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Türkei

Inhaftierter US-Pastor Brunson freigelassen

Ein türkisches Gericht hob den Hausarrest des US-Pastors Andrew Brunson auf. Das Urteil könnte die angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und den USA deutlich verbessern.

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<p>Symbolbild: By The White House from Washington, DC (21687034_1436337516453977_5423601517237410284_o) [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:President_Donald_J._Trump_and_President_Recep_Tayyip_Erdo%C4%9Fan_of_Turkey_at_the_United_Nations_General_Assembly_(36747065034).jpg">via Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Symbolbild: By The White House from Washington, DC (21687034_1436337516453977_5423601517237410284_o) [Public domain], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Ankara. Zwei Jahre lang war Andrew Brunson in der Türkei inhaftiert. Die türkischen Behörden hatten dem US-Pastor vorgeworfen, die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unterstützt zu haben (Die Tagesstimme berichtete). Brunson selbst wies die Vorwürfe stets zurück. Am Freitag ordnet ein Gericht in Aliaga nun die Aufhebung seines Hausarrests an.

Freilassung trotz Verurteilung

Brunson wurde zwar wegen „Unterstützung einer Terrororganisation“ zu einer Haftstrafe von drei Jahren und einem Monat verurteilt, konnte das Gericht aber dennoch als freier Mann verlassen. Begründet wurde dies mit der bereits abgeleisteten Untersuchungshaft und Brunsons guten Verhalten. Damit konnte der Pastor die Türkei noch am selben Tag verlassen.

US-Präsident Donald Trump reagierte erfreut auf Twitter und schrieb: „Pastor Brunson gerade freigelassen. Wird bald zu Hause sein.“

Währungskrise nach US-Sanktionen

Der Fall sorgte für starke diplomatische Spannungen zwischen der Türkei und den USA. US‐Präsident Donald Trump hatte zuvor die türkische Regierung via Twitter aufgefordert, Pastor Brunson aus dem Hausarrest zu entlassen. Der türkische Staatspräsident Erdogan weigerte sich anfangs jedoch. Die USA verhängten zuerst Finanzsanktionen gegen den türkischen Innen- und den Justizminister. Danach verdoppelte Trump die Strafzölle gegen türkische Stahl- und Aluminiumexporte, was zum Einbruch der türkischen Währung (Lira) führte.


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