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Kultur

Poetry Slam: Dieses Gedicht sorgte in Speyer für Furore und Diskussionen

Julian Schernthaner

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Screenshot: YouTube.

In Speyer wurde eine 14‐Jährige Teilnehmerin von der Preisverleihung eines Poetry‐Slam‐Wettbewerbs ausgeschlossen, weil sie ein kritisches Gedicht zum Besten gab. Wir haben die Erlaubnis, es in ganzer Länge abzudrucken.

Kurzkommentar von Julian Schernthaner

Speyer. Nur wenige Gedichte und Schriften schafften es in den letzten Jahren die Öffentlichkeit zu spalten. Als solches sei etwa das Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann auf den türkischen Präsidenten zu nennen. Dieses sorgte sogar wochenlang für diplomatische Verstimmungen zwischen Deutschland und der Türkei. Auch damals war es für das tiefere Verständnis der Geschehnisse wichtig, dass sich mündige Bürger ein eigenes Bild des Volltextes machen konnten, bevor sie urteilen.

Explosive Kulturentscheidung

Nun könnte man freilich sagen, dass auch einzelne Textabschnitte diesen Zweck erfüllen würden. Allerdings erlaubt dies gerade in der Dichtkunst allzu oft, dass diese den Gesamteindruck eines Werkes abschwächen, verstärken oder verfälschen können. Dies gilt doppelt, wenn es sich bei der Methode des Vortrags um eine „Poetry Slam” handelt. Denn es ist eine Vortragsweise, in welcher die Performance oft ausgeschmückt, der Inhalt oft gesellschaftskritisch ist.

Aus diesem Grund beabsichtigten wir ursprünglich, einen Facebook‐Beitrag zu verlinken, welcher den vollen Wortlaut beinhaltete. Gleichzeitig empfinden wir, dass dies den Umständen nicht ausreichend Genüge tut. Für den Beobachter mag es den Anschein haben, es handelt sich nur um den Beitrag eines 14‐jährigen Mädchens bei einem lokalen Redewettbewerb.

Die Entscheidungen der Veranstalter geben diesem aber eine kulturpolitische Wichtigkeit, die nicht unterschätzt werden darf. Gerade deshalb, weil das Motto des Slams jenes der „Zivilcourage” war – und dazu gehört eben auch, die Stimme dann zu erheben, wenn andere dies nicht hören wollen.

Der mündige Bürger

Wir erlauben uns also, den verschmähten Beitrag, den offenbar niemand hätte hören dürfen, mit freundlicher Erlaubnis der Mutter der Urheberin, AfD‐Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies bedeutet gleichzeitig nicht, dass wir sämtliche oder einzelne Inhalte des Stückes teilen oder befördern wollen.

Aber wir glauben stark daran, dass mündige Bürger in der Lage sein sollten, selbst zu urteilen. Während der erste Redebeitrag in einem YouTube‐Video eingesehen werden kann, wollen wir beim für den folgenden Eklat maßgeblichen zweiten Vortrag nun diese Lücke schließen. Genug meiner einführenden Worte – unter dem Strich ist das Original.

 


Das Problem mit der Zivilcourage

Poetry‐Slam‐Beitrag von Ida‐Marie Müller

Der Neger ist kein Neger mehr / Zigeuner darf man auch nicht sagen.
Rassistisch ist das beides sehr / so hört man es an allen Tagen.
Wer´s trotzdem wagt wird ausgebuht / gefeuert und geächtet,
In Zeitungen und Talkshows mit viel Wut / denn so sind die „Gerechten”.
Das Kinderbuch prüft ein Zensor / Weiß ist jetzt Sarrotis Mohr.
Und das nennt sich dann Zivilcourage / Und wisst ihr was? – Das ist für‘n Arsch!

Aus fernen Ländern kam der Gast / Dank Menschenhändlerbanden.
Reist mit Handy, und ohne Pass / in den gelobten deutschen Landen.
Verbittert ist der junge Mann / Finanziell geht‘s ihm zwar besser.
Weil er aber kein Fräulein haben kann / hilft er schnell nach mit – einem Messer.
Ein Einzelfall, so sagen die Experten. / Kultursensibel sei das zu bewerten.
Wer wütend ist und‘s anders meint / Ist nur ein brauner Fremdenfeind.
Und das nennt sich dann Zivilcourage / Und wisst ihr was? – Das ist für‘n Arsch!

Das bunte Bündnis, tolerant, zivil und breit. / Wir finden‘s in jeder Stadt.
Gekämpft wird dort für Moral und Menschlichkeit. / Ein jeder dabei wer nen Namen hat:
Linke, Gewerkschaft, Kirchenvertreter / Karrieristen und Volksverräter.
Der Flüchtling und der Muselmann / die muss man integrieren.
Ob man das auch bezahlen kann / hat nicht zu interessieren.
Wenn Deutsche verarmen, ist doch egal. /So weiß es die linksgrüne Hypermoral.
Und das nennt sich dann Zivilcourage, / Und wisst ihr was? – das ist für‘n Arsch.

Für alle die zu uns einwandern / fordern die heil´ge Solidarität.
Die Opfer bringen dann die Andern / S´ ist bequemer so und tut nicht weh.
Mutig geben sie vor zu sein / woll´n aber nichts riskieren.
Sie glauben an ihre Heuchelein / denn geschickt sind sie im Lavieren.
Bunte Vielfalt statt braunem Brei / Hauptsach´ die Stadt ist Nazifrei.
Und das nennt sich dann Zivilcourage/ Und wisst ihr was? – Das ist für‘n Arsch!

Dort wohnt ein AfDler und Rassist / So wissen‘s Büttel und Denuzianten.
Und geben Namen und Adress / schnell weiter an die Antifanten.
Dem schlägt man dann die Fresse ein / In unsrer Stadt darf der nicht sein!
Hundedreck im Briefkastenschlitz / bei Nacht und Nebel, was für ein Witz.
Im Kampf gegen Rechts ist alles erlaubt / Hier geht es um Demokratie und Werte.
Deutschland verrecke, schreien sie laut / wie eine Hornochsen‐Herde.
Und das nennt sich dann Zivilcourage! / Und wisst ihr was?! – Das ist für‘n Arsch!

Und die Moral von der Geschicht?
Nun steck das Messer dir im Bauch / denn so ist‘s im Orient der Brauch.
Rufen alle mit Applaus: / „ NA‐ZIS RAUS !!!”


