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China legalisiert Umerziehungslager für Muslime

Redaktion

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Symbolbild: Uiguren / By https://www.flickr.com/photos/[email protected]/ [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons

China ändert seine Gesetzeslage und legalisiert somit nachträglich die bereits bestehenden Umerziehungslager für Muslime. Ziel sei es, „religiösen Extremismus“ und Separatismus zu bekämpfen.

Ürümqi/Peking. – Im westlichen China, in der Region Xinjiang, lebt die größte muslimische Minderheit im Land: Das Volk der Uiguren. Die turksprachige Ethnie stellt unter den 20 Millionen Muslimen im Land die größte Gruppe. Die Konflikte zwischen den Uiguren und den in der Region lebenden Han‐Chinesen sorgen seit Jahren für anhaltende Spannungen.

Blutige Auseinandersetzungen

Nachdem es im Jahr 2009 zu blutigen Auseinandersetzungen und einer Reihe von Terroranschlägen gekommen ist, greift der chinesische Staat nun hart durch. Die Region Xinjiang ist mittlerweile eine der am stärksten kontrollierten Gebiete in ganz China. Viele Uiguren werden von der chinesischen Regierung in geheimen Lagern festgehalten. Dem neuen Gesetzesentwurf zufolge ist es dabei auch möglich, Menschen ohne Gerichtsverfahren und Urteil in den nunmehr offiziellen Lagern unterzubringen.

Umerziehungslager gegen Extremismus

Seit geraumer Zeit gibt es sogenannte „Umerziehungslager“. Die Lager sollen helfen, das Verhalten und die Gedanken der Personen mit der Gesellschaft kompatibel zu machen. Es gehe dabei um „ideologische Erziehung, um Extremismus zu beseitigen“, wie es in der South China Morning Post heißt. Wie viele Personen genau in diesen Lagern einsitzen, ist nicht bekannt. Auch eine Kampagne gegen die Etikettierung von Halal‐Fleisch wurde von regionalen Politikern ins Leben gerufen. Dies sei ein weiterer Schritt, die Islamisierung der Region zu bekämpfen.

Die internationalen kritischen Stimmen mehren sich und sprechen von Unterdrückung und Missachtung der Menschenrechte. Ein Vorwurf, der gegenüber dem chinesischen Staat nicht neu ist.

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Frankreich: Identitäre wegen Grenzschutz‐Aktion vor Gericht

Stefan Juritz

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ASDF Bild (Identitäre Aktivisten errichten Grenzzaun im italienisch-französischen Grenzgebiet): Defend Europe / Génération Identitaire

Im Vorjahr wollten die Identitären einen Gebirgspass an der französisch‐italienischen Grenze schützen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun sechs Monate Haft für drei führende Aktivisten.

Paris. - Am Donnerstag hat der Prozess gegen drei führende Mitglieder der Génération identitaire begonnen. Hintergrund ist die Aktion „Defend Europe: Mission Alps”, bei der im Vorjahr identitäre Aktivisten an der französisch‐italienischen Grenze unter anderem einen provisorischen Zaun errichtet hatten, um gegen die Grenz‐ und Migrationspolitik der französischen Regierung zu protestieren.

Bis zu ein Jahr Haft

Die Staatsanwaltschaft wirft den Identitären vor, sich bei dieser Aktion als französische Grenzbeamte ausgegeben zu haben, um Migranten an der Grenze zurückzuweisen. Allen drei Angeklagten drohen bis zu ein Jahr Haft und 15.000 Euro Geldstrafe – wobei die Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine Haftstrafe von sechs Monaten forderte. Der Génération identitaire selbst droht darüber hinaus eine Geldbuße von bis zu 75.000 Euro.

Identitäre weisen Vorwürfe zurück

Die Identitären weisen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück. „Defend Europe” sei eine friedliche Aktion gewesen und man habe sich nie als Polizei oder als eine andere Behörde ausgegeben. Den Prozess prangert die identitäre Gruppe als politisch motiviert an.

An der „Defend Europe”-Mission am Gebirgspass Col de l’Echelle hatten im April 2018 über 100 identitäre Aktivisten aus mehreren europäischen Ländern teilgenommen. Unter anderem mit der Errichtung eines provisorischen Grenzzaunes und Patrouillenflügen eines Hubschraubers wollten die Identitären der Regierung aufzeigen, dass eine konsequente Grenzpolitik „sehr wohl möglich” sei.


