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Niederlande

Großer Terroranschlag vereitelt

Drei der sieben festgenommenen Terrorverdächtigen wollten in der Vergangenheit in IS besetztes Gebiet einreisen.

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<p>Bild: Polizeiauto Niederlande / von Alf van Beem [<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CC0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Politie_VW_met_kenteken_73-TDP-2_in_Hoofddorp.JPG">vom Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Polizeiauto Niederlande / von Alf van Beem [CC0], vom Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Rotterdam. Am Donnerstag gelang es der niederländischen Polizei einen großen Terroranschlag zu vereiteln. Beamte konnten insgesamt sieben Verdächtige im Alter von 21 bis 34 Jahren festnehmen. Sie hatten einen Anschlag auf eine größere Veranstaltung geplant. Unter anderem wollten sie eine Autobombe zünden, um möglichst viele Menschen zu treffen. Der mutmaßliche Drahtzieher des vereitelten Anschlags ist ein 34-jähriger Iraker.

„Terroristische Zelle“ wurde ausgeschaltet

Die Vorbereitungen der Tat „seien sehr weit fortgeschritten“ gewesen. Den Ermittlern zufolge wollten die Verdächtigen Maschinengewehre und Bombenwesten einsetzen, damit es „bei einer Großveranstaltung möglichst viele Opfer“ gibt. Neben Handgranaten wollten sie auch eine Autobombe zünden. Bisher wurden noch keine Details zum Ziel des Anschlags genannt. Justizminister Ferdinand Grapperhaus sagte zu dem Vorfall, dass „eine terroristische Zelle“ ausgeschaltet worden sei.

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Mutmaßlicher Drahtzieher wollte in IS besetztes Gebiet reisen

Die festgenommenen Tatverdächtigen sollen von einem 34-jährigen Iraker angeführt worden sein, der bereits 2017 für den Versuch der Einreise in IS-Kampfgebiet verurteilt wurde. Zwei weitere Verdächtige hatten einen ähnlichen Versuch unternommen. Laut der niederländischen Staatsanwaltschaft wurden die Verdächtigen am Donnerstag in Arnhem, im östlichen Teil der Niederlande und in Weert, einer Region nahe der belgischen Grenze festgenommen. „In den Niederlanden agieren dschihadistische Netzwerke mit der Absicht, Angriffe in Europa zu planen“, erklären die Anti-Terror-Behörden. Die Festgenommenen sollen am Freitag dem Haftrichter in Rotterdam vorgeführt werden.

Gefahr aktuell auf Stufe 4

Die Verdächtigen hatte man zwar schon seit längerem im Visier, die Überwachung sei diesen Monat jedoch verstärkt worden, als die Festgenommenen begannen nach Granaten und Rohmaterial für den Bau einer Autobombe und nach Waffen wie Kalaschnikows zu suchen. Die Anti-Terroreinheit der niederländischen Polizei konnte die sieben Männer schließlich mit der Unterstüzung von Hunderten Polizisten verhaften. Die aktuelle Gefahr stufen die Niederlande auf 4 ein, was bedeutet, dass die Gefahr von Angriffen real ist. Auch Europol hat im Juni dieses Jahrs erklärt, dass die Gefahr von Terroranschlägen in Europa durch den IS nach wie vor akut ist.

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