Gesellschaft

Thügida”-Bündnis sagt Demo gegen Björn Höcke ab

Bild: Facebook-Seite Björn Höcke [Foto zugeschnitten]

Am Sonntag findet nun doch keine Demonstration in Björn Höckes Wohnort statt. Man wollte mit der Ankündigung „gewisse Menschen unter Druck setzen”, betonte  einer der Anmelder.

Bornhagen. Das rechtsextreme „Thügida”-Bündnis hat die angekündigte Demonstration gegen AfD‐Politiker Björn Höcke kurzfristig abgesagt. Das gaben die Anmelder Jens Wilke und David Köckert zusammen mit Alexander Kurth in einem Video auf der „Thügida”-Facebook-Seite bekannt. Wilke betonte dabei, man habe das alles gemacht, „um gewisse Menschen unter Druck zu setzen”.

Distanz zu „Thügida”

Anfang der Woche hatten die Männer eine Demonstration in Bornhagen angemeldet, die auch an Höckes Wohnhaus vorbeigehen hätte sollen (Die Tagesstimme berichtete). „Thügida”-Gründer Köckert warf Höcke in einer Videobotschaft „Charakterlosigkeit” und „Feigheit” vor. Hintergrund dürfte Höckes Distanzierung vom „Thügida”-Bündnis sein. Beim AfD‐Landesparteitag hatte Höcke zuvor betont, man habe mit „Thügida” nichts zu tun.

Höcke: „Lasse mich nicht mundtot machen”

Der AfD‐Fraktionsvorsitzende äußerte sich am Sonntag auf Facebook zum Wirbel um die – dann doch abgesagte – Demonstration: „Offenbar hat der politische Extremismus in diesem Land, und zwar der von ganz links und der von ganz rechts – vom Regierungsextremismus will ich an dieser Stelle schweigen – mich zu seinem ganz speziellen Feind erkoren”, meint Höcke. „Ich lasse mich nicht mundtot machen und werde meinen Einsatz für die bedrohte Meinungsfreiheit im Land und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands nicht einstellen!”

Kommentar hinzufügen

Hier Klicken, um zu kommentieren

Newsletter

Jetzt in den Newsletter eintragen und wöchentlich die Top-Nachrichten erhalten!
Newsletter

Neues von Anbruch

Europa, mehr als ein Traum des Architekten? // Bild: Thomas Cole, Der Traum eines Architekten, 1840.

Herausforderung Europa: Zwischen Vision und Realität

Europa‐Enthusiasten sollten sich beruhigen, es ist kein unabwendbares Schicksal, meint Richard Meissner. In seinem neuen Beitrag zeigt er die Problematiken bei der Suche nach Europa auf. Eine europäische Identität wird nicht auf dem Silbertablett serviert.

 

… weiterlesen