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Großeinsatz gegen Schleuserbande

Vier Tatverdächtige festgenommen

Bei einer Razzia konnten Beamte insgesamt vier Tatverdächtige festnehmen und umfangreiche Beweismittel sicherstellen.

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<p>Bild: Polizei Berlin / By Dirk1981 [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0 </a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:VW_Touran_Einsatz_Polizei_Berlin.jpg">from Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Polizei Berlin / By Dirk1981 [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. Wie die Bundespolizeidirektion Berlin in ihrer Pressemitteilung bestätigte, erfolgte gestern die Durchsuchung von insgesamt 51 Objekten in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Im Zuge dieser Durchsuchungen wurden auch vier Haftbefehle vollstreckt. Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Deutsche im Alter von 51 bis 63 Jahren und einen 40-jährigen Serben.

Beweismittel sichergestellt

Den Tatverdächtigen wird banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen vorgeworfen. Sie sollen demnach Scheinehen arrangiert haben, „um den Schleusungswilligen ein Aufenthaltsrecht in Deutschland zu verschaffen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Neben den Verhaftungen gelang es den Beamten auch, umfangreiche Beweismittel sicherzustellen. Die etwa 570 an den Durchsuchungen beteiligten Bundespolizisten fanden unterschiedliche Unterlagen, Datenträger, Heiratsurkunden und Ausweisdokumente. Weiters beschlagnahmten die Polizisten circa 170.000 Euro Bargeld.

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Bleiberecht erschlichen

Schon seit Oktober 2017 ermittelte die Bundespolizei offenbar intensiv. Gemeinsam mit der Ausländerbehörde Berlin führten die Ermittlungen schließlich zu den deutschen und serbischen Beschuldigten. Ihnen wird vorgeworfen, „in derzeit ermittelten 200 Fällen Scheinehen arrangiert zu haben, um so den Schleusungswilligen ein Bleiberecht zu verschaffen.“ Dies erfolgte „durch das Vermitteln von fingierten Ehepartnern“, vornehmlich aus Süd- und Osteuropa mit denen in Dänemark, Serbien und Polen Ehen geschlossen wurden. Die Bande soll auch für totalgefälschte Heiratsurkungen gesorgt haben, „um einen erlaubten Aufenthalt in Deutschland vorzutäuschen“. Dafür verlangten sie von den überwiegend pakistanischen, nepalesischen und albanischen Schlausungswilligen ein Entgelt von bis zu 16.000 Euro.

Ermittlungen wegen Urkundenfälschung

Wie die Oberstaatsanwältin Petra Leister mitteilte, wird nun vor allem wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung ermittelt. Hier könne bei einer Verurteilung das Strafmaß höher ausfallen als bei der Erschleichung von Aufenthaltstiteln. Es würden auch Familienangehörige nachgeholt, erklärt Leister.

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