Gesellschaft Welt

Dresden: Tausende Menschen feiern vier Jahre PEGIDA

Bild: Frauenkirche Dresden (CC0) / Pegida Demo 2015 / von Kalispera Dell (https://www.panoramio.com/photo/116139835) [CC BY 3.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Collage: Die Tagesstimme

Bei den gestrigen PEGIDA‐Demonstrationen versammelten sich mehrere Tausend Menschen in der Dresdner Innenstadt, darunter auch viele Gegendemonstranten, um zu protestieren.

Dresden. Am gestrigen Sonntag versammelte sich die PEGIDA‐Bewegung am Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden, um gemeinsam ihr vierjähriges Bestehen zu feiern. Mehrere Tausend Menschen nahmen an der Kundgebung von PEGIDA teil. Insgesamt waren gestern etwa 15.000 Menschen in Dresden, um zu demonstrieren. Darunter waren auch mehrere Bündnisse und Vereine, die mit ihren Kundgebungen gegen die Jubiläumsfeier von PEGIDA demonstrierten. Damit das Recht auf Versammlungsfreiheit sowie der Schutz auf Pressefreiheit gewährleistet werden konnte, waren 560 Polizisten im Einsatz. Insgesamt mussten dennoch zehn Strafverfahren eingeleitet werden, darunter einige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

PEGIDA, Identitäre, JA

Am Neumarkt begrüßte Lutz Bachmann die Demonstranten. Einer der ersten Redner war der Blogger und politische Aktivist Michael Stürzenberger aus Bayern. Danach folgten weitere Redner aus Tschechien, Belgien und Großbritannien. Unter den Teilnehmern der PEGIDA‐Kundgebung waren auch Anhänger anderer rechter Akteure zu finden. So wurden etwa Flaggen der Identitären Bewegung und welche der Jungen Alternative (JA) gesichtet. Letztere ist die Jugendorganisation der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Auf einem der hochgehaltenen Plakate wird auch dazu aufgerufen, den „selbstmörderischen UN‐Migrationspakt” zu stoppen.

Politiker bei Gegendemonstrationen

An den Gegendemonstrationen, an denen etwa 10.000 Menschen teilnahmen, beteiligten sich auch Politiker wie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), sein Vize Martin Dulig und Wissenschaftsministerin Eva‐Maria Stange (beide SPD). In der großen Teilnehmerzahl sieht der Regierungschef ein positives Zeichen: „Das macht Mut, das ist ein wichtiges Signal”, sagte Kretschmer. Auch Dresdens Oberbürgermeister äußerte sich zu den gestrigen Protesten: „Ohne internationale Mitbürger wären wir in Dresden nicht so erfolgreich”, zitierte ihn der MDR.

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