist eine Scheibe ab, kommt die nächste dran, bis die Salami zerstückelt daliegt.

Auch hier hat Gauland perfekt reagiert und die unrühmliche Abgrenzung der Jungen Alternative von ihren beobachteten Landesgruppen kritisiert: „Ich habe es immer für falsch gehalten, Teile der Partei auszugrenzen. Das tue ich auch in diesem Fall.“ Wenn der Parteichef schneidiger reagiert als die Parteijungend, sollten die Alarmglocken läuten. Denn innerhalb der klaren Kante ist völlige Solidarität geboten! Nicht nur innerhalb der AfD, sondern innerhalb des gesamten Milieus des „Neuen Patriotismus”!

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    DAVID K ELKINS

    29. September 2018 at 20:58

    Where can I get a schedule of ‚far‐right’ events in Europe for 2019? When I try to get info thru normal channels, all I get is anti‐European propaganda. I’m interested in Pegida, Generation Identity, Europe‐for‐Europeans, Tommy Robinson, Orban, and other populist‐supporting events taking place in 2019, as I will be visiting from America.

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Meinung

Wort zum Sonntag: „Schützt eure Kirchen vor falschen ProphetInnen!”

Redaktion

Veröffentlicht

am

von

ASDF Symbolbild: Anders Hellberg [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

An einer jungen, frischen und inspirierten Kirche liegt es, falsche Propheten klar zu benennen und ihre Stimme gegen sie zu erheben. Gerade auch dann, wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht und wenn selbst altgediente Autoritäten den Weg Gottes aus den Augen verlieren.

Eine Kolumne von Raphanus

Paul Zulehner ist katholischer Priester, emeritierter Theologieprofessor und hielt dieses Jahr die Pfingstpredigt in Weiz. Das Wirken und der Geist Gottes war sein Thema; und Aufbruch und Zuversicht stellte er in den Mittelpunkt seiner Predigt. Mit der Wahl des neuen Papstes Franziskus habe sich die Lage der Kirche tiefgreifend verändert und die Weltkirche erlebe derzeit ein neues Pfingsten mit der – oh Wunder! – neuen Prophetin Greta Thunberg!

Greta als Verkünderin des neuen Evangeliums?

Gott sei in allem gegenwärtig und durch das Wirken Gottes durch uns Menschen sei jetzt schon ein Stück Himmel auf die Erde gekommen – eben mit Greta als „Prophetin” und den vielen Schülerinnen und Schülern, die nun endlich „revolutionär” geworden seien und den säumigen Erwachsenen gehörig ins Gewissen redeten. Der liebe Gott ein Revolutionär, mit Greta als Verkünderin des neuen Evangeliums?

Im Katechismus lesen wir, dass das Kommen des Gottessohnes so gewaltig war, dass es durch die Jahrhunderte von Gott vorbereitet und durch den Mund der Propheten angekündigt wurde. All die Riten und Opfer, Gestalten und Sinnbilder liefen auf dieses Kommen zu. Auch die Propheten des neuen Bundes nahmen in ihrer Verkündigung immer Bezug auf den Herrn.

Greta Thunberg ist in der Tat eine medienwirksame Galionsfigur und die Sinnhaftigkeit, unseren Planeten zu schützen und etwas für das Klima zu tun, ist unumstritten. Wie auch immer Greta und die Menschen um sie herum es schaffen, mediale Reichweite zu generieren, sollte man die Kirche doch im Dorf lassen: Denn gute PR macht noch lange keine Prophetin.

Jeder Hype geht mal zu Ende

Zulehner ist auf Grund seines Hintergrunds gern gesehener Referent und durch seinen wissenschaftlichen Hintergrund und sein geistliches Wirken haben seine Worte Gewicht und Einfluss auf Kirche und Gemeinde. Er und alle mit ähnlichem Einfluss sollten daher ihre Worte mit Bedacht wählen. So er nicht von Gott kommt, ist jeder Hype einmal zu Ende und alle, die heute vorschnell eine neue Prophetin verkünden, wollen morgen sicher nicht zu den Irrlehrern zählen. Es liegt auch an uns Christen, darauf aufmerksam zu machen.

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Meinung

Kolumne: Diese 10+ Dinge taten bereits unsere Großeltern für die Umwelt

Julian Schernthaner

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am

ASDF Symbolbild (Vierkanthof im Mostviertel als Zeichen der Regionalität): Calauer via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Wenn heute Klima‐ und Umweltdemonstrationen einen verantwortlicheren Umgang mit unseren Naturräumen und Ressourcen fordern, ist dies vollkommen richtig. In Wirklichkeit müssten wir uns aber in vielen Fällen für eine alltagsökologische Anleitung einfach auf alte Werte besinnen.

