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Welt

Dänische Polizei vereitelte offenbar Attentat von iranischem Geheimdienst

Julian Schernthaner

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am

Wie sich nun herausstellte, dürften dänische Exekutivbeamten durch eine beherzte Großaktion vor etwa einem Monat einen möglichen Anschlag auf einen der separatistischen Gruppe ASMLA angehörigen Exil-Iraner verhindert haben. 

Kopenhagen. – Wie das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, plante ein iranischer Geheimdienst offenbar einen Anschlag im skandinavischen Land. Ein großer Polizeieinsatz brachte die Infrastruktur auf der Insel Seeland, auf der sich auch die Hauptstadt Kopenhagen befindet, am 28. September teilweise zum Erliegen. Diverse Medien im Land beklagten in der Folge die strenge Geheimhaltung des dänischen Geheimdienstes rund um die Aktion.

Geplantes Attentat auf Separatisten-Anführer

Wie sich nun herausstellte, sollte das Attentat einem in Dänemark lebenden führenden Mitglied der iranischen Oppositionsgruppe ASMLA gelten. Die iranische Regierung stuft die Gruppe als terroristische Vereinigung ein. Die ASMLA kämpft ihrerseits für einen unabhängigen Staat der arabischen Minderheit in der ölreichen Provinz Chusestan. Der militante Flügel der Bewegung bekannte sich seit 2005 zu zahlreichen Anschlägen im Iran.

In Verbindung mit den Attentatsplänen nahmen die dänischen Behörden einen Iraner mit norwegischer Staatsbürgerschaft am 21. Oktober in Untersuchungshaft. Er soll dem iranischen Geheimdienst ermöglicht haben, auf dänischem Staatsgebiet aktiv zu werden. Weiters soll er in die Planung des vereitelten Anschlags eingebunden gewesen sein. Der Verdächtige wiederum bestreitet jede Beteiligung.

ASMLA-Gründer 2017 in Holland erschossen

Es wäre nicht die erste Tötung eines führenden ASMLA-Mitglieds gewesen. Im Vorjahr wurde der Gründer der separatistischen Gruppe, Ahmad Mola Nissi, vor seinem Wohnhaus in Den Haag (Niederlande) erschossen. Dort hatte sich dieser seit 2005 dort im Exil befunden. Aufgrund der weiterhin bestehenden Gefahrensituation befinden sich drei Angehörige der Bewegung in Dänemark derzeit unter besonderem Polizeischutz.

Allerdings ermitteln die dänischen Behörden auch gegen diese Männer wegen der mutmaßlichen Billigung eines Terroranschlags am 22. September 2018 in der westiranischen Stadt Ahvaz. Dort töten bewaffnete Kämpfer einer 2015 aus der ASMLA ausgeschiedenen Splittergruppe insgesamt 25 Menschen bei einer Militärparade.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    30. Oktober 2018 at 18:07

    Schöner Vorgeschmack auf das, was Europa noch erwarten wird.

    Wäre der Anschlag gelungen, hätte man ihn wenigstens Rechtsradikalen zuschieben können.

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Welt

Bewaffnete schwarze NFAC-Miliz marschiert in Georgia auf

Stefan Juritz

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am

Die schwarze NFAC-Miliz demonstrierte am US-Unabhängigkeitstag gegen das Südstaaten-Denkmal in Stone Mountain. Ein Anführer forderte ein Gebiet für den Aufbau einer eigenen schwarzen Nation.

Atlanta (Georgia). – Am vergangenen Samstag ist eine schwer bewaffnete schwarze Miliz in Stone Mountain, einem Vorort von Atlanta, aufmarschiert, um gegen das dortige Konföderierten-Denkmal zu demonstrieren. In den sozialen Medien wurden mehrere Videos veröffentlicht, die den Aufmarsch der Miliz, die als „Not Fucking Around Coalition” (NFAC) bekannt ist, zeigen. Zu sehen sind darin zahlreiche bewaffnete Männer und Frauen in schwarzer paramilitärischer Kleidung, wie sie eine Straße entlang marschieren. Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, es kam zu keinen Zwischenfällen.

Demonstration gegen Südstaaten-Denkmal

Ein Video zeigt weiters den Anführer der Miliz, wie er über Lautsprecher eine Ansage an weiße Nationalisten macht und zur Konfrontation herausfordert: „Ich sehe keine weiße Miliz”, betonte er. „Wir sind hier. Wo zum Teufel seid ihr? Wir sind in eurem Haus. Los geht’s!”

