Gesellschaft Kultur

Kassel: „Mahnmal für Geflüchtete“ abgebaut

Screenshot: Youtube-Video "Umstrittenes documenta-Kunstwerk" von Hessisch Niedersächsische Allgemeine @ 0:21

Seit Monaten streitet die Stadt Kassel über das „Mahnmal für Geflüchtete”. Am vergangene Mittwoch wurde das Kunstwerk überraschend entfernt. 

Um 5.30 Uhr in der Früh begannen die Bauarbeiter damit eine Baustelle rund um das Kunstwerk abzusperren. Keine vier Stunden später war das mehrere Tonnen schwere Mahnmal abtransportiert. Die Hessisch Niedersächsische Allgemeine hat diesen Vorgang dokumentiert.

Die Stadt Kassel wolle nicht mehr, dass ein solch großer Obelisk auf dem zentralen Platz der Stadt stehe, hieß es in einer Meldung. Trotz großer Kritik seitens des Künstlers war der Abbau des Obelisk rechtens. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte mit einer Mehrzahl dafür, dass das Mahnmal vom zentralen Königsplatz entfernt wird.

I was a stranger and you took me in“ war in großen Buchstaben auf dem 16 Meter hohen Kunstwerk zu lesen. Der nigerianisch‐amerikanische Künstler Olu Oguibe zeigte Unverständnis über den heimlichen Abbau des Kunstwerks. Sein Galerist äußerte sich außerdem empört darüber, dass kein andere Standort für den Obelisk gesucht wurde. Stattdessen wurde das Mahnmal nämlich in einer Bauhalle eingelagert. Dabei war es doch Oguibe selbst, der einen anderen Standort ablehnte, da das Kunstwerk eigens für den Königsplatz konzipiert worden sei.

Die letzten Monate sorgte das Denkmal für kontroverse Debatten. Auf den social‐media Plattformen wird diese Diskussion nun fortgesetzt. Etliche politisch linksgerichtete Stimmen äußern sich empört über den Abbau des Mahnmals. Rechtsgerichtete Positionen begrüßen den Abbau und feiern einen Rückgang der „Indoktrination.

 

 

2 Kommentare

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  • Sehr interessant wäre bei solchen Dingen auch immer, welches bescheidene Salär der Künstler für sein Kunstwerk erhält. Hierbei denke ich besonders an die hochkant stehenden Busse in Dresden aus Aleppo.

    • Eben bei Vera Lengsfeld gelesen. Der honorige Künstler gab sich mit bei der Bevölkerung gesammelten 126.000€ zufrieden, nachdem seine ursprüngliche Forderung oder Wunschvorstellung von satten 600.000€ leider an der doch etwas begrenzten Spendenfreudigkeit zuzugsfordernder Gutmenschen scheiterte.

      Wenigstens wird er nun in den nächsten Wochen auf keine Alimentation durch die Steuerbürger angewiesen sein.

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