Kommentar von Julian Schernthaner.

Das Narrativ ist simpel: Die Jugend, welche gegen die Alten aufbegehrt, welche durch ihre Verschwendungssucht den Planeten an den Rand einer Katastrophe brachte. Allerdings greift dies weitaus zu kurz. Denn viele von uns müssen gar nicht einmal zwei Generationen zurückdenken, um eine weniger konsumträchtige Gesellschaft zu erinnern, sondern einfach in die eigene Kindheit. Und nein, ich habe die zahllosen Stellschrauben nicht abgezählt.

Unnötiger Plastikmüll als recht neuartiges Unding

Wenn wir an unsere Kindheit denken, erscheint vor unserem inneren Auge dieses unweigerlich väterliche Bild eines Mannes, der keuchend einen schweren Wasserkasten in den vierten Stock ohne Lift trägt. Fünf Minuten später kommt wiederholt er diese Tour mit einem Fruchtsaft, zuletzt mit der Milchration für die Woche. Waren die Flaschen leer, gingen sie zurück, wurden gewaschen und neu befüllt. Den Weg ins Fitnessstudio sparte man sich damit gleich mit.

Auch stand im Geschäft niemand vor einem Gemüseregal mit der Qual der Wahl, eine Biogurke aus Spanien in Plastik oder eine unverpackte, herkömmliche, heimische zu nehmen. Man kaufte das Obst und Gemüse meist frisch, es war ohnehin regional und saisonal. Und zwar beim Greisler im Ort und nicht im Einkaufstempel zehn Kilometer weiter. Und weil der sanfte Geruch der Landwirtschaft sauberen Anbau versprach, war auch Bio oft kein ernsthaftes Thema – wozu auch?

Geländewägen im Stadtverkehr sind unsinnig

Möglicherweise romantisiere ich dieses Bild etwas überschwänglich, um einen Punkt zu unterstreichen. Viel eindeutiger wird es aber bei der allgegenwärtigen Frage der Mobilität. Denn wo heute auch Hausfrauen einen alle zwei Jahre auf Pump erneuerten halben Geländewagen durch die vollkommen flache Stadt zum einkaufen steuern, begnügten sie sich noch vor zwanzig Jahren mit einem Gebrauchtwagen mit 3 Liter Spritverbrauch.

Mein Opa leistete sich überhaupt den Luxus, seinen Führerschein erst mit fünfzig Jahren zu machen. Freilich als Stadtmensch – aber immerhin als Chefredakteur eines Lokalblattes, zeitweiser Pressesprecher eines namhaften Politikers und Vater von sechs durchaus aufgeweckten Kindern. Zum Urlaub schlüpften alle in ein Zugabteil, dennoch kam niemand zu kurz. Heute diskutieren wir plötzlich über Billigflugreisen, die damals die Geldbörse nicht nur eines durchschnittlichen Arbeiters sprengten.

Sparsamkeit muss kein Nachteil sein

Wie schnell uns die Annehmlichkeiten eigentlich über den Kopf wuchsen, fiel mir erstmals auf, als ich einst in der Stube des Altbürgermeister des großelterlichen Dorfes saß. Selbst Bauer, kannte er jeden einzelnen Flurnamen weit und breit. Auf die Frage, woher dieser breite Fundus stammte, sagte er salopp: „Mei, mia sein friaga halt ab und zua a stundenweis’ z Fuaß gangen…”

Und je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir, wie weit wir uns in der Zwischenzeit vom Menschenverstand entfernten. Früher trugen Kinder ein Hemd, welches bereits der große Bruder hatte, ohne am Spielplatz dafür vermöbelt zu werden. Rechnen konnte man im Kopf, und wenn man sich verfahren hatte, befragte man Einheimische oder eine Straßenkarte. Eine einzelne Steckdose für die Leselampe reichte oft.

Fortschrittsgedanken nicht verabsolutieren

Nicht falsch verstehen: Keinesfalls verlange ich, dass wir alle unsere Smartphones in den Müll werfen und fortan unsere Wäsche mit dem Waschbrett waschen. Fortschritt kann sinnvoll sein und dem Menschen das Leben erleichtern. Aber er ist keine heilige Kuh – und macht auch nicht zwangsläufig glücklich. Wen wollen wir damit überhaupt beeindrucken?