Weiterlesen: 

Speyer: Migrationskritische Texte sorgen bei Poetry Slam für Aufsehen (28.9–2018)


Aktualisiert (28.09.2018 16:40): Wir beriefen uns zwischenzeitlich auf Angaben aus dem Umfeld der Bundestagsabgeordneten, wonach Mutter und Tochter über Nachnamensgleichheit verfügen würden. Dies stellte sich mittlerweile als falsch heraus, wir haben den Artikel entsprechend angepasst. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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40 Kommentare

40 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    28. September 2018 at 18:08

    Alle Achtung. Das Mädel hat sehr viel Zivilcourage bewiesen. Ganz im Sinne von John F. Kennedy wie er diese in seinem gleichnamigen Buch beschrieb.

    Hoffentlich trifft sie nun bei Freunden, Nachbarn und vor allem in der Schule nicht auf zu viele gehirngebremste Idioten.

    • Avatar

      Linksgrünversiffte Hirngebremste Idiotin

      29. September 2018 at 13:50

      Die Jugendliche bedient sich selbst der einseitigen Wortwahl und Häme, die sie den Menschen unterstellt, die nicht bei jedem Menschen anderer Hautfarbe gleich „Igitt! Raus aus Deutschland!” schreien.
      Zivilcourage ist nicht, andere Menschen zu beschimpfen, ganzen Gruppen Vergewaltigungsfantasien und Gewalttätigkeit vorzuwerfen und dem Streben nach Menschenwürde den Kampf anzusagen.
      Hier wird ein einseitiges, fanatisches Menschenbild propagiert, das wohl auch viel über Mama Bundestagsabgeordnete aussagt.
      Gern kann man diskutieren, wie mit kriminellen Einwanderern umgegangen werden soll, gern kann man darüber reden, wie genau was womit finanziert wird. Liebend gern kann über Probleme wie horrende Mieten, Obdachlosigkeit und Lohndumping gesprochen werden. Aber bitte ohne das im Gedicht dargestellte Schwarzweißdenken, sondern unter Berücksichtigung aller Grautöne und der Komplexität jeder Problematik. (Und unter Infragestellung des AFD‐Parteiprogrammes, welches eher an eines der FDP, als an ein um den finanziell schwachen deutschen Bürger besorgten Plan erinnert. Soviel zum Thema, „die Flüchtlinge nehmen ‚uns’ alles weg”.)
      Ich frage mich, wie man so verblendet sein kann, die Ursachen sämtlicher gesellschaftlichen Probleme auf eine höchst heterogene Gruppe zu beziehen, die a) in der Minderheit ist, b) finanziell schlecht gestellt ist, c) von der Bürokratie Deutschlands vom Arbeiten und Integrieren eher abgehalten wird, auch wenn genug Willen und Können besteht und d) nur eine von extrem vielen Herausforderungen in Deutschlands aktueller Situation darstellt. Könnten sich die AFD und ihre Anhänger auch mal auf die anderen Probleme stürzen und nicht bei jeder Thematik über Menschen herziehen, die zu 99% aus schrecklichen Situationen geflohen sind und nichts für die seit etlichen Jahren laufenden Fehlentwicklungen können? Danke. Man braucht sich ja nur mal zu fragen, ob die Probleme des „kleinen deutschen Mannes” schon vor 2015 da waren. Spoiler: jaaaaa…
      Um zurück zum Gedicht zu kommen: Ich kann verstehen, warum es von der Preisverleihung ausgeschlossen wurde. Die Frage ist immer, wie man mit derartigem Hass umgehen soll. Ich sage allerdings nicht, dass dies die richtige Entscheidung gewesen sein muss. Vielleicht sollte man dieses Gedicht zum Anlass nehmen, beide „Seiten” aufeinander zugehen zu lassen und zu diskutieren, was im Gedicht Flüchtlingen und menschenfreundlich denkenden Deutschen unterstellt wird. Vielleicht könnte man dieses schwarzweiße Denken auf beiden „Seiten” aufweichen und auf Grautöne und Gemeinsamkeiten schließen, dass wieder gesellschaftliches Leben miteinander möglich wird, statt gegeneinander.
      Müsste ich eine Seite wählen, würde ich die von Idealismus und Optimismus geprägte wählen und nicht die von Hass zerfressene. Am liebsten wäre mir aber eine Annäherung beider „Fronten” in einer realistischen politischen Diskussion, die Meinungsunterschiede zulässt, aber keine gegenseitigen Beschimpfungen. Dann würde es Gedichte wie dieses gar nicht erst geben. Und egal, welche prinzipielle Haltung man zu diversen politischen Themen vertritt – man müsste sich nicht wie im Gedicht geschehen, beleidigen lassen, weil man sich gegen jene stellt, die „Absaufen!” brüllen.

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        Rolf Ernst

        1. Oktober 2018 at 0:08

        Müsste ich eine Seite wählen, würde ich die von Idealismus und Optimismus geprägte wählen ” lese ich da. Das wäre wünschenswert, es geschieht aber nirgends . Idealismus und Optimismus werden im aktuellen Diskurs willkürlich und anlassfrei versprüht, wenn es um die Infiltration unserer Verfassung mit einer Hassideologie reinsten Wassers geht. Die optimistisch machenden Vorzeichen für das Gedeihen der Kinderrechte sind dann Beschneidung und Zwangsehe, positives Vorzeichen für Tierrechte ist das Schächten, optimistisch sind wir in puncto Frauenrechte wegen Burka und Niqab und Gleichheitsideale erkennt der Anonymus von 13h50 in Koran und Scharia. Nur dort, wo ein erkennbarer Rückgang zu verzeichnen ist, nämlich bei Straftaten von Rechtsextremen, dort pflegt er seinen Pessimismus, muss aber 25 Jahre in seiner Tabelle der Aktualität zurückgehen, um erst bei Mölln und Solingen fündig zu werden. Vieles wäre noch zu sagen über die brilliante Ida‐Marie, die humorvolle, hassfreie Worte fand, um den Status quo zu karikieren und sich als selbständige Denkerin hier profiliert. Anonymus, du stehst auf der Seite der Menschenhasser, Tierhasser und Freiheitshasser.

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        Ingo-Volkmar Altrock

        3. Oktober 2018 at 11:17

        Ingo‐Volkmar Altrock

        Dem Verfasser empfehle ich dringend den Koran und die Scharia zu lesen. Ich halte ihn für klug genug sich vorzustellen was sich in Deutschland in ein/ zwei Generationen abspielen wird. Von wegen Toleranz usw..
        Seit jahrzehnten leben und arbeiten „Ausländer” aus allen Ländern dieser Welt in Deutschland, sind integriert und machen null Probleme. Alleine die Menschen aus den muslimischen Ländern dieser Welt machen die hier benannten Probleme!

