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Macron in Bedrängnis

‚Oben-Ohne-Mann‘ auf PR-Fotos muss hinter Gitter

Einer der beiden dunkelhäutigen Männer, mit denen sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor wenigen Wochen ablichten ließ, muss nun offenbar wegen mehrerer Gesetzesverstöße erneut ins Gefängnis. 

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<p>Bild (Emmanuel Macron 2017): Remi Jouan via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Emmanuel_Macron_(6).JPG">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en">CC BY 4.0</a>] (Bild zugschnitten)</p>

Bild (Emmanuel Macron 2017): Remi Jouan via Wikimedia Commons [CC BY 4.0] (Bild zugschnitten)

Saint-Martin/Paris. – Ende September stattete das französische Staatsoberhaupt der Antilleninsel Saint-Martin einen Besuch ab. Das zwischen Frankreich und den Niederlanden aufgeteilte Überseegebiet wurde zuvor vom Wirbelsturm Irma schwer getroffen. Dabei entstanden auch Bilder mit jungen, einheimischen Männer, die um die Welt gingen. Diese sorgen nun erneut für Wirbel.

Junger Mann ist Wiederholungstäter

Die Fotos mit dem beiden jungen Erwachsenen – einer davon mit freiem Oberkörper, beide mit obszönen Gesten – sorgten bereits nach deren Entstehen für einige Empörung und Häme. Bereits damals führten Kritiker an, dass einer der beiden Männer noch kurz zuvor eine Haftstrafe wegen Raubes verbüßte. Der Präsident bekundete deshalb staatsmännisch, er liebe „jedes Kind der Republik, egal, welche Dummheiten es begeht“.

Gleichzeitig habe er dem Mann nahegelegt, diese „Dummheiten“ fortan nicht mehr zu begehen. Nur drei Wochen danach wurde dieser einem Bericht der Kronen Zeitung zufolge allerdings erneut straffällig. Die Vorwürfe lauten auf Drogenbesitz und Widerstand gegen die Staatsgewalt bei der Festnahme. Es handelt sich anscheinend um jenen Mann, der auf dem Foto barbrüstig mit dem Staatsoberhaupt freundschaftlich posierte.

Konservative kritisieren Macron scharf

Als sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer zu verbreiten begann, geriet Macron deshalb erneut in Bedrängnis. Insbesondere konservative und patriotische Politiker kritisieren den Präsidenten scharf. Gilbert Collard, Abgeordneter des Rassemblement National („Nationale Sammlungsbewegung“), äußerte sich besonders kritisch. Auf Twitter spöttelte er: „Offensichtlich hatten die Lehrstunden von Macron beim kleinen Engel aus Saint-Martin keinerlei Wirkung“.


Bereits als die Fotos an die Öffentlichkeit gerieten, verurteilte die Partei die Entstehung der Bilder. Man finde keine Worte, seine Empörung auszudrücken, Frankreich habe dies nicht verdient. Die Fotosession des Präsidenten sei „unverzeihlich“, so RN-Chefin Marine Le Pen damals.

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