Ewiges Wachstum ist nicht der Weisheit letzter Schluss – aber eben die sine qua non einer konsumistischen, hedonistischen, globalisierten Welt, die Menschen primär als Ressourcen versteht. Aber selbst dem wirtschaftsliberalsten Konservativen mit Herz für die Heimat sollte bewusst sein: Mit der Zerstörung von Naturräumen geht auch immer die Zerstörung von Kulturräumen einher.

Jugend nicht der globalistischen Linken überlassen

Und genau deshalb ist es töricht, junge Menschen, welche diese seligen Zeiten unserer eigenen Kindheit nicht mehr kannten als „Klimadeppen” zu beschimpfen. Denn oft sind sie ein einigermaßen unbeschriebenes Blatt mit dem Willen eine bessere Welt zu schaffen. Und zweifelsohne könnte man ihnen eine solche gewisse Rückbesinnung auch glaubwürdig vermitteln.

Wahrscheinlich könnte man ihnen über den ‚Umweg’ der Nachhaltigkeit und der Regionalität auch ein Engagement für die Heimat schmackhaft machen. Stattdessen überlässt man sie jenen, welche dem Thema als ‚globales Problem’ einen weltenbürgerlichen Vibe mitgeben – und gleichzeitig dennoch einen urbanen, konsumistischen Lebensstil pflegen.

Gestärkte Regionen sorgen für gesunde Umwelt

Denn so viel ist klar: Viele Linke verachten den ländlichen Raum außer als bourgeoisen Familienrückzugsort. Ihre Urlaubsreisen frönen ihrem Fernweh und Weltbürgertum. Das hinterlässt weitaus größere ökologische Fußabdrücke als ein Landjunge, der wie dazumal seine Tischlerlehre beim väterlichen Freund im Dorf macht und im Sommer mit der Freundin auf die Almhütte abhaut. Eine Spritztour am Freitag macht ihn nicht zum Umweltsünder.

Auch zu Ende gefahrener Altwagen wird stets schadstoffärmer sein als die Massenproduktion nagelneuer Elektroautos. Ein Kauf beim örtlichen Fachhandel stärkt die Region, schafft damit Arbeitsplätze und spart neuerdings Pendel‐ und Einkaufswege. Tausende Kilometer jährlich würden wegfallen – und den Grünen die Grundlage für Verbotsargumente.

Heimatliebe als Antrieb für Engagement

Und trotzdem finden sich auch in kleinen Städten hunderte Schüler jeden Freitag zu Protesten ein. Das sind in den allermeisten Fällen keine linksideologisierten Dreikäsehochs, welche eine Welt mit offenen Grenzen und grenzenlosem, aber „bewusstem” Konsum wollen. Viel öfter wollen sie einfach, dass die an der Mutterhand liebgewonnene Natur vor ihrer Tür nicht vor die Hunde geht. .

Diese gilt es abzuholen und für regionale und nationale Nachhaltigkeit zu gewinnen. Der heute oft von Greisen gesäumte örtliche Bauernmarkt kann dafür genauso ‚hip’ werden wie der Bioladen in der City. Wer den Wert seiner unmittelbaren Heimat kennt, schätzt eine gesunde Welt ohnehin. Und von da ist es auch zum Verständnis nicht mehr weit, dass nur souveräne Nationalstaaten in der Lage sind, effektive Zukunftsökologie zu fahren um als Vorbild zu dienen für Staaten, in denen der Hausmüll einfach im Fluss landet.


Mehr zum Thema ‚Konservativer Umweltschutz’:

Recherche Dresden: 7 Thesen für eine konservativ‐ökologische Wende (8.6.2019)

Norbert Hofer: Klima‐ und Umweltschutz werden FPÖ‐Schwerpunkte (5.6.2019)

Kolumne: Patrioten müssen sich Umweltthema von Linken zurückholen (1.6.2019)

Berlin: Junge Alternative will Umweltschutz ins AfD‐Programm aufnehmen (28.5.2019)

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Kultur

Kommentar: Rammstein provozieren, Rammstein regen auf…

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Rammstein bei einem Konzert im französischen Nîmes vor zwei Jahren / Julien Damelet [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Rammstein ist eine der bekanntesten, wenn nicht sogar die bekannteste und erfolgreichste Band im deutschsprachigen Raum, die dem Genre „Neue Deutsche Härte” zuzuordnen ist. Bereits seit 25 Jahren schafft es die Gruppe mit ihren Texten und Auftritten zu provozieren, aufzuregen und zu begeistern. Im Rahmen ihrer aktuellen Europa‐Tournee ließen Rammstein einen Fan offenbar mit einem mulmigen Gefühl im Bauch zurück. Der Grund: die beim Konzert gesungenen Worte „Deutschland, Deutschland über allen”. Gleich vorweg – besagter Fan bin nicht ich.

