Gesellschaft

Maas unterstützt #unteilbar‐Demo gegen Rechtsruck

Bild: Heiko Maas / By U.S. Department of State (official Flickr account) (Flickr) [Public domain], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die geplante #unteilbar‐Demonstration erfährt sehr viel Unterstützung aus Politik und Gesellschaft, aber auch Kritik seitens Linken‐Politikerin Sahra Wagenknecht.

Berlin. Wie die Zeit berichtet, soll heute eine Großdemonstration in Berlin stattfinden. Unter dem Motto „#unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung” finden gleich mehrere Veranstaltungen gleichzeitig statt, wie der Facebook Seite des Bündnisses zu entnehmen ist. An der Großdemo wollen Zehntausende teilnehmen und dabei für „eine offene und freie Gesellschaft” und gegen Ausgrenzung, Rassismus und gegen den Rechtsruck demonstrieren. Außenminister Heiko Maas unterstützt die geplante Großdemonstration und nannte es ein großartiges Signal, dass am Samstag so viele auf die Straße gehen wollen.

Mehrheit steht für Toleranz und Weltoffenheit

Maas sagte weiter, dass die Mehrheit in Deutschland für Toleranz und Weltoffenheit stehe. „Wir lassen uns nicht spalten – von rechten Populisten schon gar nicht”, sagte er der Funke Mediengruppe. Auch neuer Nationalismus löse kein einziges Problem. „Wir brauchen keine Abschottung, sondern mehr internationale Zusammenarbeit. Eine Vielfalt der Herkünfte, Hautfarben, Religionen und Lebensstile ist für uns eine Bereicherung und keine Bedrohung.”

Prominente Unterstützer

Die Demonstration startet mit einer Auftaktveranstaltung am Alexanderplatz. Zahlreiche Organisationen, Verbände und Parteien unterstützen den Aufruf – ebenso einige Prominente wie der Satiriker Jan Böhmermann und Bands wie Die Ärzte und Feine Sahne Fischfilet. Letztere ist auch bei dem #wirsindmehr‐Konzert in Chemnitz aufgetreten (Die Tagesstimme berichtete). Für den Abend war unter anderem ein Auftritt Herbert Grönemeyers angekündigt.

Dort demonstriert „ein bestimmtes Milieu”

Linken‐Fraktionschef Sahra Wagenknecht kritisiert die geplante Demonstration. „Wir sind nicht formal dabei”, sagte Wagenknecht auf die Frage, ob Aufstehen den Aufruf zu #unteilbar unterstütze. Zwar sei es „absolut richtig, wenn viele Leute gegen Rassismus und Rechtsentwicklung auf die Straße gehen”. Doch sehe sie im Aufruf zur Demonstration eine Tendenz, wo eine bestimmte Position, nämlich ‚offene Grenzen für alle’, schon wieder als „die bestimmende Position dargestellt wird”. Weiter sagte Wagenknecht: „Es ist ein bestimmtes Milieu, was dort demonstriert und es ist ein anderes, was man dort nicht finden wird.”

Grüne kritisieren Wagenknechts Haltung

Vom Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, wurde die Politikerin und Initiatorin der Bewegung Aufstehen gerügt. „Sahra Wagenknechts Aufstehen hat sich in meinen Augen blamiert und diskreditiert”, sagte Kellner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Es sage doch schon alles, dass sich vor allem die AfD über Wagenknechts Kritik an der Demonstration freue. Wagenknechts Co‐Vorsitzender Dietmar Bartsch sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Die Linksfraktion im Bundestag hat beschlossen, zur Teilnahme an der Unteilbar‐Demonstration aufzurufen. Ich persönlich werde auch gern dabei sein. Dass Sahra Wagenknecht sich von diesem Aufruf distanziert, habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.”

3 Kommentare

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  • Jetzt reiht sich also auch klein Heiko Maas in die Reihe bekannter Persönlichkeiten, wie z.B.: Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und Schlagerkönigin Helene Fischer ein und unterstützt ganz unverhohlen Linksextremistischen Verbrecher. Gut zu wissen.…… insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Wahlen.…… Heiko, Heiko, was soll man nur mit dir machen???

  • Wenn es wirklich stimmt, dass in Deutschland Genosse Heiko Maas bei einer Umfrage als beliebtester hiesiger Politiker bezeichnet wurde, kann ich nusr sagen. Deutschland ist kaum noch zu retten.

    Vielleicht wurde die Umfrage ja aber auch in der Stammkneipe eines örtlichen SPD Parteibüros durchgeführt. Nichts ist unmöglich.

    Übrigens haben Toleranz und Weltoffenheit nicht mit Invasion und Überfremdung zu tun.

  • Es ist erschreckend wie viel Hartz IV und Sozialhilfeempfänger hier demonstrierten. Eigentlich müssten sie Angst haben das ihre Zuwendungen bald massiv gekürzt werden werden. Je mehr kommen desto knapper wird das Geld.

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