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Friedensnobelpreis geht an Aktivisten gegen sexuelle Gewalt

Verschiedene Politiker und Flüchtlingsorganisationen beziehungsweise Hilfswerke wurden heuer als Favoriten für den Friedensnobelpreis gehandelt.

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<p>Bild: Stadthalle Oslo / By Jorge Láscar from Melbourne, Australia [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oslo_City_Hall_-_The_place_where_the_Nobel_Peace_Prize_is_presented_(29252797874).jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten) / Nadia Murad By U.S. Department of State from United States [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nadia_Murad_in_Washington_-_2018_(42733243785)_(cropped).jpg">via Wikimedia Commons</a> / Denis Mukwege Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons &#8211; cc-by-sa-3.0 [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Remise_du_prix_Sakharov_2014_%C3%A0_Denis_Mukwege_Strasbourg_26_novembre_2014_04.jpg">from Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten) / Collage: Die Tagesstimme</p>

Bild: Stadthalle Oslo / By Jorge Láscar from Melbourne, Australia [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Nadia Murad By U.S. Department of State from United States [Public domain], via Wikimedia Commons / Denis Mukwege Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0 [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Collage: Die Tagesstimme

Oslo. In diesem Jahr geht der Friedensnobelpreis an zwei Aktivisten, die sich dem Kampf gegen sexuelle Gewalt widmen. Das norwegische Nobelkomitee gab am Freitag in Oslo bekannt, dass der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad mit dem Firedensnobelpreis ausgezeichnet werden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass beide Preisträger einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hätten, die Aufmerksamkeit der Welt auf derartige Kriegsverbrechen zu lenken. Mit dem Friedensnobelpreis soll ausgezeichnet werden, wer „am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat, für die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen“.

— The Nobel Prize (@NobelPrize) October 5, 2018

IS-Gefangene

Bei der irakischen Menschenrechtsaktivistin handelt es sich um jene Person, die sich 2014 mehrere Monate lang in IS-Gefangenschaft befand. Mitglieder des Islamischen Staates hatten die junge Frau versklavt und später missbraucht und vergewaltigt. Mittlerweile ist die 25-Jährige UNO-Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel. Sie setzt sich derzeit von Deutschland aus für die Strafverfolgung von IS-Verbrechen und die Unterstützung der Opfer ein. Für diese Bemühungen erhielt sie bereits 2016 den EU-Menschenrechtspreis.

Bereits mehrere tausend Frauen operiert

Der zweite Preisträger, Denis Mukwege, gilt weltweit als Spezialist für das Rekonstruieren von weiblichen Geschlechtsorganen. Schon seit Jahren operiert er Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden und deren Geschlechtsorgane völlig zerstört wurden. Der Arzt hat seine Ausbildung im Kongo und in Frankreich absolviert und mehrere tausend Frauen operiert, die während des Bürgerkriegs vergewaltigt wurden. Er setzt sich außerdem für die soziale und moralische Rehabilitation von Vergewaltigungsopfern im Kongo ein. Diese werden dort von der Gesellschaft oft an den Pranger gestellt. Auch er erhielt 2014 den EU-Menschenrechtspreis.

Politiker und Flüchtlingsorganisationen auf Favoritenliste

„Beide haben ihre eigene Sicherheit riskiert, indem sie mutig gegen Kriegsverbrechen gekämpft und sich für Gerechtigkeit für die Opfer eingesetzt haben“, argumentierte das Nobelpreiskomitee. Im Vorhinein wurden der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un als mögliche Kandidaten gehandelt. Auch der Präsident von Eritrea, Isaias Afwerki, und der äthiopische Präsident Abiy Ahmend galten als Favoriten. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), das bereits im vergangenen Jahr zu den Favoriten zählte, stand auch in diesem Jahr wieder auf der Favoritenliste.

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