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Deutschland

Junge Alternative löst Landesverband in Niedersachsen auf

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Rathaus Barsinghausen / von Losch in der Wikipedia auf Deutsch [CC BY-SA 3.0 oder CC BY-SA 3.0 de], vom Wikimedia Commons / Logo Junge Alternative / von Unbekannt/Junge Alternative für Deutschland [Public domain], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Auch AfD-Chef Alexander Gauland sprach sich für die Auflösung des JA-Landesverbandes Niedersachsen aus.

Barsinghausen. Wie kürzlich bekannt geworden ist, hat sich der niedersächsische Landesverband der Jungen Alternative (JA) aufgelöst. Beschlossen hat dies der JA-Bundeskongress am Sonntag in Basinghausen nahe Hannover. Die Auflösung ist als Reaktion auf die seit September laufenden Beobachtungen des JA-Landesverbandes durch den Verfassungsschutz, wie der NDR berichtet. Bereits im Jänner soll aber ein neuer Landesverband gegründet werden. Das bestätigte ein Mitglieder des JA-Bundesvorstandes dem NDR.

Gauland begrüßt Auflösung

Auch AfD-Chef Alexander Gauland und die Landesvorsitzende Dana Guth nahmen an der Sitzung in Barsinghausen teil. Im Rahmen der Sitzung sprach sich Gauland ebenfalls für die Auflösung des Verbandes aus. JA-Bundeschef Damian Lohr begründete die Auflösung damit, dass dem Landesverband Niedersachsen „erhebliche und vorsätzliche Verstöße gegen die Bundessatzung, gegen die Ordnung der Jungen Alternative sowie gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland vorgeworfen und nachgewiesen” wurden. Lohr nannte die Entscheidung richtig und nimmt diese „mit Erleichterung zur Kenntnis”.

Verband schon vor VS-Beobachtung in den Schlagzeilen

Bereits bevor der Verfassungsschutz die Beobachtung des Landesverbandes bekannt gegeben hatte, war der Vorsitzende der JA Niedersachsen, Lars Steinke, seines Amtes enthoben und ausgeschlossen worden. Grund dafür waren unter anderem Äußerungen zu Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg. Steinke hatte diesen als „Verräter” und „Feigling” bezeichnet.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    5. November 2018 at 14:20

    Schlechtes Omen:

    Deutsche gegen Deutsche.
    VS ??
    Wollt’s wieder einen Krieg verlieren?

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    5. November 2018 at 16:53

    Mag ja alles soweit richtig sein. Aber was ist denn mit einer Antifa, die Busse und anderes abfackelt?

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Deutschland

Nazis und Faschisten”: Göring-Eckardt beschimpft AfD

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Göring-Eckardt 2017): Olaf Kosinsky via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Für die Grünen-Fraktionschefin besteht die patriotische AfD zum Großteil aus „Nazis und Faschisten”. In Richtung der Wähler meint Göring-Eckardt: „Es gibt keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen.”

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Thüringen hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, in einem Interview mit der Rheinischen Post heftig in Richtung AfD ausgeteilt. „Die AfD besteht heute, in ihrer dritten Phase nach Lucke und Petry, in weiten Teilen aus Nazis und Faschisten, die das demokratischen System abschaffen und Zwietracht säen wollen”, behauptete Göring-Eckardt am Freitag gegenüber der Zeitung.

„Echte Gefahr für unsere Demokratie”

Darüber hinaus sei die AfD „eine echte Gefahr für unsere Demokratie”. „Es muss klar sein: Es gibt keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen – auch nicht, wenn man sich abgehängt fühlt”, so die Grünen-Politikerin in Richtung der Wähler.

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Deutschland

Seehofer (CSU) will „Gamerszene“ beobachten – und erntet Spott dafür

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Vor dem Hintergrund des Attentats in Halle will der Innenminister Horst Seehofer künftig verstärkt die „Gamerszene“ beobachten. 

Berlin/Halle. – Einige Menschen nähmen sich Videospiele „geradezu zum Vorbild“, so Seehofer. Dieser Rundumschlag des CSU-Bundesinnenministers sorgte im Internet nicht nur unter Anhängern der Szene für teils heftige Kritik.

Verdeckte Planung für einen Anschlag“

Immer wieder kocht die Debatte um Videospiele als vermeintlichen Auslöser für Gewaltakte auf. In einem Videointerview äußerte sich Horst Seehofer zu Videospielen und der „Gamerszene“. Er erklärte: „Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene“.

Der Innenminister warf ein, dass es sich bei Videospielen in einigen Fällen auch um eine „verdeckte Planung für einen Anschlag“ handeln könne. Darum betonte er, man müsse die „Gamerszene stärker in den Blick nehmen“.

Kritik und Spott zu Seehofer- Äußerungen

Im Internet erntete Seehofer Kritik. Auf Twitter wurde ihm aufgrund seiner Äußerungen zum Spielen von Videospielen vorgeworfen, dieses unter Generalverdacht zu stellen. Gerade die Pauschalerklärung stieß dabei auf Spott und Häme. So versuchten manche Nutzer, diverse historische Ereignisse mit der

Andere versuchten die empfundene Fehleinschätzung Seehofers mit teils absurden Vergleichen ins Lächerliche zu ziehen. Ein Nutzer etwa stellte – wohl im Hinblick auf die große Verbreitung von Videospielen – fest, dass so gut wie alle Verbrecher den Konsum von Lebensmitteln gemein hätten.

Attentäter streamte Tat im Internet

Der Attentäter Stephan B. streamte seine Tat im Internet. Aufgrund der Perspektive, welche durch die Helmkamera bedingt war, sahen die Bilder teilweise denen eines Videospiels ähnlich. Stephan B. war offenbar außerdem in diversen Foren aktiv, in welchen er teilweise einschlägiges Material gepostet haben soll.

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Deutschland

Dobrindt (CSU) fordert Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF By Harald Bischoff (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich dafür ausgesprochen, dass der Verfassungsschutz die Alternative für Deutschland beobachten soll. Die Partei lasse bewusst „radikales Gedankengut” zu.

Passau. – Gegenüber der „Passauer Neuen Presse“ zweifelte Dobrindt an, dass sich die AfD immer verfassungskonform verhält, und fordert deshalb eine Intervention durch den Verfassungsschutz.

Nährboden für radikale Umtriebe“

Vor dem Hintergrund des Attentats in Halle an der Saale (Die Tagesstimme berichtete) gab der CSU-Landesgruppenchef an, dass der Weg der AfD einen „Nährboden“ für „rechtsradikale Umtriebe“ darstelle.

Der Parteiführung unterstellte er, dass diese „radikales“ bis „antisemitisches Gedankengut“ zulasse. Folglich müsse die gesamte Alternative für Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet werden: „Man muss bei AfD-Parteigliederungen wie dem sogenannten Flügel genau hinschauen, ob sie sich noch auf dem Boden der Verfassung bewegen.“

Grenze zum Rechtsextremismus überschritten“

Einige Vertreter der AfD hätten laut Dobrindt gedanklich „längst die gedanklichen Grenzen zum Rechtsextremismus überschritten“. In Bezug auf den Anschlag sagte Dobrindt, dass dieser eine „Schande für Deutschland“ sei. Um solche Taten in Zukunft zu verhindern, fordert er im Interview beispielsweise eine „stärkere Beobachtung der Räume im Internet“.

Der Täter aus Halle streamte die Tat auf der Internetplattform „Twitch“. Außerdem soll er sich in anonymisierten Foren wie „4chan“ mit anderen Nutzern über seine Pläne ausgetauscht haben.

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