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Gesellschaft

Team Umvolkung”: Deutsche NGO sorgt mit Hemddesign für Aufregung

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild Lifeline: Hermine Poschmann / Mission Lifeline via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten) / Bild Reisch-Tweet: Screenshot Twitter / Collage: Die Tagesstimme.

In den vergangenen machten gleich zwei Neuigkeiten rund um die umstrittene Nichtregierungsorganisation (NGO) „Mission Lifeline” die Runde. Einerseits dreht es sich um ein angeblich humoristisches Shirtmotiv – andererseits um eine großzügige finanzielle Zuwendung eines kirchlichen Würdenträgers.

München/Dresden. – Die Gruppierung ‚Mission Lifeline’ geriet im Sommer in negative Schlagzeilen. Kapitän Claus-Peter Reisch muss sich wegen fehlerhafter Registrierung seines Schiffes vor einem maltesischen Gericht verantworten, ist derzeit aber gegen Kaution auf freiem Fuß. Zuvor befand sich die ‚Lifeline’ mit 234 Migranten an Bord tagelang auf Irrfahrt im Mittelmeer, ehe sie doch auf Malta einlaufen durfte – Die Tagesstimme berichtete.

Mission Lifeline wirbt mit „Team Umvolkung”

Auf diese Episode bezieht sich nunmehr ein Kleidungsstück, welches die Gruppe nun auf Twitter bewirbt. Dabei trägt Reisch ein Oberteil, welches man als „Spaßshirt” vermarkten will. Auf der Vorderseite prangt ein Schattenbild des Kapitäns mit der Betitelung „Schlepperkönig”. Auf der Rückseite geht die NGO noch einen Schritt weiter. Dort findet sich das Abbild eines Schiffes, darunter der Schriftzug „Team Umvolkung”, daneben ein an NS-Ästhetik angelehntes Wappen.


Bei Wort ‚Umvolkung’ handelt es sich um einen Begriff, der ursprünglich 1925 vom Konservativen Karl Christian von Loesch geprägt wurde, um einen schleichenden Bevölkerungsaustausch zu bezeichnen. Später verwendete dann die NS-Volkstumpolitik diese Definition als Euphemismus für die gezielte Ansiedlung deutschsprachiger Personen in Osteuropa. Sowohl aufgrund der Verwendung dieses Wortes, als auch wegen des transportierten Inhalts hagelte es anschließend auf Twitter Kritik am Hemddesign.

Münchner Kardinal spendet 50.000 Euro an ‚Lifeline’

Am Dienstag berichtete dann der BR darüber, dass der Münchner Kardinal Reinhard Marx ausgerechnet dieser Gruppierung eine Spende in Höhe von 50.000 Euro zukommen lässt. Das Geld kommt dabei offenbar aus Mitteln, welche Marx zur Verfügung stehen, die „Mission Lifeline” bedankte sich hingegen direkt bei der Erzdiözese München-Freising.

Bereits unmittelbar nach der Verhaftung von Reisch solidarisierten sich zahlreiche Prominenten und Kulturschaffende mit dem gebürtigen Bayern Reisch und sprachen sich für Missionen zur Seenotrettung aus. Kardinal Marx wiederum geriet Ende April in die Schlagzeilen, weil er den Beschluss, in allen bayerischen Amtsgebäuden Kreuze aufzuhängen, heftig kritisierte.


Weiterlesen: 

Streit um ‚Diciotti’: Kurz will Anlegestopp für Migrantenschiffe (20.8.2018)

Lifeline” & Co.: Weiter Streit um Anlegeerlaubnis für Schiffe mit Migranten (26.6.2018)

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    9. Oktober 2018 at 17:44

    Bischöfe beziehen ihre stattlichen Einkommen ausschließlich aus Steuermitteln. Davon lässt es sich natürlich gut leben. Bekanntlich zahlen auch Mitglieder der AfD Steuern.

    Dass der Herr Bischof auch schon mal für hier lebende Obdachlose gespendet hat, ist zu bezweifeln. Hoffentlich erwartet er keinen Dank von „seinen Geretteten”. Für diese ist er nämlich trotzdem weit mehrheitlich ein Kuffar, ein Ungläubiger.

    Vielleicht sollte er mal darüber nachdenken, warum ihre stinkreichen Glaubensbrüder, wie die Saudis und die Emirate, nicht den kleinen Finger für die „Schutzsuchenden rühren.

  2. Avatar

    PauOli

    29. August 2019 at 19:02

    Teile ihre MEINUNG, Sie haben vollkommen RECHT, so ist es.

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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am

Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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