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        Johann Westerkamp

        5. Oktober 2018 at 0:19

        Wetten, daß diese sich selbst so titulierende „Linksgrünversiffte Hirngebremste Idiotin” überhaupt kein Problem damit hat, pauschali(si)erenden abwertenden Aussagen über Rechte zuzustimmen?

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        Zeckenhasser

        5. Oktober 2018 at 20:22

        Linksgrünversiffte Hirngebremste Idiotin… Der Name ist Programm. Soll wahrscheinlich irgendwie hochtrabend Multikulti Intelligenz ausstrahlen, ist aber sehr passend. Also Muslime sind in der Minderheit und finanziell schlecht gestellt? Na dann gehen sie doch mal in die speziellen Viertel, die jede Stadt mittlerweile zu bieten hat, da kommt man sich allenfalls als Deutscher in der Minderheit vor. Und für das finazielle sorgt schon der Staat mit Rundumversorgung, inklusive Neubau Wohnung, die sich der arbeitende Deutsche nicht leisten kann. Sehe ich gerade, keine 300 Meter Lutflinie. im übrigen hat die AfD weitaus mehr zu bieten als nur die Flüchtlingsdebatte. Die nimmt in dem Wahlprogramm gerade mal eine Dreiviertel Seite ein. Es sind Subjekte wie sie, die das immer wieder in Vordergrund stellen und perfide genug sind, ausgerechnet das immer wieder als Vorwurf zu benennen. Und ja, Messermorde, die begangen wurden müssen immer wieder und wieder mit dem betitelt werden, was sie sind. Nämlich MORD. Und diese Morde wären nicht begangen worden, wenn die Politik, a) die Grenzen dicht gemacht hätte für Asyltouristen ohne Pass, b) „Schutzsuchenden” jungen Männern von vorherein die Einreise verwehrt hätte (Schutz brauchen Frauen und Kinder, mit Sicherheit keine Männer im wehrfähigen Alter mit fundierten Kenntnissen im Messerkampf), c) die Aussengrenzen der EU von vornherein dicht gemacht hätten. Das ist laut IM Erika gar nicht möglich hier in Deutschland, weil das überhaupt nicht machbar ist. In Aber Saudi Arabien hat es dann mit deutscher Hilfe geklappt die Grenze hermetisch abzuriegeln.

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        Steffen Husung

        6. Oktober 2018 at 9:31

        Heute unser Thema: „Wie widerlege ich mich selbst und nehme anderen die Arbeit dafür ab.”

        Man beginne mit: „..sondern unter Berücksichtigung aller Grautöne und der Komplexität jeder Problematik. ” und gleite sanft ab in seinen eigenen Narrativ: „..über Menschen herziehen, die zu 99% aus schrecklichen Situationen geflohen..”.

        Wie war das mit dem Spiegel in dem Gedicht?

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    nachtrose

    28. September 2018 at 23:00

    das perfekte Beispiel wie eine indoktrie der Erziehung einen Menschen zu einer fanatisch einseitigen Weltanschauung bringt… traurig…

    • Avatar

      Benjamin

      29. September 2018 at 11:29

      Faszinierend! Schwachsinn und eher umgekehrt. Aber faszinierend.

      • Avatar

        Axel Maier

        30. September 2018 at 12:29

        Gääähnnnnnnn. …

    • Avatar

      der maiki

      29. September 2018 at 12:04

      das perfekte Gegenbeispiel wie eine Indoktrie der Erziehung eines Volkes zu einer fanatisch einseitigen Weltanschauung bringt… toll…

    • Avatar

      Maren G.

      29. September 2018 at 12:14

      Hat sie denn in ihrem Gedicht gelogen oder hat sie die Realität beschrieben. Dann nennen sie mir doch die Stelle an der sie gelogen hat. Sie sind übrigens auch das perfekte Beispiel wie eine rot‐grüne Indoktrination den Menschen zu einer einseitigen Weltanschauung bringen kann.

      • Avatar

        MMad

        29. September 2018 at 18:16

        Sehe ich auch so, ich habe keinen Fehler gefunden nur Tatsachen!

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    Volker

    29. September 2018 at 3:18

    Danke!
    Das Sie hier der komplette Vortrag von Ida‐ Marie, welcher in den You Tube Videos akkustisch nur schwer bis gar nicht zu verstehen ist in ganzer Länge abgedruckt wird!

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    Klausen

    29. September 2018 at 5:02

    Super TEXT! Jetzt verstehe ich, warum die disqualifiziert wurde.
    Wegen Gotteslästerung!
    Deutschland ist eine beginnende Diktatur.

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    Maice Wolfrum

    29. September 2018 at 9:40

    Das Mädchen hat recht, hier wurde mal gesagt, was man sonst nicht sagen „darf”. Weiter so! Vielen Dank für die Offenheit.

    • Avatar

      M. Fischer

      1. Oktober 2018 at 13:10

      Das alles wird nicht nur „mal”, sondern wirklich ständig an allen möglichen Orten gesagt, meist mit dem Zusatz, man dürfe es nicht sagen.

  6. Avatar

    Willi Sempf

    29. September 2018 at 11:19

    Waaau – das ein 14‐jähriges Mädchen trotz der einseitigen Pro‐Asyl‐Berichte der Medien so viel selbstständiges Denken und Mut aufbringt finde ich ganz erstaunlich . Meine Anerkennung ! Ich bin 74 -Jahre , seit 4 Jahren Integrationslotse , und kann das voll unterschreiben . Von dem was uns die Politik vor 3 Jahren erzählt hat glaube ich kein einziges Wort mehr . Die letzten 3 Jahre Asylpolitik , sind eine Katastrophe , weil sie nicht nach den Ursachen gefragt hat und statt dessen an den Symptomen rumdoktert . Ich gewinne immer mehr den Eindruck – es geht weniger darum Flüchtlingen zu helfen – es geht darum möglichst viele Migranten nach Europa zu bringen . Wenn man das tut ohne zu fragen ob sich diese denn überhaupt in unsere westlichen Werte integrieren können und wollen , dann muss man sich nicht wundern wenn man Deutschland – oder besser Europa – an den Rand des Bürgerkrieges bringt . Das ist kein deutsches Problem es gibt das gleiche in anderen Ländern …