In Stone Mountain befindet sich ein riesiges Denkmal für die Konföderation des amerikanischen Bürgerkriegs. Das Relief an der Nordseite des Felsens zeigt den ehemaligen Südstaaten-Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas Jackson und Robert E. Lee. Aus diesem Grund, und weil auch der Ku-Klux-Klan (KKK) dort immer wieder Versammlungen abhielt, steht das Denkmal bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Im Zuge der landesweiten „Black Lives Matter”-Proteste wurden die Rufe nach Entfernung des Denkmals wieder lauter.

„We’ll take Texas”

In einem weiteren Video klärt der Anführer der schwarzen Nationalisten, der sich „Grand Master Jay” nennt, über die Ziele der Miliz auf: Von der Regierung verlangt er u.a. ein eigenes Gebiet in den USA, um eine eigene schwarze Nation gründen zu können.

Weitere Videos zur Demonstration der schwarzen NFAC-Miliz:


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Black Lives Matter”-Aktivisten reißen Kolumbus-Statue nieder

Stefan Juritz

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Der Bildersturm in den USA scheint kein Ende zu nehmen. Am US-Unabhängigkeitstag wurde die Statue des berühmten Entdeckers Christoph Kolumbus gestürzt.

Baltimore. – „Black Lives Matter”-Demonstranten haben am Samstagabend in der US-Stadt Baltimore (Maryland) eine Kolumbus-Statue niedergerissen und anschließend im Hafen versenkt. Die Statue war 1984 von US-Präsident Ronald Reagan als Denkmal für die Bewohner der italoamerikanischen Community eingeweiht worden.

US-Präsident Donald Trump kritisierte am Feiertag erneut die „Black Lives Matter”-Demonstranten. Man werde niemals zulassen, dass ein wütender Mob die Statuen niederreiße oder die Geschichte des Landes auslösche, sagte er laut „Deutschlandfunk”-Bericht.

Zerstörungen in den USA

Bereits zuvor hatten Demonstranten in den USA Statuen beschmiert oder zerstört. In Richmond etwa wurde ebenfalls eine Kolumbus-Statue niedergerissen, besprüht, in Brand gesetzt und anschließend ins Wasser geworfen. Außerdem soll ein Fotograf des Nachrichtensenders CNN angegriffen worden sein.


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Der Indianer soll weg: Konzerne setzen Redskins unter Druck

Stefan Juritz

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Das US-Footballteam Washington Redskins soll Name und Logo ändern. Sponsoren erhöhen dazu den Druck.

In den USA setzt sich die Rassismus-Debatte im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste auch im Sport fort. Speziell geht es um angeblich diskriminierende Logos und Namen von Sportmannschaften mit Indianer-Bezug. Dazu gehört etwa das Footballteam der Washington Redskins. Bereits seit Jahrzehnten fordern Vertreter der amerikanischen Ureinwohner eine Namensänderung und ein neues Logo.

Doch bisher hatte sich die Mannschaft stets geweigert, Änderungen vorzunehmen. Klubbesitzer Dan Snyder betonte immer wieder, dass der Name in Wirklichkeit „Ehre” und „Respekt” bedeute und man positiven Bezug auf die Ureinwohner nehme. Außerdem sagte er vor mehreren Jahren noch: „Wir werden das Team niemals umbenennen. So einfach ist das. Dafür können Sie Großbuchstaben benutzen: NIEMALS.”

Nike, FedEx & Co fordern Änderung

Das könnte sich nun rasch ändern. Denn jetzt kommt der Druck von Großunternehmen. Beispielsweise nahm der Sportartikelhersteller Nike, offizieller Ausrüster der National Football League (NFL), alle Fanartikel der Redskins aus seinem Onlineshop. Und auch das Logitikunternehmen FedEx, das die Namensrechte am Heimstadion besitzt, erklärte öffentlich: „Wir haben dem Team unseren Wunsch mitgeteilt, dass es den Namen ändern möge.”

Laut Bericht von ESPN seien Nike, FedEx und PepsiCo von Investoren dazu gedrängt worden, die Redskins erst wieder nach der geforderten Namensänderung zu unterstützen.

Redskins prüfen Namensänderung

Der Druck zeigte offenbar Wirkung: Noch am Freitag teilten die Washington Redskins auf Twitter mit, eine Namensänderung intern zu diskutieren.


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