Weiterlesen:

Defend Europe”: Identitäre errichten Zaun an italienisch‐französischer Grenze (21.04.2018)

Frankreich: Mehrere Identitäre in Polizeigewahrsam (30.01.2019)

Frankreich: Festgenommene identitäre Aktivisten wieder freigelassen (30.01.2019)

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China kündigt Sanktionen gegen US‐Firmen an

Stefan Juritz

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ASDF Chinas Präsident Xi Jinping: Kremlin.ru [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Alle US‐Unternehmen, die sich an Waffenlieferungen nach Taiwan beteiligen, werden mit Sanktionen belegt.

Peking. – China hat am Freitag Wirtschaftssanktionen gegen US‐Konzerne angekündigt. Hintergrund ist ein 2,2 Milliarden Dollar schwerer Waffendeal zwischen den USA und Taiwan.

Kampfpanzer und Raketen

Die Vereinigten Staaten werden laut Medienberichten insgesamt 108 Kampfpanzer, 250 Stinger‐Raketen, Maschinengewehre sowie Ausrüstung an den Inselstaat Taiwan liefern. Doch damit ziehen die USA den Ärger Chinas auf sich. Immerhin sieht Peking den Inselstaat weiterhin als abtrünnige Provinz, die wieder eingegliedert werden soll.

Die chinesische Regierung spricht deshalb von einer „ernsten Verletzung” der Vereinbarung mit den USA. „Um die nationalen Interessen zu schützen, wird China Sanktionen gegen die US‐Firmen verhängen, die in die Waffenverkäufe mit Taiwan verwickelt sind”, erklärte laut Tagesschau-Bericht ein Sprecher des chinesischen Außenministerium.

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Paris: Verdienstmedaille für Kapitäninnen Rackete und Klemp

Monika Šimić

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ASDF Bild: Sea-Watch Kapitänin Carola Rackete / Paul Lovis Wagner / Sea-Watch.org [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Pariser Stadtrat habe zudem zugestimmt, der Mittelmeer‐NGO SOS Mediterranee 100.000 Euro Soforthilfe für eine neue Rettungsmission zukommen zu lassen.

Paris. Wie der ORF berichtet, will Paris den deutschen Kapitäninnen Carola Rackete und Pia Klemp die höchste Verdienstmedaille der Stadt verleihen. Damit wolle man die Solidarität und das Engagement für die Achtung der Menschenrechte würdigen, teilte das Pariser Rathaus heute mit.

100.000 Euro Soforthilfe

Rackete und Klemp sollen die „Medaille Grand Vermeil de la Ville de Paris” erhalten. Der Stadtrat habe zudem zugestimmt, der französischen Mittelmeer‐NGO SOS Mediterranee 100.000 Euro Soforthilfe für eine neue Rettungsmission zukommen zu lassen, hieß es in der Mitteilung.

Rackete hatte für die deutsche Organisation Sea‐Watch ein Schiff mit Dutzenden Migranten ohne Genehmigung nach Italien gefahren (Die Tagesstimme berichtete). Pia Klemp war als Kapitänin der Organisation Jugend Rettet im Sommer 2017 bekannt geworden. Damals wurde das Schiff „Iuventa“ in Italien beschlagnahmt. Beiden wird Beihilfe zu illegaler Einwanderung vorgeworfen.

Lob und Unterstüztung für Rackete

Bereits zuvor gab es Lob und Unterstüztung für Rackete. Die beiden Fernsehmoderatoren Klaas Heufer‐Umlauf und Jan Böhmermann starteten etwa einen Spendenaufruf. In einem gemeinsamen Videoaufruf erklärten die beiden, dass es kein Verbrechen sei, „Menschenleben zu retten”. Auch Politiker wie der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) und Sawsan Chebli (ebenfalls SPD) bekundeten ganz offen ihre Unterstützung für die Sea‐Watch Kapitänin Rackete. Vor etwa einer Woche erklärte außerdem der deutsche Erzbischof Stefan Heße: „Wer wie die Kapitänin ein Menschenleben rettet, steht in der Nachfolge Jesu” (Die Tagesstimme berichtete).

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