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    Ein deutscher

    29. September 2018 at 12:57

    Ein Gedicht wie zu Goethe‘s Zeit, haben sie es immer nich nicht geschafft, immer noch ein Land der Dichter und Denker.
    Eine Wahnsinnige mutige junge Frau die ihren Kindern irgendwann eine Welt schenken kann in der wir gut und gerne leben

  8. Avatar

    Chris

    29. September 2018 at 14:32

    Kann das so falsch sein ? Ist das ein frefel ? Blanke Idiotie ? Dummheit ? Wahnsinn ? Oder einfach nur die Wahreit ? Ein Schelm.… der dabei böses denkt 😉

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    Hans Krause

    29. September 2018 at 18:45

    Des Kaisers neue Kleider in Speyer, ich ziehe meinen Hut vor Dir

    • Avatar

      katharina Rösner

      30. September 2018 at 11:38

      Anstatt sonntags Vormittags den ermüdenden Presseclub oder „Augstein & Bloome” ‚s pseudo‐humanitäres Geschwätz einer Elitenqlique , mit verquastem Blick aus ihrem Elfenbeinturm anzubieten.…sollte man besser 1,5 Stunden erfrischend denkende Jugendliche ‚aus der Riege einer Ida‐Marie Müller , zu Wort kommen lassen!!

  10. Avatar

    DAVID K ELKINS

    29. September 2018 at 20:04

    Courageous and talented young lady! May she have a great future in a free and fair Europe!

  11. Avatar

    Helene Fahle

    30. September 2018 at 0:01

    Dieses 14 jährige Mädchen tut mir einfach nur leid, falls der Text wirklich in ihr gereift ist. Wo bleibt da der Geist einer Jugend, die in Freiheit, Demokratie und Wohlstand aufgewachsen ist.

    • Avatar

      Benjamin

      30. September 2018 at 12:33

      Der Geist der Jugend beinhaltet auch Widerstand und Liebe zur Heimat und derer uralten Werte! Der germanische Geist, ist der Geist der Freiheit!

    • Avatar

      Joggl Schmid

      2. Oktober 2018 at 21:26

      Welche Demokratie? Die der uns Allen vorgegaukelte „Freiheit des Denkens und des Entscheidens”, der freien Ausdrucksweise und der freien Rede? Oder die Demokratie, in der alle Menschen gleiche Rechte haben, solange sie die gleichen Ansichten teilen, die uns von oben aufgedrückt werden? Welche Freiheit und welche Demokratie meinen Sie? Was nützt mir Wohlstand, für den ich meine Seele verkaufen muss, der mir mein wahres und freies „Ich” versagt, um ein glückliches und behütetes Leben führen zu dürfen? Wie wollen Sie dieses „schöne Heile Welt‐Denken” den vielen Opfern und Angehörigen von Prügel‐ und Messerattacken, den zahlreichen Frauen die vergewaltigt und missbraucht wurden, all die fassungslosen Hinterbliebenen und Betroffenen, die bis dato an eben diese „ach so tollen Leitwerte unserer so weltoffenen Gesellschaft” glaubten und nun feststellen, das diese nicht für Sie galten!? Die sich nun Alle fragen:„Was habe ich den falsch gemacht!” Was wollen Sie diesen Menschen zurufen? „Sorry – aber Ihr seid Alles Einzelfälle!”

  12. Avatar

    Ernst Hamedler

    30. September 2018 at 16:58

    Leider wurde die Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten zu einer wehr‐ und willenlosen Gesellschaft hirngewaschen und ist nicht mehr fähig oder Im Stande, Zivilcourage zu zeigen, egal in Deutschland oder Österreich.
    Darum hat diese junge Frau meinen größten Respekt und hoffentlich gibt es mehrere solche Heldinnen!! Bravo Ida‐Marie

  13. Avatar

    Marita Mondry

    1. Oktober 2018 at 13:31

    Respekt !!! Die Kleine ist wenigstens nicht so realitätsfern wie unsere Merkel u. die linken Befürworter dieser Idiotenregierung. Du hast Mut. Danke !!!

  14. Avatar

    Anna Ross

    1. Oktober 2018 at 17:42

    Chapeau, ich ziehe meinen imaginären Hut, die junge Dame hat es auf den Punkt gebracht
    es wird noch viel schlimmer werden
    wer jetzt nicht sehen will, wird noch viele bittere Tränen weinen

  15. Avatar

    Rainer Vollhorst

    1. Oktober 2018 at 17:49

    Das Gedicht ist leider schon extrem schlecht.
    Inhaltlich braucht man da nicht diskutieren, das ist eben eine 14‐Jährige, Schwamm drüber.
    Aber diese Knittelverse – die sind „mutig” und KEINE Zierde der deutschen Sprache.
    Als IBler meine ich, wir tun uns mit solchem Kram keinen gefallen. So plump darf man nicht werden. Das fällt sofort auf uns zurück. Nicht ganz zu Unrecht, wie ich finde.
    Wer wird sich denn anno 2018 noch im Ernst darüber beschweren, er solle nicht mehr „Neger” sagen?! In so billige Fallen sollten wir nicht laufen. Das ist Quark.
    (Manchmal verliere ich schon etwas die Lust am Weitermachen.)

  16. Avatar

    Svenja

    2. Oktober 2018 at 7:45

    Ich bin es leid, mitanzusehen, wie manche von uns hier im Land beständig versuchen, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben. Ich finde nicht, dass es sich bei dem iben abgedruckten Text um einen „migrationskritischen” Text handelt. Migrationskritische Texte befassen sich m.E. sachlich mit Migration und ihren Problemen. Hier wird sich zurückgewünscht, dass man wieder „Neger” sagen darf, hier wird pauschal unterstellt, Menschen aus bestimmten Herkunftsländern seien Vergewaltiger und Messermörder. Das ist weder richtig noch hilfreich. Die Provokation ist sicher gewollt, nicht umsonst hat Frau Müller ihren Text bei einer dezidiert gegen Rassismus gewandten Veranstaltung präsentiert, was ich immer noch mehr als dreist finde. Speyer ist meine Heimatstadt, ich hoffe deshalb besonders auf einen guten Umgang mit dieser Farce von einem politischen Beitrag.