Kommentar von Monika Šimić

Groß war die Aufregung, als Rammstein nach zehn Jahren Pause ihr neuestes Album veröffentlichten. Das neue, unbetitelte Album, das etwa mit Titeln wie „Deutschland”, „Ausländer” oder „Sex” aufwartet, war für viele ein Garant für Provokation. Dass Rammstein aber immer schon provozieren, sollte bekannt sein. Und obwohl sich die Gruppe mit „Deutschland” politisch eindeutiger als jemals zuvor äußerten, sorgte das Lied mit dem dazugehörigen Musikvideo für Kritik und Aufregung. An dieser Stelle empfehle ich jedem Leser, sich selbst ein Bild von dem „Skandal‐Lied” zu machen, ohne hier näher darauf eingehen zu wollen (das Video kann man sich hier zu Gemüte führen).

Deutschland, Deutschland über allen”

Auf der aktuellen Stadion‐Tour durch Europa darf der Song „Deutschland“ im Repertoire freilich nicht fehlen. Und so gaben Rammstein das Lied auch am vergangenen Wochenende im Münchner Olympiastadion vor mehr als 70.000 Fans zum Besten. Während das Konzert, wie ich zu behaupten wage, für den Großteil ein Augen‐ und Ohrenschmaus war, äußerte zumindest ein Fan auf Twitter ihre Bedenken ob der von Rammstein und dem Publikum gesungenen Worte „Deutschland, Deutschland über allen” gepaart mit einer angeblichen „Gruppendynamik”.

Abgesehen von dieser individuellen Erfahrung war die Stimmung bei den restlichen Fans im und rund ums Stadion – auch am nahegelegenen Olympiaberg machten Besucher es sich gemütlich – überaus euphorisch. Mit Begeisterung lauschten Zehntausende Besucher zunächst dem Duo Jatekok, das das Rammstein‐Album „Klavier” vierhändig auf dem Piano spielten. Anschließend folgten Rammstein, die die Menge mit einer ausgewogenen Mischung aus bekannten und neuen Liedern begeisterten.

Phänomen Rammstein

Trotzdem sind Rammstein eine zutiefst missverstandene Gruppe. Sie sahen sich, vor allem in der Vergangenheit, häufig mit dem Nazi‐Vorwurf konfrontiert – unberechtigterweise. Immer wieder musste man sich distanzieren. Und dabei ist die Gruppe einfach ein Phänomen unserer Zeit, in der es gilt, sich mittels provokanter Ästhetik und Texte in Szene zu setzen, um alle möglichen Sinne zu reizen. Wer das nicht versteht, muss das Konzept hinter Rammstein noch einmal genauer betrachten. Erst kürzlich verteidigte Eiskunstlauf‐Legende Katarina Witt Rammstein, die regelmäßig und weltweit ganze Stadien füllen, gegen Kritiker. „Wer sich wirklich inhaltlich, nicht bloß oberflächlich, mit ihnen beschäftigt, wird schnell merken, dass sie nicht in die rechte Ecke gehören, in die man sie hineindrückt”. Für sie sei die Musik von Rammstein „hohe Kunst, nicht einfach ein krachendes Konzert, sondern eine riesige Theaterinszenierung”.

Fesselnde Worte

Das Vermischen von Kunst und Politik ist ohnehin zu vermeiden. Musik sollte um der Musik Willen gehört werden, und nicht, weil einem die politische Ausrichtung eines Künstlers gefällt. Fakt ist, dass die Texte von Rammstein durch Lindemanns poetische Ader stets zu etwas Besonderem werden, wodurch er es auch schafft, stellenweise bizarr anmutende Texte erfolgreich an den Fan zu bringen. Lindemann versteht es wie kein anderer die Schönheit und den Reichtum der deutschen Sprache aufzuzeigen. Das beweist der Rammstein-Frontmann nicht nur mit seinen Liedtexten, sondern auch mit seinen Gedichten. Als Rammstein beim München‐Konzert am Samstag eines der ruhigeren, älteren Lieder („Ohne Dich”) anstimmten, bescherten sie ihren Fans wohl den schönsten Moment. Mit der aktuellen Tour durch Europa, die Ende August mit zwei ausverkauften Konzerten im Wiener Ernst‐Happel‐Stadion enden wird, geht der Erfolg der deutschen Gruppe – hoffentlich noch lange – weiter.

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