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Klimaflüchtlinge gibts es nicht – im Gegenteil!

Auf Twitter äußerte sich der langjährige ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann kritisch über die Vorstellung, es gäbe so etwas wie ‚Klimaflüchtlinge‘.

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<p>Bild (Kachelmann 2016): Angelo D&#8216; Alterio via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jörg_Kachelmann#/media/File:Jörg_Kachelmann_Erbach_2016_(cropped).JPG">Wikimedia Commons</a>[<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Kachelmann 2016): Angelo D‘ Alterio via Wikimedia Commons[CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Schaffhausen. – Der bekannte Schweizer Fernsehmoderator und Journalist mit Schwerpunkt Meteorologie, Jörg Kachelmann, äußerte am Donnerstag seinen Zweifel an der Idee, dass der Klimawandel bereits heute einen Migrationsgrund darstelle. Der erfahrene Wetterkundler appellierte in einem Twitter-Thread dafür, das Journalisten keinen solchen „ohne Kenntnis“ herbei konstruieren sollten.

Kachelmann: Klima ist kein Fluchtgrund

Stein des Anstoßes war ein Meinungsstück des Spiegel, welches sich mit der Frage nach dem möglichen Merkel-Nachfolger als CDU-Chef, Friedrich Merz, beschäftigte. Dabei befand der Autor des Artikels, dass das „alte Deutschland […] nicht zurück“ komme. Als beispielhaft dafür gelte die Migrationsfrage. An einer Passage, wonach der Klimawandel ein Hauptgrund für die Migration von Afrikanern nach Europa und Deutschland darstelle, stieß sich Kachelmann besonders.

Enthüllungen über die ÖVP

Seiner Ansicht nach ist dieser als vordergründiger „Fluchtimpuls“ nämlich „nicht belegbar“. Im Gegenteil dazu würde ein solcher für weite Teile der Nordhälfte Afrikas vorteilhaft auswirken. Im Wortlaut:

Klimawandel: Auswanderungsländer profitieren

Denn, so Kachelmann weiter, würde die Erwärmung eher zu einem Monsunregen in  Teilen der Sahara führen. Dies könne diese Landstriche „grundlegend verändern“. Auch für den Nahen Osten würde sich eine solche Entwicklung positiv auswirken. Hauptleidtragende wären allerdings vor allem die Länder im Süden Afrikas.

Seiner These nach, welche er mit Modellberechnungen stützt, gehört das Klima nicht zu den maßgeblichen Fluchtgründen.

Medienkritiker aus eigener Erfahrung

Der aufgrund seines frechen Stils allseits beliebt gewesene ex-ARD-Wettermoderator unterhält mittlerweile sein eigenes detailliertes Wetterportal im Netz. Auf Twitter, wo er 115.000 Follower hat, gibt er sich in regelmäßigen Abständen als Kritiker in gesellschaftlichen und politischen Themen. Regelmäßig nützt er dabei seine Bekanntheit dafür aus, auch die Berichterstattung reichweitenstarker Medien zu hinterfragen.

Seine Skepsis gegenüber Medienmachern dürfte nicht unbegründet sein – machte er doch selbst negative Erfahrungen mit journalistischen Kampagnen. Vor einigen Jahren stand Kachelmann wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht. Zahlreiche Medien berichteten äußerst einseitig und übertrafen sich mit Vorverurteilungen. Am Ende des Verfahrens stand ein rechtskräftiger Freispruch – dennoch beschädigte die Berichterstattung um den Fall seinen Ruf nachhaltig.


Weiterlesen:

Deutschland: Grüne Jugend will Staatsbürgerschaft für Klimaflüchtlinge (3.8.2018)

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