    • Avatar

      Joggl Schmid

      2. Oktober 2018 at 21:49

      Mit „Ironie und Sarkasmus” und einer Spur von „Eulenspiegelei” kommen Sie wohl nicht so gut zurecht, oder? Dieses Gedicht, einer 14 Jährigen ist nur eine grobe Zusammenfassung dessen, was wir seit Jahren durch die Politik aufgedrängte Sichtweise der tatsächlichen anders lautenden Fakten und Geschehnisse in unserem „Heiligen LilaLauneLand” (Eben das was Merkel und deren Spießgesellen nicht hören oder sehen möchte!) ertragen mussten! Wenn Sie mal in der Tagesschau linke Demonstranten ganze Stadtviertel abfackeln sehen, stecken Sie sich sicher die Finger in beide Ohren, kneifen die Augen zu und schreien:„LALALALALALA!” Und aus der Tageszeitung bekommen Sie dann die Bestätigung, das diese „Terrorbanden” ja nur mal wieder auf „Mißstände” in unserer bunten Republik reagierten und das man dafür gefälligst Verständnis aufzubringen hat! Darunter versteht man dann hier zu Lande die „Toleranz zu Andersdenkenden!”
      Ich wünsche hiermit allen „Schafen” unserer Nation(Sie natürlich eingeschlossen!), weiterhin schöne Träume von Regenbögen und Einhörnern und der Phantasie eine „absolut heilen Welt”!
      Hoffentlich fallen Sie nicht eines fernen Tages „aus allen Wolken”, auf den „harten Boden unserer Realität”!
      Mögen Sie und Ihre Familie niemals persönlich die Trauer, die Hilflosigkeit und den Schmerz eines Opfers, oder deren Hinterbliebenen erfahren und ertragen müssen! Weiterhin ein schönes und erfülltes Leben.….

  17. Avatar

    Ben

    4. Oktober 2018 at 9:10

    Ich bin regelmäßig auf Poetry Slams und muss sagen, das was die 14‐Jährige da von sich gegeben hat schockiert mich etwas.
    Auf den Slams die ich kenne, würde sie dafür definitiv ausgebuht werden und nicht auch noch Jubel ernten.

    • Avatar

      T.Resias

      8. Oktober 2018 at 9:18

      Das zeigt doch nur, dass es auf den Slams die Sie kennen ( ich kenne übrigens keine) offenbar
      politisch sehr einseitig zugeht.

  18. Avatar

    almers

    7. Oktober 2018 at 21:03

    Das hat nie und nimmer ein 14jähriges Mädchen geschrieben, hier tauchen Worte auf, die in dieser Generation überhaupt nicht mehr geläufig sind. wer auch immer das geschrieben hat, er/sie sollte sich schämen, ein Kind für dieses Gedicht zu missbrauchen!

  19. Avatar

    Bas Needs

    8. Oktober 2018 at 13:14

    In der Tat ist zwischenzeitlich in Deutschland freie Meinungsäußerung verboten, wenn nicht der gängige Mainstream bedient wird. Wird bei Vandalismus durch Linksextreme von Linksliberal gesprochen, wäre der gleiche Vorgang bei anderen Gruppierungen sofort Rechtsextrem. Die gleichgeschalteten Medien beweihräuchern sich nur noch selbst und verlieren dabei jegliches Maß an freier Meinungsäußerung für jeden Bürger und beschimpfen anders denkende als Braun und als Nazis. Das ist das Ergebnis einer verfehlten Politik. Ich würde mir wünschen, wenn genau die gleichen Menschen, die ihr „Gutmenschentum” so hoch halten, auch bei den unhaltbaren Zuständen in Pflege und Altenheimen sowie bei Jugendarbeit ihre Stimme erheben. Aber hier ist es still im Blätterwald – warum?

  20. Avatar

    Scheisser2

    8. Oktober 2018 at 22:04

    Die junge Frau trifft den Nagel auf den Kopf.

  21. Avatar

    wirdmandochsagendürfen

    13. Oktober 2018 at 14:42

    Wow, ich bin tief beeindruckt von dieser Aktion. Da haben wir zwar zwei Kriege verloren, aber überall spürt man es förmlich: Die Revange steht vor der Tür – sogar die Jugend schreit nach einem Stahlbad.

    Die Zeit ist gekommen unsere Kinder und Enkel für den dritten Anlauf vorzubereiten! Damit es nicht wieder wie in Stalingrad endet. Hätten sich damals mehr geopfert und hätten sie wirklich an die Nation und ihre Überlegenheit geglaubt, wäre es bestimmt anders ausgegangen.

    Mehr echte deutsche Opfer, Schüttelreime und vor allem, noch mehr Dummheit braucht das Land!
    Das wird man doch wohl sagen dürfen…

  22. Avatar

    sebastian

    26. Oktober 2018 at 18:41

    ida‐maria müller du bist der hammer!
    DANKE!

  23. Avatar

    marco

    24. März 2019 at 17:00

    Neger, Zigeuner, Muselmann waren für Generationen Bezeichnungen für Afrikaner, Ziehendes Volk, Moslems, ohne jede Bewertung. Man hatte Neger, Zigeuner und Muselmänner als Freunde oder lehnte sie ab, ganz nach persönlichem Gustus. Erst die links‐grünen sogenannten Gutmenschen, die eit entfernt davon sin d gute Menschen zu sein, mussten das ändern. Neger sind jetzt FARBIGE. Dummerweise sind FARBIGE auf englisch COLOURDS und COLOURDS werden in Afrika MISCHLINGE genannt, die sehr oft unerwünscht sind, freundlich ausgedrückt. Afrikaner nennen sich selbst Afrikaner oder SCHWARZE. Und gegen die Bezeichnung NEGER hat kein Afrikaner etwas in Afrika auszusetzen. Erklärt man diese Tatsache Links‐Grünen und deren Sympathisanten, bleiben diese bei FARBIGE also COLOURDES, ignorant wie sie eben sind. Es ist erschreckend, wie die Messerstechereien, Messermorde, Vergewaltigungen, Überfälle, Diebstähle, Drogenverkäufe, Sozialsystembetrügereien, Zwangsheiraten, No‐Go‐Areas in Deutschland verursacht durch Merkels illegale Gäste aus Afrika und aus moslemischen Ländern von Links‐Grünen, SPD und CDU/CSU Politikern und deren Sympathisanten ignoriert werden. Aber noch erschreckender ist, dass eine 14‐Jährige, die diese Zustände in einem Gedicht anprangert, von Links‐Grünen, SPD, CDU/CSU und deren Sympathisanten diffamiert wird. Ida‐Marie Höchst hat Zivilcourage bewiesen und sollte dafür gelobt werden nicht diffamiert. Denn das was Ida‐Marie Höchst anprangert sind eben KEINE Einzelfälle, wie und die Regierung und die Main‐Stream‐Medien weis machen wollen, sondern das ist tag‐tägliches Geschehen. Links‐Grüne und deren Sympathisanten werden weiter heucheln und nie aufwachen. Bei den SPD und CDU/CSU Sympathisanten wachen erfreulicherweise immer mehr auf.

