Skandalvideo

Schwarzer Rapper singt „Hängt die Weißen!“

Im Musikvideo foltern und töten zwei Schwarze einen Weißen. Der Refrain des anti-weißen Liedes lautet: „Hängt die Weißen! Hängt sie jetzt!“ Frankreichs Innenminister sieht nun die Justiz gefordert.

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<p>Screenshot vom Musikvideo. Copyright: Nick Conrad /YouTube</p>

Screenshot vom Musikvideo. Copyright: Nick Conrad /YouTube

Nizza. Der schwarze Rapper Nick Conrad hat mit einem rassistischen und gewaltverherrlichenden Lied auf YouTube für einen Sturm der Entrüstung in Frankreich gesorgt.

Folter und Mord

Das Musikvideo zeigt Filmszenen, in denen der Rapper und ein weiterer Schwarzer einen weißen Mann foltern und grausam töten. Dabei zwingen sie den am Boden liegenden weißen Mann, in den Randstein zu beißen. Anschließend tritt der Rapper auf den Kopf des Mannes – eine Anspielung auf eine berühmte Szene aus dem US-Film „American History X“.

Enthüllungen über die ÖVP

Im Lied rappt Nick Conrad darüber, weiße Babys zu töten und ihre Eltern aufzuhängen, um Schwarze zu „unterhalten“. Im Refrain ruft er: „Hängt die Weißen! Hängt sie jetzt!“

Video gelöscht

Das Video war laut Bericht von Russia Today am 17. September hochgeladen worden und erreichte mehrere tausend Klicks. Seit Mittwoch ist das umstrittene Musikvideo von Nick Conrads Account gelöscht. Man findet es aber weiterhin auf anderen Profilen und Plattformen.

„Abscheulich und unglaublich brutal“

Das Musikvideo und der Liedtext werden in Frankreich momentan heiß diskutiert. Stimmen aus Politik und Zivilgesellschaft forderten die französischen Behörden auf, das Video löschen zu lassen und rechtliche Schritte einzuleiten.

Die „Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus“ (LICRA) verurteilte das Video und betonte, dass Meinungsfreiheit nicht bedeute, dazu aufrufen zu dürfen, „Weiße aufgrund ihrer Hautfarbe zu hängen“. „Der Aufruf zu Mord in Nick Conrads Video ist abscheulich und unglaublich brutal“, erklärte LICRA auf Twitter.

Anti-weißer Rassismus

Marine Le Pen, Vorsitzende der patriotischen Rassemblement National (früher: Front National), bezeichnete das Video als ein Beispiel für „anti-weißen Rassismus, über den kein selbsternannter Medienexperte spricht“. „Es gibt nichts Künstlerisches an dem, was schlicht und einfach ein Aufruf zu Hass und Mord ist“, twitterte Le Pen.

Selbst der französische Innenminister Gerard Collomb verurteilte das Musikvideo und bezog auf Twitter Stellung. Die Behörden würden derzeit hart daran arbeiten, das Video aus dem Internet zu entfernen. Es liege nun an der Justiz, „dieser abscheulichen Forderung nach Hass“ angemessen Rechnung zu tragen.

„Botschaft der Liebe“

Conrad selbst verteidigte sein Werk gegenüber RTL damit, dass es eigentlich „eine Botschaft der tiefen Liebe“ („a message of deep love“) gewesen sei. Das Video sei zudem „tiefgründiger“, als es aussehe. Man wollte damit Leute zum Nachdenken bringen, indem man „die Rollen tauschte“, behauptet der Rapper.

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