Gesellschaft

Vor Kreisparteitag der Leipziger AfD: Anschlag auf Gasthof

Bild: Gasthof "Zur Ratte" / von Geisler Martin [GFDL oder CC BY-SA 3.0 ], vom Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Wirt zeigte sich nach dem Anschlag auf seinen Gasthof fassungslos. Die Täter sprechen von einem „kämpferischen Beitrag”.

Leipzig. Wie die lokale Tageszeitung Leipziger Volkszeitung (LVZ) aktuell berichtet, kam es vor dem Kreisparteitag der Leipziger AfD an diesem Wochenede zu einem massiven Anschlag. In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte den Gasthof „Zur Ratte” angegriffen. Die Polizei teilte der LVZ mit, dass die Täter mehrere Fensterscheiben zum Restaurant und zum Vereinszimmer zerschlugen. Danach drangen sie gewaltsam in das Lokal ein. Auf einer einschlägigen Plattform ist bereits ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Polizei ermittelt nun und überprüft im Zuge auch das Schreiben.

Wirt: „In welchem Land leben wir eigentlich?”

Die haben alles zerstört”, so Wirt Uwe Schneider. Die Täter hätten auch überall Teerfarbe verteilt, „sämtliche Möbel und der Fußboden auf rund 100 Quadratmetern sind hinüber”. Den Schaden schätzt der Wirt auf rund 50.000 Euro. Gegenüber der LVZ meinte Schneider, dass er fassungslos sei, „in welchem Land leben wir eigentlich?” Einige Bereiche des Lokals müssen vorläufig geschlossen bleiben.

Bekennerschreiben auf Indymedia

Auf der Plattform Indymedia ist bereits gestern ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Darin wird der Tatvorgang beschrieben, den auch die Polizei und der Wirt bestätigten. „Das Hotel ist Gastgeber des Kreisparteitags der AfD am kommenden Wochenende, auf dem auch die Kandidaten für die kommenden Landtagswahlen gewählt werden sollen”, ist dort außerdem zu lesen. Der Gasthof soll „knietief im rechten Sumpf” stehen und seit 2016 als Veranstaltungsort für „politische Veranstaltungen der AfD Leipzig” fungieren. „Der Anschlag ist ein kleiner kämpferischer Beitrag für ein aktives Gedenken an die Verbrechen des Faschismus.”

Tagungsort geheimgehalten

Wie Stadtrat Christian Kriegel erklärte, hatte die AfD den Tagungsort geheim gehalten. „Wir haben das nicht kommuniziert, weil wir wissen, dass die Gastronomen damit in Gefahr gebracht werden. Dennoch ist das an die linksextreme Szene durchgesickert.“

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