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Kultur

Morrissey kritisiert freimütigen Umgang mit Rassismusbegriff

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Morrissey 2015): Melissa Godoy via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die englische Rock‐Legende Morrissey kritisierte die häufige Verwendung des Rassismusbegriffs und rechtfertigte seine Unterstützung für die nationalkonservative Kleinpartei For Britain.

Manchester. – Steven Patrick Morrissey – als Künstlernamen verwendet er ausschließlich seinen Nachnamen – lässt zum wiederholten Mal mit markigen Aussagen aufhorchen. Dem Independent zufolge reagierte er dabei in einem Interview auf Vorwürfe, nachdem er in einer Fernsehsendung mit einem Anstecker des rechtsgerichteten For Britain Movement auftrat.

Unterstützung für patriotische Partei

Er verteidigte zunächst die Parteichefin der patriotischen Kleinpartei, Anne Marie Waters vollumfänglich. Diese sei jedenfalls eine intelligente, charmismatische und humorvolle Person, welche sich vehement ihrem Land verschrieben habe. Großbritannien sei mittlerweile ein „gefährlich hasserfüllter Ort.” Es brauche nun jemanden, der „dieser Verrücktheit ein Ende bereitet und für alle spricht”. Seiner Ansicht nach sei Waters diese Person.

Die vehement islamkritische Politikerin spaltete sich mit einigen Vertrauten nach einem Richtungsstreit im Jahr 2017 von der UK Independence Party (UKIP) ab. Ihre neue Partei gibt sich EU‐skeptisch und will eine drastische Reduktion der Einwanderung. Landesweit verfügt „For Britain” derzeit lediglich über zwei Sitze in Gemeindevertretungen.

Morrissey: „Jeder bevorzugt seine eigene Rasse”

Ebenso brisant war schließlich seine Antwort auf die Frage, wie er sich fühle, wenn er für frühere kontroverse Kommentare als Rassist bezeichnet werde. Der Sänger der einstigen Kultband The Smiths wörtlich:

Wenn du im modernen Großbritannien jemanden als Rassisten bezeichnest, sagst du ihm, dass dir die Worte ausgegangen sind. Du beendest damit den Diskurs und läufst davon. Das Wort ist mittlerweile bedeutungslos. Am Ende bevorzugt jeder ohnehin seine eigene Rasse – macht dies nun jedem zum Rassisten?”

Immer wieder deutliche Kritik am Zeitgeist

Bereits in der Vergangenheit sorgten Äußerungen des unbotmäßigen Musikers für reichlich Wirbel auf der Insel und darüber hinaus. Im Jahr 2017 kritisierte er beispielsweise in einem Spiegel-Interview offen multikulturelle Bestrebungen: „Wenn man versucht, alles multikulturelle zu machen, hat man am Ende gar keine Kultur mehr”. Berlin sei infolge einer Politik der offenen Grenzen außerdem zur „Vergewaltigungshauptstadt” Europas geworden.

Nur wenige Tage später legte er nach und kritisierte die Situation auch in seinem Heimatland. Großbritannien, so Morrissey damals, befinde sich in einem „Zustand der kulturellen Tragödie, dominiert von politischer Korrektheit.” Wer die Wahrheit ausspreche, riskiere den Verlust seiner Arbeit: „Wir brauchen Debatten, aber sie finden nicht mehr statt. Die freie Rede ist gestorben.” Ein andermal kritisierte er der engagierte Tierschützer die Vergabepraxis von Zertifikaten für Halal‐Schächtungen auf der Insel.

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Kultur

Rezension: „Die Neue Rechte” von Alexander Markovics

Tino Taffanek

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am

ASDF Foto: privat

In der 235‐bändigen Taschenbuchreihe der Österreichischen Landsmannschaft ist eine Ausgabe über die Neue Rechte von Alexander Markovics erschienen. Er beleuchtet Geschichte, Idelogie und Akteure dieser politischen Strömung. Kann die Einführung in die Thematik überzeugen?

Rezension von Tino Taffanek

In der Reihe Eckartschriften der Österreichischen Landsmannschaft, welche bisher 235 Bände umfasst, erschien zuletzt eine Ausgabe über die Neue Rechte. Autor dieser Ausgabe ist der Historiker Alexander Markovics, Mitbegründer und ehemaliges Mitglied der Identitären Bewegung Österreich und zeitweiliger Obmann derselben. Aktuell ist Markovics beim sogenannten Suworow Institut, einer bisher eher unbekannteren Organisation mit eurasischer Ausrichtung, tätig.

Das kompakte Taschenbuch gliedert sich in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt ist ein kurzer Abriss der Vorgeschichte der Neuen Rechten. Die beiden umfangreichsten Abschnitte befassen sich mit Entwicklung und Ideologie der Neuen Rechten und geben einen Überblick über die verschiedenen Akteure, die ihr zugerechnet werden können. Schließlich folgt noch ein Fazit des Autors über die Neue Rechte und ihre Zukunft.

Absage an die „alte” Rechte

Als Anstoß für die Neue Rechte sieht Markovics die Gefängnisschrift des gegen Ende des Algerienkriegs inhaftierten Dominique Venner. In dieser rechnet Venner mit der „Alten Rechten“ ab und erteilt den damaligen Putsch‐ und Gewaltphantasien der Rechten eine klare Absage, um neue Wege zur „Macht im Staat“ zu finden. Damit liegt bereits im Wesenskern der Neuen Rechten ein Element vor, welches den häufigen Vorwürfen von Bürgerkriegsfantasien und dergleichen zuwiderläuft.

Die Neue Rechte in Frankreich

Der zweite Teil beginnt mit dem ersten tatsächlichen Akteur der Neuen Rechten: Alain de Benoist und der mit ihm verknüpften Organisation GRECE (aus dem Französischen: „Forschungs‐ und Studiengruppe für die europäische Zivilisation”). Hier wurden zahlreiche theoretische Grundlagen der Neuen Rechten ausgearbeitet, wie die Bezugnahme auf die Metapolitik, die Anerkennung von Vielfalt und die Ablehnung von Rassismus, Liberalismus und Egalitarismus. Auch der Dreiklang von Region, Nation und Europa (der sich übrigens auch in der Blattlinie der Tagesstimme wiederfindet) spielt eine zentrale Rolle.

