Gesellschaft Welt

Großbritannien: Kleidungsunternehmen verkauft Hijabs als Teil der Schuluniform

Bild: Marks & Spencer / By TShops [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Das brtitische Einzelhandelsunternehmen Marks & Spencer verkauft online nun auch Hijabs und sorgte damit bei vielen Kunden für Unmut.

London. Wie nun bekannt geworden ist, führt das bekannte britische Unternehmen Marks & Spencer seit Kurzem Hijabs in seinem Online‐Sortiment. In der Kategorie „Schuluniformen” werden Hijabs zum Preis von £6 angeboten. Offiziell richtet sich das Angebot an Mädchen ab 9 Jahren. Wie das Unternehmen selbst mitteilte, sollen mehrere Hundert Schulen neben T‐Shirts, Röcken und Hosen in diesem Jahr auch nach Hijabs verlangt haben. Das Unternehmen wird nun von mehreren Seiten kritisiert und sieht sich sogar mit dem Vorwurf der Unterdrückung von Kindern konfrontiert.

Keine Integration möglich

Experten warnten bereits davor, Kinder in der Schule Hijabs tragen zu lassen. Dieses Verhalten könnte die vollständige Integration der Kinder verhindern. Alan Smithers, Leiter des Zentrums für Bildungs‐ und Beschäftigungsforschung in Buckingham, sagte: „M & S reagieren offensichtlich auf den Markt, aber ich bin überrascht, dass Hijabs Teil der Schuluniform sein sollen”. Laut dem Pädagogen habe man in den Schulen „die beste Hoffnung” eine integrierte Gesellschaft mit „gemeinsamen Werten” zu entwickeln. „Der Hijab tendiert dazu, Kinder zu spalten”, so Smithers. In den Sozialen Medien, vor allem auf Twitter, haben sich Nutzer über das Angebot im Online‐Shop teils empört geäußert. Grund für den Unmut bei den Nutzern ist das angebliche Zielpublikum. Da das Kleidungsstück in der Kategorie „Schuluniformen” zu finden ist, soll es prinzipiell von Mädchen im schulpflichtigen Alter getragen werden. Viele meinen aber, dass der Hijab auch auf von weitaus jüngere Mädchen getragen werden könnte. Er wird nämlich in drei Größen (S,M, L) angeboten.

Der Hijab als Zeichen der Unterdrückung

Ein Nutzer auf Twitter meint, dass Marks und Spencer Frauen hasse. „Sonst würden sie sich nicht an ihrer Unterdrückung beteiligen”. Die englische Rundfunk‐ und Zeitungskolumnistin Julia Hartley‐Brewer meint in einem Tweet, dass der Verkauf des Hijabs eine „Abscheulichkeit” sei. Das sei „extremistischer Islamismus” und keine „Forderung nach dem Koran”, so die Kolumnistin weiter.

Das Unternehmen stand bereits vor einiger Zeit in den Schlagzeilen, als es sogenannte Burkinis im Sortiment hatte. Diese waren so begehrt, dass sie schon bald komplett ausverkauft waren.

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