Gesellschaft

Mehrere Demonstrationen in Freiburg nach Gruppenvergewaltigung

Symbolbild: Der Rathausplatz in Freiburg // Foto von Joergens.mi [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons

Bereits vor zwei Jahren war Freiburg bundesweit in den Schlagzeilen. Damals wurde Maria L. von Husekin K. vergewaltigt, der mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Stadt diskutierte über Probleme durch Einwanderung und den richtigen Umgang mit der AfD. Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau durch mutmaßlich sieben Personen ist die Stadt wieder in Aufruhr. 

Freiburg. Vor rund zwei Wochen wurde eine 18‐Jährige in der Stadt Freiburg von mehreren Personen vergewaltigt. Gegen sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen bestehe dringender Tatverdacht, heißt es in einer Polizeimeldung. Daraufhin hat die AfD zu einer Demonstration aufgerufen, an der sich auch die Jugendorganisation der Partei, die „Junge Alternative” (JA) beteiligte. Die Freiburger reagierten darauf mit Gegenprotesten, auch eine Demonstration der „Antifa” fand statt.

Drei Demonstrationen

Die Freiburger Polizei hatte am Sonntagabend ordentlich zu tun. Sie war damit beschäftigt, die verschiedenen Demonstrationszüge auseinanderzuhalten und das Demonstrationsrecht der AfD durchzusetzen. Immer wieder kam es zu Blockadeversuchen seitens radikaler Linker. Neben der Demonstration der AfD gab es eine Demonstration der bürgerlichen Mitte, an der sich auch Lokalpolitiker der CDU beteiligten. Eine weitere Demonstration wurde von der „Antifa” angemeldet. Der Vorwurf gegen die AfD lautete, sie würde die tragische Vergewaltigung zu ihrem politischen Nutzen instrumentalisieren wollen.

Festung Europa, macht die Grenzen dicht!”

Bei der Demonstration der AfD waren nach Schätzungen rund 300–500 Personen anwesend. Bei der bürgerlichen Gegendemonstration an die 1500 Personen, wie es in dem Live‐Ticker der Badischen Zeitung hieß. Der Protestzug der AfD durch die Freiburger Innenstadt endete mit einer Kundgebung am Rathausplatz. Demo‐Teilnehmer hatten unter anderen „Festung Europa, macht die Grenzen dicht!” skandiert. Am Ende der Demonstration wurde die Nationalhymne gesungen. Man war sich seitens der AfD außerdem sicher: „wir kommen wieder”.

Die Gegendemonstration der Antifa kam hingegen in einen Konflikt mit der Polizei. Der Hass gegen die AfD und ihren Protest wurde lautstark mit Parolen wie „Ganz Freiburg hasst die AfD” oder „Nazis verpisst euch!” skandiert. Sie versuchten immer wieder die Polizeiketten zu durchbrechen und zu der friedlichen Demonstration vorzudringen. Die Polizei konnte die Situation schließlich beruhigen.

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