Als nächstes widmet sich Markovics dem Einfluss der Konservativen Revolution und des Staatsrechtlers Carl Schmitt auf die Neue Rechte. Ob Schmitt selbst der Konservativen Revolution zugerechnet werden kann, ist zwar umstritten, aber sein Einfluss auf die Neue Rechte ist nicht zu leugnen. Da sich insbesondere auch Alain de Benoist mit Carl Schmitts „Land und Meer“ ausführlich beschäftigt hat, widmet Markovics dem Werk ebenfalls ein Kapitel. Es basiert auf einem Beitrag Markovics‘ für den Jungeuropa Verlag, der gleichsam als Leseprobe für das rezensierte Buch dienen kann.

Deutschland, Russland und die USA

Weiters wird die Geschichte der Neuen Rechten in Deutschland beleuchtet. Ausgehend von deren ersten Vertretern, über die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) bis zum Bruch zwischen dem JF‐Gründer Dieter Stein und dem Verleger Götz Kubitschek. Nach einem kurzen Exkurs zum Islam widmet sich Markovics der Neuen Rechten in Russland und ihrem wichtigsten Vertreter Alexander Dugin. Dabei geht er vor allem auf Dugins Werk „Die vierte politische Theorie“ ein, die auch von Vertretern der deutschsprachigen Neuen Rechten rezipiert wurde.

Ausgehend von der Dissertation des Politikwissenschaftlers Tomislav Sunić, dem ersten englischsprachigen Übersichtswerk über die Neue Rechte, widmet sich Markovics einigen US‐amerikanischen Vertretern derselben bis hin zur „Alt‐Right”, die den Wahlkampf von Donald Trump maßgeblich beeinflusste. Über den Einfluss der Wahl von Trump zum Präsidenten der USA auf Europa wird der Bogen zurück in die „Alte Welt” gespannt.

Neue Rechte und Demokratie

Zu guter Letzt entkräftet der Autor den Vorwurf, die Neue Rechte sei grundsätzlich antidemokratisch. Hierzu werden Thesen des bereits erwähnten Alain de Benoist herangezogen, die zwar nicht repräsentativ für die gesamte Neue Rechte, aber äußerst einflussreich in derselben sind, und dem Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit diametral gegenüberstehen.

Aktuelle Akteure und ein Blick in die Zukunft

Im dritten Teil des Buches findet sich ein Überblick über neurechte Autoren, deren Werke und Ideen, sowie über diverse neurechte Organisationen. Darunter befinden sich beispielsweise der Verleger Götz Kubitschek, die Identitäre Bewegung, aber auch zahlreiche medial weniger bekannte Akteure. Die Einordnung und Bewertung dieser Akteure gelingt nicht immer, und ist teilweise auch nicht nachvollziehbar. Als Übersicht ist dieses Kapitel aber durchaus geeignet.

Im letzten Teil sagt Markovics der Neuen Rechten als „Denkrichtung“ eine blühende Zukunft voraus. Sie habe sowohl auf die „soziale“ Frage als auch auf die „nationale“ Frage nach Identität und demographischer Entwicklung Antworten parat. Da weder der Liberalismus noch die Neue Linke in der Lage seien, auf diese Fragen adäquate Antworten zu geben, prophezeit er einen „kommenden Frühling der Neuen Rechten in Europa“. Um schließlich auf die lagerübergreifenden Tendenzen der Neuen Rechten aufmerksam zu machen, beendet Markovics sein Buch mit einer Abwandlung eines Zitats von „linker Politik mit rechten Menschen“ aus der Feder von Pierre Drieu la Rochelle.

Geeigneter Einstieg in die Neue Rechte

Für Kenner der Neuen Rechten bietet dies Buch freilich wenig Neues. Es ist aber ein gelungener Überblick über Geschichte, Ideen und Akteure der Neuen Rechten. Die wichtigsten Positionen dieser politischen Strömung werden kurz und bündig erklärt sowie häufige Vorwürfe entkräftet. Auch der Überblick über die aktuellen Akteure erweist sich trotz der Schwächen einiger Bewertungen als hilfreich. Die Prognose des Autors, dass der Neuen Rechten in Europa ein kommender Frühling bevorstehe, wäre eine Weiterführung der Entwicklung der letzten Jahre. Die Neue Rechte konnte sich mit zukunftsweisenden Herangehensweisen für die Entwicklung Europas etablieren. Dieses Buch kann als Einstieg vor allem jenen Lesern empfohlen werden, die noch nicht mit der Thematik vertraut sind und sich auf knappen 108 Seiten einen Überblick verschaffen möchten.

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Interview

Wiesinger: „Brauchen mehr Ehrlichkeit in der Kunst!”

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Odin Wiesinger in seinem Atelier, 2019): Michael Scharfmüller (Info-DIREKT - Das Magazin für Patrioten) [mit freundlicher Genehmigung]

Der patriotische Maler Odin Wiesinger polarisiert und sorgt damit für heftige politische Diskussionen. Im Gespräch mit der Tagesstimme reflektiert er über die jüngste Kontroverse um seine Person, die Wichtigkeit von Heimat und den Zustand der zeitgenössischen Kunst‐ und Kulturszene.

Die Tagesstimme: Sehr geehrter Herr Wiesinger – vor einigen Wochen sorgte österreichweit für großes Aufsehen, dass Sie von der FPÖ für einen Posten im Kulturbeirat des Landes Oberösterreich vorgeschlagen wurden. Hat Sie diese hohe Wertschätzung überrascht – und wie eng ist Ihre Beziehung zu den Freiheitlichen?

Odin Wiesinger: Das hat nichts mit Wertschätzung zu tun, sondern ich bin FPÖ‐Mitglied und wurde gefragt, ob ich für die FPÖ in den Kulturbeirat gehen möchte. Im Nachhinein betrachtet: Leider habe ich mich überreden lassen!

Die Tagesstimme: Nach dieser Ankündigung machten diverse linke Politiker sofort gegen Ihre Nominierung mobil. Verstehen Sie die Kontroverse um Ihre Person? 

Odin Wiesinger: Diese Kontroverse verstehe ich nur insofern, als dass diverse politische Parteien des linken Spektrums, sowie der – leider immer mehr -politisch agierende Kulturbetrieb ein Feindbild brauchen. Dass man aber hier mit Unterstellungen, Manipulationen und Denunziation arbeitet, um gegen mich Stimmung zu machen,  finde ich sehr bedenklich.

Ein Beispiel: Über mich können sie oftmals Folgendes lesen: der „Burschenschafter‐Künstler”, der „rechtsextreme Künstler” und so weiter. Liest man derartige Attribute auch bei anderen Künstlern? … Da könnte man mit Bestimmtheit manchen als „linksextremen, SPÖ‐, KPÖ‐, et cetera Künstler“ bezeichnen, aber es wird nicht gemacht!

Die Tagesstimme: Etwa gleichzeitig ließ die Unterstützung des umstrittenen Blutmalers Hermann Nitsch für die Grünen‐Kandidatin Sarah Wiener die Wogen nicht annähernd so hochgehen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Odin Wiesinger: Kurze und klare antwort: JA!

Die Tagesstimme: Letztendlich entschieden Sie, von einem Einzug in den Kulturbeirat Abstand zu nehmen. Welche Gründe haben Sie dazu bewogen, von Ihrer Nominierung zurückzutreten? Gab es auch Drohungen gegen Sie oder Ihre Familie?

Odin Wiesinger: Diese ganzen Unterstellungen und ungustiösen Beschimpfungen haben in kürzester Zeit ein Ausmaß angenommen, das ich meiner Familie nicht auf Dauer zumuten wollte! Enttäuscht bin ich hier vom oberösterreichischen Landeshauptmann, der nur auf linke Zurufe reagierte, und mir nicht einmal die Möglichkeit einer Gegendarstellung beziehungsweise eines klärenden Gesprächs mit ihm gab.

Die Tagesstimme: Immer wieder unterstellen Ihre Kritikern Ihnen, sie würden rechtsextremes Gedankengut pflegen. Dabei verweisen sie auch auf streitbare Äußerungen Ihrerseits zu historischen Themen. Wie bewerten Sie solche Anschuldigungen?

Odin Wiesinger: Das sind keine Kritiker, sondern denkfaule Menschen, die jeden, der nicht sofort und eindeutig ihrem „linken Gedankengut“ und ihrer Weltsicht zuteilbar ist, als rechtsextrem bezeichnen!

Die Tagesstimme: Wie wichtig ist dennoch eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, um die Zukunft zu bewältigen?

Odin Wiesinger: Ich bin davon überzeugt, dass Geschichte keine „ideologische Einbahn“ sein sollte, und das passt natürlich so manchem nicht, der sich dann aus politischen Motiven heraus von vornherein einer kritischen Auseinandersetzung verweigert!

Die Tagesstimme: Im Zentrum der Kritik steht auch regelmäßig Ihre Altherrenschaft bei einer Mittelschulverbindung. Zurecht?

Odin Wiesinger: Ich bin Burschenschafter, und ich stehe dazu! Das ist ja auch nichts Verbotenes, auch wenn es den Grünen nicht gefällt, und von Teilen der Roten nicht erwünscht ist – die damit ihre Geschichte leugnen, denn die Begründer der österreichischen Sozialdemokratie, Adler und  Pernerstorfer, waren Burschenschafter!

Die Tagesstimme: Viele Ihrer Werke widmen sich tatsächlich Elementen aus der studentischen Tradition. Welche wichtigen Lehren nimmt ein Mensch von dieser für viele Leute kaum verständlichen Welt fürs Leben mit?

Odin Wiesinger: Richtig, einigen meiner werke liegen studentische/burschenschaftliche Motive zugrunde. Einige davon sind in Österreich, in der BRD und in der Schweiz zu finden, sogar in Chile und Amerika! Der Wahlspruch der Burschenschaft „Ehre – Freiheit – Vaterland“ hat meines Erachtens nach allgemeine Gültigkeit im Leben eines jeden Menschen.

Die Tagesstimme: Mehrere überregional bekannte, heimatverbundene Mundartdichter wie Franz Stelzhamer, Ludwig Luber oder Hans Schatzdorfer kamen wie Sie aus dem Innviertel, ebenso die Bildhauerdynastie Schwanthaler. Zahlreiche Maler wie Wilhelm Träger, Max Schlager oder Hans Schachinger wirkten ebenso in der Region. Als Andorfer Urgestein: Was macht das Innviertel für Künstler aller Art so attraktiv?

Odin Wiesinger: Es ist die Mischung aus Landschaft und Menschen, welche den Charakter einer Region prägt … leider werden die „echten“ Innviertler immer weniger! Aber ich möchte dazu einfach den „Franz aus Piesenham“ [Stelzhamer, Anm. der Red.] zitieren:

Frisch außa, was drin is,
nöt kriachn am Bauch,
frei d´Hand göbn,
ins Gsicht schaun,
is Innviertler Brauch.“

Die Tagesstimme: Ihre Malkunst sticht durch realistische Bilder hervor. In der Vergangenheit äußerten sie sich immer wieder kritisch über abstrakte und aktionistische Kunst. Glauben Sie, gegenständliche Kunst kann zeitnah eine Renaissance feiern?

Odin Wiesinger: Zur Zeit arbeite ich hauptsächlich realistisch. Natürlich habe ich mich auch kritisch über Kunst geäußert, da meiner Meinung nicht alles, was uns von Seiten der Medien als „abstrakte Kunst“ verkauft wird, auch Kunst ist! Der Aktionismus, wie ihn eine Wiener Gruppe prägte,  war nie „meine Sache“.

Der Begriff ‚Renaissance’ ist vielleicht übertrieben, denn die gegenständliche Kunst war ja nie weg, obwohl sich das mancher gewunschen hätte! Mein Professor an der Kunsthochschule forderte immer „mehr Ehrlichkeit“ in der Kunst, das würde uns heute bestimmt nicht schaden.

Die Tagesstimme: Die linksgerichtete Plattform ‚Stoppt die Rechten’ hat wegen Ihrer Künstlersignatur eine Strafanzeige eingebracht, weil diese der historisch belasteten Odalrune ähnlich sehen soll. Wie bewerten Sie diesen Vorstoß – und was drückt Ihre Signatur tatsächlich aus?

Odin Wiesinger: Ich habe, um meine Skulpturen zu signieren,  vor ca. 25 Jahren (!!!) ein sogenanntes „Steinmetzzeichen“ in der Tradition der Dombauhütten kreiert. Es besteht aus einem O, einem W und den zwei i‐Punkten.

Diese Strafanzeige, das ist Denunziantentum, wie man es mit dem Ende der DDR und damit verbundener Stasi‐Methoden überwunden glaubte. Ein widerlicher Polit‐Aktivismus, der hier von dieser Plattform und einem ex‐Politiker der Grünen betrieben wird!

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Gespräch!

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